Frage von Robert199706, 66

Kann ich den Mietvertrag wirklich kündigen oder nicht was denkt ihr leute?

Hallo, ich habe mal eine Frage. Ich habe am 15. März 2015 einen Mietvertrag unterschrieben ist ein privater Vermieter kein staatlicher sondern eine Person die ein Wohnblock gekauft hat und es vermietet. Nun alles schön und gut. Ich lebe in Berlin und habe den Mietvertrag unterschrieben, da ich meine eigene Wohnung wollte. Nun folgendes Problem. Es ist ein Mietvertrag wo ein Passus steht, dass die Wohnung erst ab 2019 gekündigt werden kann. Und nun ich habe eine mündliche Zusage erhalten für eine Ausbildung in München und muss unbedingt weg, weil ich die Stelle haben will. Nun meine Frage einmal hatte ich mit dem Vermieter gesprochen er meinte, dass ich einfach die drei Monate Frist einhalten soll ich glaube er hat es vergessen oder so. Nun meine Frage was meint ihr kann ich kündigen die Wohnung ich muss wirklich die Wohnung loswerden.

Antwort
von DarthMario72, 14

ist ein privater Vermieter kein staatlicher sondern eine Person die ein Wohnblock gekauft hat und es vermietet

Das ist unwichtig.

Es ist ein Mietvertrag wo ein Passus steht, dass die Wohnung erst ab 2019 gekündigt werden kann

Wenn das ein gegenseitiger Kündigungsverzicht ist, ist das auch bei einer Dauer von 4 Jahren zulässig.

Wie ist der exakte Wortlaut? Und ist das - falls es ein Formular-Vertrag ist - überhaupt angekreuzt?

einmal hatte ich mit dem Vermieter gesprochen er meinte, dass ich einfach die drei Monate Frist einhalten soll

Dann mach das einfach so. Wenn er ggf. seinen eigenen Vertrag nicht kennt, ist das nicht dein Problem.

Antwort
von Arya87, 3

Das nennt sich Kündigungsverzicht und eigentlich heißt das, dass du bis 2019 Miete zahlen musst.

Möglichkeit 1:

Wenn der Vermieter selbst sagt, dass du nur die drei Monate einhalten musst, würde ich mir die Kündigung schriftlich bestätigen lassen. So was in der Richtung: "Ich habe die Kündigung erhalten, das Mietverhältnis endet zum..." Sollte er sich nämlich doch nachträglich an seinen Vertrag erinnern und von dir die Miete bis 2019 vor Gericht einfordern und behaupten, er hätte mündlich der Kündigung nicht zugestimmt, stehst du dumm da. Denn rechtlich gesehen kannst du bei einem Kündigungsverzicht kündigen so viel du willst, du hast ja den Verzicht unterschrieben. Eigentlich ist die Kündigung also nicht gültig.

Möglichkeit 2:

Du könntest den Vermieter darauf hinweisen, dass der Kündigungsverzicht im Mietvertrag steht. Wenn er von selbst anbietet, dass du nur die drei Monate einhalten sollst, wird ihm diese Klausel ja nicht so wichtig sein. Biete ihm an, das Ganze mit einem einen Aufhebungsvertrag zu regeln und den Vertrag offiziell zu beenden. Wenn er nicht zustimmt, kannst du ihm noch anbieten, einen Nachmieter zu suchen, damit er durch deinen Weggang keine Mietausfälle hat. Wichtig bei dem Aufhebungsvertrag bzw. der Nachmieter-Lösung: der Vermieter kann zustimmen, muss er aber nicht. Also bitten, nicht fordern :)

Möglichkeit 3:

Weise ihn auf den Kündigungsverzicht hin und stelle ihm Möglichkeit 1 und 2 zur Auswahl.

Noch ein kleiner Tipp am Rande: ich weiß nicht genau, wie die Situation mit der Ausbildung ist und ob das bei Ausbildungen so üblich ist, aber sei hier vorsichtig! Ich kenne viele Fälle, wo Leute ihre Wohnungen und Arbeitsplätze aufgrund von mündlichen Zusagen gekündigt haben und es dann am Ende doch nicht geklappt hat mit dem Job. Bevor du deine Wohnung kündigst, unterschreibe lieber erst den Vertrag. Sicher ist sicher.

Alles Gute und viel Erfolg bei der Ausbildung!

Antwort
von anitari, 23

Ich habe am 15. März 2015 einen Mietvertrag unterschrieben ist ein
privater Vermieter kein staatlicher sondern eine Person die ein
Wohnblock gekauft hat und es vermietet.

Das ist völlig unwichtig, Vermieter ist Vermieter.

Es ist ein Mietvertrag wo ein Passus steht, dass die Wohnung erst ab 2019 gekündigt werden kann.

