Frage von hexenrw,

Kann ich den Unterhalt noch einklagen?

Hallo also meine Tochter ist 17 und ich selber habe für sie noch nie Unterhalt vom Vater bekommen, bis zum 6. Lebensjahr habe ich Unterhaltsvorschuss bekommen.

Das Jugendamt bekommt also auch noch Geld von Ihm, weiß aber angeblich nicht wo er sich aufhällt.

Meine Tochter will weiter zur Schule gehen, und kam heute (sie sprachen im Unterricht darüber) nach Hause und frug mich ob ich eigentlich für sie Unterhalt von Ihrem "Erzeuger" bekomme. 

Dazu muß ich sagen, ich habe seit der Schwangerschaft auch nichts mit Ihm zu tun, wollte ich auch nicht und nunja eigentlich habe ich mich auch nie um Unterhalt bemüht! Nun meint meine Tochter aber das sie Unterhalt von Ihm will,damit mein Mann und ich nicht alles alleine zahlen müssen.

Nun meine Frage, kann ich immernoch Unterhalt einklagen? Und muß auch noch ein Teil rückwirkend gezahlt werden? Und welcher Anwalt wäre dafür zuständig?

 

Danke für Ihre Hilfe

Hilfreichste Antwort von HAKINOM,

Geh ganz schnell zu einem Anwalt der auf Familienhilfe spezialiert ist. Natürlich kannst Du den Unterhalt noch einklagen. Ob Du ihn bekommst ist eine andere Frage. Wenns darum geht haben  die Erzeuger angeblich selbst kein Geld. Ich habe das damals auch durchgekämpft und am Schluß mußte er alles nachbezahlen. Da war meine Tochter schon über 18 und ausgezogen. Ich finde Du bist es Deiner Tochter schuldig. Jetzt wo sie daraufgekommen ist, fühlt auch sie sich besser wenn Du es wenigstens versuchst.

Kommentar von hexenrw,

danke.......... 

mußtest du den anwalt selber bezahlen?

leider weiß angeblich keiner den aufenthaltsort

 

Kommentar von HAKINOM,

Da ich damals das Geld nicht hatte stand mir das Jugendamt zur Seite. Die Kosten mußte später der Erzeuger auch noch bezahlen. Wenn Du nicht viel verdienst kannst Du Dir bei Gericht einen Schein holen und dann übernimmt der Staat die Kosten. Frag den Anwalt der der kümmert sich dann darum. Viel Glück

Kommentar von SebKar,

Warst du die Gebärmaschine von dem Kind oder habt ihr es mit dem Erzeuger adoptiert?

Kommentar von Eifelmensch,

Unterhaltsschulden laufen bisher nicht auf, da nicht in Verzug gesetzt wurde.

Ich finde es schon sehr aussagekräftig, wenn man nichts mit dem Vater zu tun haben wil. Das Geld würde jedoch gerne genommen.

Ein Kind entsteht immer in einer Beziehung zwischen 2 Menschen, den einen aber auf eine biologische Funktion zu reduzieren spricht Bände!

Bei solchen Frauen kann ich sehr gut verstehen, dass die Männer das Weite suchen!

Kommentar von SebKar,

Genau SO ist es. Aber deswegen schrieb ich ja auch von der Gebärmaschine. Sie wird sicher stolz auf diese Bezeichnung sein und sich selbst auch so sehen.

Kommentar von Eifelmensch,

Hallo SebKar, grundsätzlich hast du ja Recht!

Ich versuche jedoch zu vermeiden mich auf solch niedriges Niveau zu begeben, denn dort sind sie einfach unschlagbar! :-)

Antwort von Eifelmensch,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ja, klagen kannst du, bis die Tochter volljährig ist. Danach muss sie das dann selbst machen.

Rückwirkende Forderungen sind  nicht möglich.

