
Du kannst es versuchen, aber ich befürchte, der neue Stromanbieter legt auf Dich als Kunden nicht viel Wert. Auch bei einem Wechsel wirst Du Deine Schulden beim alten Anbieter zahlen müssen.
Langsam empfinde ich Fragen dieser Art als lästig. Zur Beantwortung ist hier lediglich der gesunde Menschenverstand notwendig. Schulden, ganz gleich wie sie entstanden sind, haben beglichen zu werden. Ein Wechsel, und da haben alle Antworten die ich hierzu gelesen habe eine Berechtigung, ist möglich, jedoch was soll's nützen? Gleiches Verbrauchsverhalten, geringfügig niedrigerer Preis und in 12 Monaten haben wir die gleiche Frage wieder auf dieser Seite. Als "Erbsenzähler" habe ich meine Zählerstände regelmäßig im Auge, derartige Fragen können garnicht erst aufkommen. Sollte unterjährig ein Zustand eintreten, der es erforderlich macht die Vorauszahlung zu erhöhen: ein Anruf, ein Brief und schon kann die Schuldenfalle nicht mehr zuschnappen. Also: Schulden ausgleichen, wechseln, Zähler beobachten und RECHTZEITIG reagieren.

Um die Zahlung deiner Schulden kommst du aber nicht herum!

Wechseln kannst Du...aber Strom wirst Du keinen bekommen

du kannst es ja mal versuchen, nur wirst du dann sehr schnell dahinter kommen, dass es da sowas wie Informationen gibt und ehe du deine Schulden beim ersten Versorger nicht beglichen hast, wird der neue auch nicht dein Partner werden..
davon ganz abgesehen, was ist das für eine Mentalität meinen zu müssen, ich kann ja schnell wechseln und dann bin ich weg, soll doch der andere zusehen, wie er an die Kohle kommt..

meines wissens nach, wollen alle den ehemaligen anbieter wissen und da werden die nachfragen.. du wirst wohl erst zahlen müssen..

Der andere Anbieter wird gerne auf einen nichtzahlenden Kunden verzichten.
Das bringt doch nichts. Mit deinem jetzigem Stomanbieter kannst Du sicherlich Ratenzahlung vereinbaren. Du bist da ja Kunde, Sie wollen Ihr Geld, und jeder Kunde zählt. Ein neuer Stromanbieter wird sich auf nichts einlassen. Da ist ganz schnell das Licht aus. L.G.
Ich glaube nicht, dass es zwischen den Stromanbietern schon ein so ausgekügeltes Informationssystem gibt wie bei den Banken. Ausserdem wollen die Kunden binden - solange ihre Rechnungen beglichen werden, ist es denen egal, ob es alte unbezahlte Rechnungen bei anderen Anbietern gibt... Das kenne ich definitiv von Telekommunikationsfirmen.
Wenn Du wechselst, dann bekommst Du erst mal Wechselstrom! Wenn das die neue Masche wird, dann mache ich das auch so, wenn die Mahnungen kommen, dann nehme ich einen anderen Anbieter, und sage dem vorigen, das habt ihr davon, ihr mit eueren Mahnungen! Einer fragte mich mal, ob das geht, bei einer Sparkasse ein Konto eröffnen, 10 DM einzahlen, (ist schon länger her), und dann immer nur noch Geld abheben? Nun, wenn die dann kein Geld mehr herausgeben wollen, dann könnte man doch auch die Kasse wechseln, und das Gleiche von vorne machen! Nur so kann man zu Geld kommen!
... also sieht man mal davon ab, dass das von Dir natürlich nicht o.K. ist: Der neue Anbieter erfährt vom ehemaligen Anbieter nicht, ob der Kunde Schulden hatte. Abgesehen davon, dass diese Info unter den Datenschutz fallen würde und dass der alte Anbieter sicher froh wäre, einen Schlechtzahler los zu werden, (warum soll er einen Konkurrenten über Zahlungsrückstände informieren?) weiß nämlich der alte Anbieter eigentlich garnix von den Schulden. Klingt komisch, hat aber etwas mit dem Unbundling in der Stromwirtschaft zu tun. Erzeugung, Netz und Vertrieb sind hier eigenständige Einheiten. Die Kündigung beim alten und Anmeldung beim neuen Anbieter geht im Netzbereich ein und die Mitarbeiter im Netz haben keinen Zugang zu Informationen des Vertriebs. Es gibt getrennte IT-Systeme und ein straffes Berechtigungskonzept. Umgekehrt ist es genauso. Der eigene Vertrieb wird genauso (nach meinen Erfahrungen sogar eher schlechter, weil man sich unter keinen Umständen dem Vorwurf aussetzen will, den eigenen Vertrieb zu bevorzugen ...) gestellt als der Vertrieb von anderen Anbietern und hat keinen Zugang zu Netzdaten, z.B. Verbrauchsverhalten eines "abgewanderten" Kunden. Glaubt ihr nicht? Kann ich verstehen, ist aber so. Ich kann nur für das EVU sprechen, bei dem ich arbeite, aber ich glaube nicht, dass das bei anderen EVUs anders gehandhabt wird. Verfehlungen kämen abgesehen davon auch ziemlich teuer, die BNA schaut den EVUs hier sehr genau auf die Finger. Aber ... bevor Du Dich zu früh freust: Der neue Anbieter holt sich sicher eine Auskunft bei der Schufa ein oder nutzt andere Möglichkeiten. Und der alte Anbieter wird natürlich das gerichtliche Mahnverfahren gegen Dich einleiten. Wenn Dir der neue Anbieter wegen Zahlungsrückständen kündigt, bist Du automatisch wieder bei Deinem ehemaligen Anbieter in der Ersatzversorgung und die werden dann auch sehr schnell wegen der Altforderungen den Zähler abklemmen. Also: - Ehrlich währt am längsten ... Du hast den Strom ja auch verbraucht ...