Es ist vermutlich ein Kündigungsverzicht. Solcher ist bis 4 Jahre ab Vertragsabschluß zulässig. Muß aber die 3monatige Kündigungsfrist enthalten.

Darum ist der exakte Wortlaut, wie er im Vertrag steht, wichtig.

Oder ist dieser Passus gar nicht angekreuzt/ausgefüllt?

Expertenantwort
von uni1234, Community-Experte für Recht, 24

Grundsätzlich ist ein (gegenseitiger) Kündigungsverzicht wirksam, auch wenn ein vierjähriger Verzicht wohl am oberen Ende dessen ist was gegenüber einem privaten Mieter erlaubt ist.

Ich würde an deiner Stelle trotzdem kündigen und auf Deine besondere Situation hinweisen. Solltest Du dennoch erst 2019 aus dem Vertrag entlassen werden, würde ich im nächsten Schreiben die Gestattung der Untervermietung beantragen und die Wohnung dann selbst vermieten.

Antwort
von IceNet, 41

Als erstes würde ich auf eine schriftliche Bestätigung der Zusage warten!

Bei mündlichen Zusagen kann so viel schief gehen.

Als zweites, würde ich es nicht versuchen (auch wenn er es vergessen hat). Meiner Meinung nach wäre das ein Vertragsbruch, woraufhin du dann angezeigt werden kannst.

Falls du das nötige Geld hast, such dir einen Anwalt für Mietrecht. Eventuell geht ja auch eine Sonderkündigung wegen unzumutbarer Entfernung bis zur Arbeitsstelle.

Kommentar von Bitterkraut ,

Für Vertragsbruch kann man nicht angezeigt werden, das ist keine Straftat.

Antwort
von albatros, 19

Das Problem kann nur nach Kenntnis des exakten Wortlautes der Kündigungsverzichtsklausel geprüft und rechtlich beurteilt werden.

ALSO: Bitte sofort den wörtlichen Text hier einstellen, danach mehr von mir, wenn du möchtest.

Kommentar von albatros ,

Wo bleibt nun deine Erwiderung? Es geht hier doch für dich um viel Geld, oder?

Antwort
von kevin1905, 42

Nun meine Frage was meint ihr kann ich kündigen die Wohnung ich muss wirklich die Wohnung loswerden.

Du kannst es versuchen. Aber wenn der Vermieter sich doch dran erinnert schickt er dir vielleicht eine Bestätigung zum 15.03.2019.

Du kannst natürlich versuchen einen Nachmieter zu präsentieren, der statt deiner dort einzieht. Vielleicht findet sich ja jemand.

Kommentar von albatros ,

kevin allein zu haus, noch dazu ohne bgb ... das muss ja schief geh'n.

Kommentar von kevin1905 ,

Ist schon erstaunlich, wenn man ausgerechnet mir mangelnde Kenntnisse im Zivilrecht vorwirft.

Die Kündigung ist einseitg empfangsbedürftig und entfaltet ihre Wirksamkeit zum nächstmöglichen Zeitpunkt, wäre da hier wohl der 28.02.2019, da ein Mustermietvertrag keinen Kündigungsverzicht von mehr als 48 Monaten vorsehen kann, damit fällt der 31.03.2019 flach.

Wer meine Antworten kennt, solltest du, weiß dass ich manchmal die Fragesteller ein wenig dazu ermuntern möchte auf meine Antwort einzugehen und mehr zum Sachverhalt darzustellen.

Wir kennen den genauen Wortlaut des Vertags nicht, eine Rückmeldung des Fragestellers blieb bisher aus. Damit ist die Sache für mich auch erledigt.

Kommentar von DarthMario72 ,

schickt er dir vielleicht eine Bestätigung zum 15.03.2019

Einen Mietvertrag kann man regulär nicht zum 15. eines Monats kündigen, sondern nur zum Monatsletzten.

Du kannst natürlich versuchen einen Nachmieter zu präsentieren, der statt deiner dort einzieht. Vielleicht findet sich ja jemand.

Man kann hunderte geeigneter Interessenten vorshclagen, der Vermieter muss trotzdem nicht einen einzigen akzeptieren. Man hat auch auf diesem Weg keinerlei Anspruch darauf, vorzeitig einen Mietvertrag zu beenden.

Kommentar von kevin1905 ,

Man kann hunderte geeigneter Interessenten vorshclagen, der Vermieter muss trotzdem nicht einen einzigen akzeptieren.

Was anderes habe ich auch nicht behauptet.

Allerdings besteht die theoretische Möglichkeit, dass sich ein Interessent findet, der dem Vermieter zusagt.

Antwort
von nocheinnutzer, 34

kommt drauf an wie dein Vertrag formuliert ist.

Hast du eine Standard Mietvertrag oder ist das ein Vertrag mit gegenseitigem Kündigungsverzicht.

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