Eventuelle Unterhaltsschulden laufen erst ab dem Zeitpunkt der Zahlungsaufforderung (Inverzugsetzung) auf.

Antwort von Lissy832,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

nun ja, da du den kindesvater ja all die jahre nicht gebraucht hast und dich nicht gekümmert hast wird ja mit sicherheit auch kein titel bestehen, richtig? dann sehen die chancen sehr gering aus! mal davon hast du sicher auch schon vorher gewusst und begriffen das nicht nur du allein für das kind verantwortlich bist! dein mann schon garnicht! aber ihr habt es so gehandhabt, 17 jahre lang!!!! und jetzt aufeinmal wieder so ein sprung??? sorry ich finds lächerlich bei dem mann jetzt noch was zu erwarten! du hast den anspruch des kindes 17 jahrelang nicht geltend gemacht! auf das geld könnte ich schon aus prinzip verzichten!

Antwort von Trixie31,

Werden Unterhaltsansprüche nicht rechtzeitig geltend gemacht, dann verjähren diese nach 3 Jahren nach §§ 197 Abs. 3, 195 BGB. Der Beginn der Verjährung ist dabei das Ende des Jahres, indem der Anspruch entstanden ist. Damit der Antragsteller jedoch überhaupt einen Anspruch auf die Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen hat, müssen diese laut § 1613 BGB konkret angefordert worden sein. Für den Antragsteller bedeutet dies, dass der zu Unterhaltszahlungen Verpflichtete, konkret zu einer monatlichen Unterhaltszahlung aufgefordert worden sein muss - am besten durch ein anwaltliches Schreiben - oder dass der zu Unterhalt Verpflichtete aufgefordert wurde, seine wirtschaftlichen Verhältnisse darzulegen.

Kommentar von hexenrw,

soweit ich weiß wure er dmals aufgefordert da ich ja harz 4 bezogen habe und die den´mentsprechend vorschuss geben mußten

Antwort von boudicca,

ja das recht hast du im namen deiner tochter oder sie wenn sie 18 ist und dann ihren vater verklagt auf unterhalt. doch du kannst niemanden verklagen der nicht da ist, du musst ihn vorher finnden und anwalt für famielienrecht unterhaltsrecht

Kommentar von hexenrw,

hat der anwalt nicht bessere möglichkeiten ihn zu finden?

Kommentar von boudicca,

nur wenn du ne menge geld übrig hast. doch besser du fragst ihn erst einmal in ruhe

Kommentar von hexenrw,

also muß ich für den anwalt aufkommen_? obwohl ich im interresse meiner tochter handel?

Kommentar von boudicca,

gut wäre wohl schon vor jahren gewesen wenn du die beistandschaft dem jugendamt übertragen hättest dann hätten die sich die ganzen jahre kümmern müssen. wenn du dir den anwalt nicht leisten kannst gehe zum amtsgericht und hole dir einen beratungsschein und eine evtl. kosten übernahme denn es sind auch staatsschulden ergo ist es auch in ihrem sinne und werden dir die unterlagen geben.

Antwort von Trixie31,

Klar kannst Du noch Unterhalt einklagen. Rückwirkend leider nicht, aber für die Zukunft. Also nichts wie hin zum Anwalt, ich denke mal, Fachrichtung Familienrecht :)

 

Kommentar von hexenrw,

danke und muß ich den anwalt selber bezahlen 

Kommentar von Eifelmensch,

Falls der Vater nicht ausfindig gemacht wird oder dieser nicht leistungsfähig ist, wirst du die Kosten für den Anwalt und/oder ein eventuelles Verfahren tragen müssen, falls dein Einkommen nicht so gering ist, dass du Verfahrenskostenhilfe erhälst.

Antwort von Boeseronkel96,

Ja,der Vater muss für alle 11 Jahre blechen!

Wird also ordentlich Kohle geben ;)

Kommentar von Eifelmensch,

Nein! Siehe 1613 BGB.

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