Ich hatte heute morgen einen Termin bei meinem Zahnarzt, er wollte eine Parodontose - Behandlung durchführen, welche von der Krankenkasse bewilligt wurde.
Ich bin aufgestanden und unverrichteter Dinge gegangen, weil er sich weigerte, mir die örtliche Betäubung zu geben.
Er meinte, die Behandlung könne er dann nur in mindestens 4 Sitzungen durchführen und da er in dieser Zeit nur mich behandeln könne und keine weiteren Patienten, wäre es aus kostentechnischen Gründen nicht möglich - Schuld daran sei die neue Gesundheitsreform.
Ich muss dazu sagen, ich bin ein sogenannter " Angstpatient " - in jungen Jahren habe ich leider sehr schlechte Erfahrungen gemacht und bin teilweise jahrelang nicht zum Zahnarzt gegangen. Hatte dann einen sehr guten Zahnarzt gefunden, der auch Verständnis für meine Situation hatte, habe sogar jeweils eine knappe Stunde Hin- und Rückweg in Kauf genommen, doch ist dieser im vergangenen Jahr in seinen wohlverdienten Ruhestand gegangen.
Bei dem jetzigen bin ich seit Anfang des Jahres in Behandlung, habe von Anfang an gesagt, dass ich ohne Spritze meinen Mund nicht aufmache.
Ist das richtig, dass er mir die örtliche Betäubung verweigern darf ?
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eine Parodontose-Behandlung ohne Betäubung ist Folter.

Wechsel dein Zahnarzt. Der hat sie ja wohl nicht mehr alle, von wegen "ohne Betäubung"

Also, bei mir steht demnächst auch so eine Behandlung an. Mein Zahnarzt macht das mit Betäubung, da ich auch ein absoluter "Angstpatient" bin. Nachdem ich ihm einmal den Bohrer aus der Hand geschlagen habe, weil es wehtat, gibt er mir lieber eine Spritze mehr als zu wenig. Außerdem darf ich bein ihm z.B. Musik hören, um mich abzulenken. Würde Dir raten, einen anderen Zahnarzt aufzusuchen, der verständnisvoller ist.
Ich habe mal einem Zahnarzt eine "gescheuert". - Denke, du kannst mich verstehen...
Rennsemml2 am 18. März 2009 12:24 Absolut ;-)) Deswegen denke ich, sollte man sich einen Zahnarzt suchen, der auch auf "Angstpatienten" eingeht.
Hatte er bei meinem ersten Besuch auch zugesagt.

Jeder auf das Wohl der Patienten bedachte Zahnarzt wird bei der Behandlung eine Betäubung vornehmen. Ich würde den Zahnarzt wechseln.

Die "Richtige" Parodontose Behandlung übersteht kein Mensch ohne Betäubung! Dort wird teilweise das Zahnfleisch weggeschnitten.
Zahnstein entfernen geht ohne weiteres ohne Betäubung. Da ist nur ein schrilles Geräusch zu hören jedoch sind keine Schmerzen zu erwarten... WENN es ordentlich und Fachgerecht gemacht wird.
Ja, ich wäre an Deiner Stelle auch gegangen! L.G.

Die Kosten der Spritzen dürfen nicht auf Dich abgewälzt werden. Nun, ander User erklären es ja auch: Ohne Spritze ist die Behandlung schwierig durchzuführen.
Vielen Dank.
Ich denke mal, du kannst verstehen, wie ich mich fühle.
Ein kräftiges DH !
Muss dazu sagen, er hat keine Laser - Geräte.
Siam1 am 18. März 2009 12:02 Ohne Betäubung lässt die sich gar nicht durchführen!! weil auch teilweise schmerzhaft. Der Zahnarzt muss ja auch mit seinen Instrumenten überall hinkommen. Habe leider selbst Paro, und beantrage regelmäßig alle 2 J.die Parobehandlung . Eine Betäubung darf der Arzt nicht verweigern. Wüde den Arzt wechseln. Auch würde ich das der KK melden. Bin echt entsetzt, was Dir dein Arzt zumuten möchte. Ich lass mir übrigens auch bei anderen Behandlungen eine Spritze geben. Meinem Arzt ist das lieber, dann kann er unbesorgt arbeiten,ohne dass ich an die Decke gehe. (Würde auch einen Arzt suchen, der mit Laser arbeitet, dann kann er mit beiden Methoden arbeiten.)
Dein Rat mit der KK ist toll - werde mal anrufen und fragen, was die dazu sagen.
Wenn du das selber bezahlst kannste eigentlich darauf bestehen außer wenn das die behandlung stört. meine schwester macht das auch.
Wird doch von der Krankenkasse bezahlt - die hat ihr OK gegeben - würde die Spritze aber auch selbst zahlen.

