Frage von ceesp,

Kann ich beim Finanzamt widerspruch einlegen?

Hallo, wir haben grad unseren Einkommenssteuerbescheid für 2009 erhalten und sollen viel mehr Nachzahlen, als in den vergangenen Jahren.Grund dafür scheint eine Schätzung zu sein, die vorgenommen wurde weil bezogene Lohnersatzleistungen meines Mannes nicht korrekt von uns übermittelt worden sind.Er hat ca. 1600 Euro Krankengeld für 4 Monate bezogen und das Finanzamt hat 4000 Euro geschätzt.Irgendwie waren die nötigen Unterlagen von uns nicht so einfach zu beschaffen und wir haben uns nach einer Aufforderung gekümmert (schwierig da Krankenkase und ehemaliger Arbeitgeber sich nicht einig waren),sind dann aber davon ausgegangen, dass die Unterlagen direkt ans Finanzamt geschickt werden, was offensichtlich nicht der Fall war.Können wir gegen diesen Bescheid noch Widerspruch einlegen???Danke im Voraus für Antworten!

Antwort von coeleste,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

ja das kann man

Antwort von KlausLangner,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Warum geht ihr nicht zu einem Steuerberater? Das vermeidet viele kleine Formfehler, wegen derer eine Sache schief gehen könnte, obwohl man im Recht ist. Gruß, Klaus.

Antwort von supergirl2271,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Normalerweise 4 Wochen,aber das müsste auch in dem Bescheid angegeben sein

"gegen diesen bescheid ist wiederspruch einzulegen innerhalb von 4 Wochen"

Kommentar von mandelaua,

richtig, nur heißt der Widerspruch beim Finanzamt Einspruch.

Kommentar von supergirl2271,

Okay...

Kommentar von EnnoBecker,

Nein, nicht richtig. Die Frist beträgt einen Monat, nicht vier Wochen.

Kommentar von Fummel,

Hast bestimmt zuviel amerikanische Gerichtsserien geschaut.  Einspruch euer Ehren !!

Antwort von Fummel,

Aber schnellstens Widerspruch, geht doch zu einem Steuerexperten. Finanzamt muss euch allerdings auch beraten.

Antwort von Meandor,

Ja, innerhalb eines Monats ist das möglich und sollte evtl. auch gemacht werden, damit der Bescheid nicht bestandskräftig wird.

Ohne die Bescheinigung der Krankenkasse, denn diese bescheinigt die Höhe des Krankengeldes, wird der Einspruch aber auch nicht viel bringen.

Es ist zu beachten, dass der Einspruch keinen Einfluss auf das Zahlungsziel hat. Dafür muss man eine Stundung oder Aussetzung der Vollziehung beantragen.

Antwort von Gehrsitz,

Natürlich kannst Du einen Widerspruch beim Finanzamt einlegen. Da es sich bei dem Betrag um eine Schätzung handelt und zwischenzeitlich die korrekten Daten vorhanden sind, ist die normale Frist ohne Belang. Am besten allerdings möglichst schnell handeln, damit der Bescheid schnell korrigiert wird.

Kommentar von EnnoBecker,

"ist die normale Frist ohne Belang"
.
Aua. Böser Rat. Ist das Absicht oder Wissensmangel?

Antwort von Erasco91,

Ja, du kannst innerhalb von 4 Wochen nach erhalt des Bescheides Einspruch einlegen. Eventuell könnt ich auch noch einmal bei der Krankenkasse anfragen, die stellen in der Regel nämlich die Bescheinigung über die Höhe des Krankengeldes aus. Außerdem würde ich dir empfehlen den Sachbearbeiter im anzurufen, der kann dir sicherlich erklären wie die Schätzung zu Stande kommt und du kannst ihm deine Sicht darlegen.

Kommentar von EnnoBecker,

Nirgendwo steht was von vier Wochen. Die Frist beträgt einen Monat.
.
Falls dir der Unterschied zwischen vier Wochen und einem Monat nicht klar ist, dann kauf dir mal einen ganz normalen Kalender.

Kommentar von Erasco91,

Da hast du natürlich Recht, das Versehen möge mir vergeben werden. Kein Grund unfreundlich zu werden.

Kommentar von EnnoBecker,

Eben. Werde ich ja auch nicht. Guck mal, wie oft hier noch "vier Wochen" genannt wird.
.
Und was macht man, wenn man die Frist unverschuldet versäumt hat? Beispiel: Der Einspruchsführer bringt am letzten Tag der Einspruchsfrist seinen Brief zum Finanzamt. Kurz vor dem Briefkasten wird er von einer Gruppe Außerirdischer aufgegriffen und auf ihr Raumschiff verschleppt. Nach sechs Wochen kann er sich aber befreien und kehrt nach Hause zurück.
.
Den Brief hat er immer noch in seinem Täschchen.
.
Was ist zu tun?

Kommentar von munichr,

Trotzdem Einspruch einlegen. Du kennst dich doch mit der AO so aus, lass mal die §§ springen :-p Da war doch was von 1 Jahr oder so (dunkel erinnere ich mich)

Kommentar von Erasco91,

Da hast du dir wirklich ein tolles Beispiel ausgedacht. Nach § 110 AO hat er die Möglichkeit einen Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu stellen. Der Antrag ist innerhalb eines Monats nach Wegfall des Hindernisses zu stellen. Innerhalb der Antragsfrist ist die versäumte Handlung nachzuholen.

Kommentar von EnnoBecker,

Hihi, ja, mitten aus dem Leben gegriffen. Ich möchte gern die Begründung für den Wiedereinsetzungsantrag sehen...

Kommentar von Erasco91,

Vielleicht sind die Außerirdischen ja so nett und stellen eine Bescheinigung aus.

Kommentar von munichr,

Geeenau der war das. Da war doch was ^^

Antwort von mirob,

Auf dem Bescheid müsste doch hinten auf der Rückseite eigentlich draufstehen, dass man Einspruch einlegen kann.

Du liest Dir den Bescheid noch einmal ganz in Ruhe durch, vergleiche Deine Angaben mit den Zahlen des FA, und lege Einspruch ein....

Oder ruf bei der Service Hotline an, die helfen auch schon einmal weiter.... im groben-.

Kommentar von EnnoBecker,

"Oder ruf bei der Service Hotline an"
.
kicher
.
Du Schelm! Vielleicht sollte man auch die nette sexy Sachbearbeiterin zu sich nach Hause bestellen. "Zur Klärung eines Sachverhaltes".

Kommentar von mirob,

du hast recht, das ist die beste variante! die service hotline gibt es wirklich, zumindest in nrw.

Antwort von Regenbogen1958,

Ja, das steht beim zuständigen Akt als Belehrung, daß du innert einer Frist von 4 Wochen dagegen Einspruch erheben kannst!

Kommentar von EnnoBecker,

Nein, das steht dort nicht. Weder gibt es das Wort "innert" in der deutschen Sprache noch gibt es eine vierwöchige Frist im deutschen Abgabenrecht.

Kommentar von Regenbogen1958,

Doch du neunmalklug das Wort gibt es! Das sagt dir ein Ausländer!

Antwort von jospe,

du kannst jederzeit gegen einen steuerbescheid widerspruch einlegen, müßtest allerdings mit neuen fakten diesen begründen.

Kommentar von mandelaua,

man kann nur innerhalb von 4 Wochen nach Bekanntgabe des Bescheides Einspruch einlegen.

Antwort von nicknamelustig,

ja, widerspruch ist gegen einen verwaltungsakt meistens zulässig

Keine passende Antwort gefunden?

Verwandte Fragen

Verwandte Tipps

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten