Frage von yuppieyuppie, 130

Kann ich Antidepressiva nehmen und Alkohol trinken?

Werde morgen höchstwahrscheinlich einen draufmachen und auch Alkohol trinken. Allerdings nehme ich ADs und die Apothekerin hat mir abgeraten damit Alkohol zu trinken. Soweit ich weiß gibt es keine Wechselwirkungen zwischen dem AD und Alkohol, allerdings wird in der Packungsbeilage davon abgeraten. Ich werde es trotzdem machen, denn ich kann wohl kaum die nächsten Jahre auch Alkohol verzichten, schon allein weil meine Freunde dahinter kommen würden, dass etwas nicht stimmt. Was wird passieren, wenn ich es mache?

Antwort
von karinili, 66

Es steht nicht umsonst dort. Alkohol ist ein Nervengift und wirkt auf die Psyche ein. Weshalb man das nicht mit Alkohol kombinieren soll, sollte eigentlich auf der Hand liegen. Die Apothekerin und die Packungsbeilage sagen das nicht umsonst. Antidepressiva sind Psychopharmaka und als solche nicht gerade unbedenklich.

Würdest du ein Schmerzmittel oder Antibiotika mit Alkohol kombinieren? Wohl eher nicht…

Ein, zwei Gläser Wein oder Bier sind sicherlich okay, aber auf mehr würde ich gerade wegen Wechselwirkungen und der psychischen Belastung lassen. Wenn du Pech hast, löst der Cocktail eine Panikattacke aus und dann gerätst du erst in Erklärungsnot…

Zum Thema man kann nicht auf Alkohol verzichten: Ich bin 23, trinke keinen Alkohol und habe immer meinen Spaß auf Feiern ;)

Kommentar von KnifeParty3 ,

naja aber mit Alk hat man einfach noch viel mehr spaß finde ich

Kommentar von karinili ,

Denk mal darüber nach, ob du wirklich Alkohol brauchst, um Spaß zu haben ;) Macht als Nervengift schließlich auch Gehirnzellen und Erinnerungen zu nichte.

Wie gesagt, Alkohol ist und bleibt ein Nervengift, dass man nicht mit verschreibungspflichtigen Medikamenten kombinieren sollte – schon gar nicht, wenn es ausdrücklich in der Packungsbeilage steht und dir von der Apothekerin abgeraten wird.

Kommentar von yuppieyuppie ,

Aber die Sache ist ja, ich trinke gern Alkohol. Mag sein, dass man auch ohne Spaß haben kann, aber nicht annähernd so viel wie mit.

Antwort
von hupsipu, 23

Sofern Du die AD schon eine Weile nimmst und gut eingestellt bist geht das. Falls nicht: lass es bleiben. Ich hab 3 Wochen nach Einnahmebeginn auch gedacht ich müsste trinken und hab nach einem Bier nur noch überkreuz geguckt, war völlig weggenebelt und wurde von zwei Freunden ins Bett bugsiert (so viel zum Thema es merkt dann keiner...).
Wie gesagt, falls Du schon gut daran gewöhnt bist musst Du nicht komplett verzichten. Stell Dich aber darauf ein dass der Alkohol anders wirkt. Bei mir war es so dass ich erst verzögert, dann aber sehr heftig was gemerkt habe - also erstmal ein Getränk langsam trinken (nix starkes!), halbe Stunde warten, mal zur Toilette gehen und "Selbstwahrnehmung" machen, und so weiter.

Antwort
von Stellwerk, 44

"und die Apothekerin hat mir abgeraten damit Alkohol zu trinken."

"allerdings wird in der Packungsbeilage davon abgeraten".

Du kannst natürlich nochmal Deinen Arzt fragen, aber der wird Dir auch abraten. Da kann alles mögliche auftreten, von Kreislaufproblemen bis zu psychischeren Aussetzern. Von der Belastung der Leber, die ja auch die Medikamente abbauen muss, ganz zu schweigen.

Lass es sein. Oder probier es wirklich langsam. Trink halt ein Bier morgen und lass es damit gut sein.

"schon allein weil meine Freunde dahinter kommen würden, dass etwas nicht stimmt."

Und hierzu kann ich nur sagen: was ist das für ein Freundschaftsverhältnis, wenn man nicht zugeben darf/will, dass man Probleme hat? Nicht gerade förderlich bei psychischen Erkrankungen. Vielleicht eine gute Gelegenheit, den Freundeskreis mal ein wenig zu sortieren.

Kommentar von yuppieyuppie ,

An meinen Freunden liegt das nicht, ich hab nur selber die Entscheidung getroffen keinem zu erzählen, was nicht heißt, dass sie nicht verständnisvoll wären. Selbst wenn sie das sind, ändert das nichts dran, dass psychisch Kranke stigmatisiert sind und dieses Bild hängt mir dann ewig an. Das möchte ich nicht.

Kommentar von implying ,

du könntest ansonsten auch erzählen du nimmst antibiotika. hat sogar den gleichen effekt mit alkohol.

Kommentar von ybfans21 ,

Gerade aus dem Grund der Stigmatisierung solltest du deinen Freunden davon erzählen.
Ich bin selber psychisch krank und habe mit dem erzählen weitaus die besseren erfahrungen gemacht, als mit dem todschweigen oder lügnen.

Antwort
von Jeally, 42

Das kann von Übelkeit bis zu Halluzinationen führen, ich würde davon abraten

Antwort
von Ostsee1982, 22

Allerdings nehme ich ADs und die Apothekerin hat mir abgeraten damit Alkohol zu trinken.

Dann hast du deine Antwort ja bereits fachkundig bekommen. Was du daraus machst liegt in deiner eigenen Verantwortung.

Antwort
von Brot454, 56

Könnten Wechsel Wirkungen geben, von Halluzinationen bis totaler überempfindlichkeit. Kann alles sein, Ich würde mich ganz langsam rantasten und den Arzt fragen.

Antwort
von Phantom15, 26

Ich rate dir davon ab.

Du hast Dir das bestimmt nicht aus Spaß verschreiben lassen. Und was Deine Freunde betrifft, so erzähle es ihnen und rede nicht drumherum. Es sind ja immerhin deine Freunde.

Antwort
von implying, 49

kann man schon machen, solange man vorsichtig macht. die wirkung vom alkohol wird dann sehr wahrscheinlich relativ plötzlich und verstärkt eintreten. außerdem sind stimmungsschwankungen möglich.

sag doch einfach du möchtest ein par unnötige kalorien vermeiden über die weihnachtszeit ;)

Kommentar von Hayat17 ,

Muss man Alkohol trinken nur weil die Freunde es auch tun? Das ist vielleicht eine Mitläufer Aussage.

Kommentar von implying ,

o.ô hab ich das irgendwo so gesagt?

Kommentar von yuppieyuppie ,

Nein, aber ich will es ja selber. 

Antwort
von Hayat17, 36

Bitte kein Alkohol trinken. Antidepressiva sind oft nicht ohne Nebenwirkungen. Alkohol macht es nur schlimmer. Das ist ein Nervengift!

Antwort
von Jensen1970, 33

Du wirst deine Situation verschlimmern

Antwort
von Igor1982, 43

"die Apothekerin hat mir abgeraten damit Alkohol zu trinken"

Du hast deine Frage selbst beantwortet, oder ?
Man kann auch ohne Alk Spaß haben.

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