Bei geschlossenem Mund wird Dir niemand eine örtliche Betäubungsspritze geben können! Du wirst auch nur schlecht andere Ärzte finden, die Deine Vorschläge, wie die Behandlung auszusehen hat, eingehen. Angstpatienten? Was ist das! Jder hat Angst. Es gibt nur erhöhten Behandlungsaufwand. Solche Angst kann wohl kaum behandelt werden. Heute gibt es wohl kaum noch Ärzte, wie der, der diese Angst bei Dir auslöste.
Siam1 am 18. März 2009 12:07 verstehe ich nicht, Fragesteller möchte ja deswegen eine Spritze, damit Arzt unbesorgt arbeiten kann. Du machtst aber Mut!
JoScho am 18. März 2009 12:17 Wie soll bitte schön ein Zahnarzt arbeiten, wenn ein Patient den Mund nicht öffnet, durch die Wange eine Spritze geben? Wenn Patienten die Diagnose selber stellen und die Behandlung vorschreiben, warum gehen sie dann noch zu einem Arzt?! Der Arzt entscheidet, ob er eine Behandlung durchführen möchte, für die er auch verantwortlich ist.
Wie Siam schreibt, ich will die Spritze, und wenn die nicht auf dem Tablett liegt und der Zahnarzt sie nicht benutzt, mache ich meinen Mund nicht auf !
- Die Diagnose habe ich nicht selbst gestellt.
- Die Behandlung schreibe ich auch nicht vor, bestehe nur auf die Spritze.
Die Angst hat ihre Ursache, sei froh, dass du diese Erfahrungen nicht machen musstest, denn, dann wüsstest Du auch, wie sich die Angst bemerkbar macht.
Siam1 am 18. März 2009 17:31 @JoScho, User ottierich hat weder Diagnose und Behandlungsart vorgeschrieben. Lediglich hat er auf eine Spritze zur Betäubung bestanden. Das ist doch von ihm nicht zuviel verlangt.
Danke wurzel !
Also, um die Frage abzuschließen. - Vielleicht rufen andere interessierte User die Frage zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal auf.
Habe den Rat von Siam befolgt, und die Krankenkasse angerufen, die haben mir folgendes geantwortet :
Der Zahnarzt darf die Spritze nicht verweigern, schon gar nicht bei einer Parodontose - Behandlung.
Die Dame von der KK war entsetzt, wird sich noch einmal intensiv darum kümmern.
Vielen Dank noch einmal an alle, die mir guten Rat gegeben und auch Verständis gezeigt haben.
Siam1 am 18. März 2009 17:27 Schön, von Dir ein Feedback zu hören, leider bekommt man das selten, (gerne wüsste man manchmal was daraus geworden ist, zumindest ergeht es mir so.)
Also, das ist eine erfreuliche Nachricht. Was ich noch zur der Laserbehandlung sagen möchte. Sie muss nicht unbedingt immer bei der Parobehandlung eingesetzt werden, manchmal reicht auch eine Kürtage.(das ist laienhaft gesagt, ein Auskratzen unterm Zahnfleischrand, da wo man nicht mit der Zahnbürste nicht hinkommt.) Auch kommt es auf das Stadium der Paro an wie groß die Taschen sind. (Auch muss nicht immer geschnitten werden, kommt immer darauf an.) Aber das wird der Arzt beurteilen .Ich antworte Dir nur als Laie, wohlgemerkt. Also der Laser ersetzt nicht die med. Instrumente. Nicht alle Zahnärzte sind mit Lasergeräten ausgestattet und behandeln damit. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Laserbehandlung die KK übernimmt. Zumindest hat mein Bekannter sie aus eigener Tasche bezahlt. Dessen Zahnärztin hat das irgendwie mit den anderen Kassenleistungen verrechnet. Aber es musste noch ganz schön was drauf zahlen. Deshalb würde ich den Zahnarzt danach fragen, damit ich Dir nichts Falsches sage. Auch fragen, was Du selbst drauf zahlen musst. Ein guter Zahnarzt erklärt auch die Behandlungsweise und Ablauf der Behandlung. Es ist nun mal erwiesen, je mehr der Zahnarzt den Patienten informiert und aufklärt, umso besser kann der Patient damit umgehen, und wird immer mehr die Angst verlieren. Bei manchen Zahnärzten ist das noch nicht angekommen. Nun, ich bin im Laufe der Zeit rigoroser geworden. Meinen letzten Zahnarzt habe ich gefragt: „Nehmen Sie sich grundsätzlich Zeit dem Patienten etwas zu erklären, oder gehören Sie zu denen, die… ansonsten brauche ich erst gar nicht bei Ihnen einen Termin ausmachen?“ Das ist ein bisschen frech, ich gebe zu, aber meine einzige Möglichkeit, dass ich nicht ganz so verkrampft zur Zahnarztbehandlung gehe. Man muss sich selber helfen. Natürlich ist mir klar, dass ich die Zeit des Arztes auch nicht überstrapazieren kann, denn die KK zahlt ihn ja nicht für eine- Stunde- Beratung. Übrigens, jetzt bin ich seit ein paar Wochen bei einer Zahnärztin, da klappt es. Ach so und nicht vergessen. Die Professionelle Zahnreinigung (PZR) musst Du zwischendurch auch machen. Heb Dir dafür die Belege auf, dann kannst Du auch alles schön nachweisen, was Du an Eigenleistung und Eigeninitiative erbracht hast, Am Besten ein eigens dafür angelegten Ordner. Auch lege Dir ein Bonusheft an, wenn Du nicht inzwischen eines hast. Das Bonusheft bekommst Du von der KK. Ich denke, nach allem wirst Du Dir sicherlich nun einen anderen Zahnarzt suchen….
http://www.medizin-forum.de/archiv/viewtopic.php?p=229291&sid=bbb3c61874954f2505a65b1b346e8360
habe Dir den Link geschickt, weil ich medizinforum.de und zahnfilm.de gut finde.
Danke Siam, du hast mir wirklich geholfen !
Das ist meine Befürchtung !
Und das zu recht.