Frage von komodowaran77, 34

Kann ich auf die Steuererklärung verzichten, wenn bereits eine Schätzung vorliegt?

Habe ein Kleinstunternehmen und die Steuerklärung immer mit Papier gemacht. . Nun sollte ich es seit 2014 mit Elster online machen. Habs aber leider bisher nicht geschafft.

Nun hab ich bereits für 2014 und 2015 Festsetzungen aufgrund von Schätzungen bekommen, die ich alle bereits bezahlt habe.

Kann ich nun auf die Steuererklärung verzichten, oder muss ich sie trotzdem noch machen, bzw. was riskiere ich , wenn ichs nicht mache.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Qochata, 14

Du musst sie auf jeden Fall machen. Ärger bekommst du vom FA, wenn du sie nicht machst

Antwort
von Petz1900, 13

Sollte die tatsächliche festzusetzende Einkommensteuer höher sein als die geschätzte begehst du Steuerhinterziehung, wenn du keine Steuererklärung abgibst.

Antwort
von Asturias, 17

Schätzen fallen immer deutlich höher aus als die tatsächliche Steuerlast. Ich empfehle dringend die Steuererklärungen zu erstellen. Die meisten kleinen und jungen Betriebe scheitern an mangelnden Kenntnissen in Buchhaltung.

Kommentar von Hefti15 ,

Falsch. Zitat:


Die Steuerschätzung soll laut Gesetzgeber möglichst den realistischen Tatsachen entsprechen.Das heißt, es soll vom Finanzamt mit möglichst exakten Werten gerechnet werden. Allerdings erlaubt das Gesetz, Höchstmaßstäbe anzusetzen. Diese können sich beispielsweise an Erfahrungswerten der Branche orientieren.

Jedoch ist es nicht erlaubt, einfach Zahlen vom Hörensagen zu nutzen. Auch eine Strafschätzung ist nicht erlaubt. Hiergegen können Steuerpflichtige Einspruch erheben. Gleiches gilt, wenn das Finanzamt die Steuer absichtlich zu hoch schätzt
.

Das dein erster Satz nicht stimmen kann, kann man schon mit einfachem nachdenken herausfinden.

Steuerpflichtiger X hat einen Betrieb A macht jedes Jahr 15.000 Euro Gewinn. Fürs Jahr x gibt der Betrieb keine Steuererklärung bzw. Voranmeldung ab und macht einen Gewinn von 1.200.000 Euro. Fiktion, die Steuer würde hierfür 400.000 Euro betragen.

Wenn deine "Geschichte" also wahr wäre, müsste das FA also eine Schätzung von 500.000 Euro (deutlich höher) feststellen.

Dies würde auf der einen Seite bedeuten, dass das FA Hellseher hat, die wissen, wie hoch der Gewinn tatsächlich ist. Wenn sie keine Hellseher haben, dann müssten sie bei jedem Betrieb der in Höhe von 15.000 Euro Gewinn macht, keine Steuererklärung für ein Jahr abgibt, 500.000 Euro im Schätzungsbescheid festsetzen....

Antwort
von joheipo, 15

Nein, bist trotz Schätzung zur Abgabe verpflichtet.

Solltest Du auch unbedingt tun. Schätzungen pflegen stets zu hoch auszufallen. Wenn Du noch irgendwo ein paar Kostenbelege findest und die in die Erklärungen einfließen, kriegst Du unter Umständen sogar was zurück (falls die Schätzungen nicht mittlerweile bestandskräftig geworden sind).

Antwort
von Narwin, 4

die Frage ist eine Steuererklärung in Papierform zulässig.?

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