Frage von 55555555555555, 159

Kann ich anstelle eines 6,3 V Kondensator auch einen mit 16 Volt verwenden?

Hallo, ich brauch für einen Minimal-Lader im Fahrrad einen Elko mit 6,3 V, finde aber bloß einen mit 16 Volt. Geht das trotzdem?

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Elektrik, Elektronik, Elektrotechnik, 60

kannste bedenkenlos verwnden, die spannung am kondensator muss nur höher sein, als die zu erwartende spannung an der schaltung...

ein kondensator höhrerer spannungsfestigkeit hat bei gleicher kapazität eben etwas größere ausmaße. sonst ist da kein nachteil in sicht.

man nimmt so wie so, wenns halten soll generell eine oder zwei nummern größer. z.b. bei einer schaltung, die im 12 volt bereich arbeiten soll. besonders im kfz, wo 12 volt schon mal sehr großzügig definiert sind, z.b. 25 oder sogar 35 volt spannungsfestigkeit.

lg, Anna

Antwort
von unlocker, 93

ja, das ist nur die maximale Spannung, die er aushält. Ist halt bei gleicher Kapazität vermutlich etwas größer

Kommentar von 55555555555555 ,

Das denke ich nämlich auch.

Aber bist du dir da ganz sicher?

Kommentar von unlocker ,

Ja. Ich repariere Büroelektronik (und vieles andere, das sich noch reparieren lässt)

Kommentar von 55555555555555 ,

Danke.

Dann frag ich dich hier gleich noch, damit ich keine neue Frage aufmachen muss...

Ich kann doch anstelle eines bipolaren Elko auch 2 polare antiseriell schalten wenn ich die Kapazität verdoppel oder?

Kommentar von unlocker ,

ja, im Prinzip ist ein pipolarer so wie zwei unipolare antiseriell geschaltet. Allerdings werden da oft noch Dioden dazugeschaltet http://www.elektronik-tipps.de/archiv/bipolaren-kondensator-basteln/

Kommentar von 55555555555555 ,

Danke.

Ich bräuchte nämlich einen mit 1000 bis 10000 µF bipolar und da gibts nicht viele :)

Kommentar von weckmannu ,

Für ein Ladegerät braucht man normalerweise keinen bipolaren Kondensator. Ich vermute hier einen Denkfehler.

Kommentar von ronnyarmin ,

Da bin ich mir für unlocker mit ganz sicher.

Du kannst es dir aber auch selber überlegen: Was sollte passieren, wenn der Kondensator statt an den zulässigen 16V nur an 6,3V angschlossen wird?

Umgekehrt wärs übel.

Kommentar von 55555555555555 ,

Jo ich dachte nur dass sich das vielleicht auf irgendwas auswirkt

Kommentar von weckmannu ,

Das 'irgendwas' ist die mechanische Grösse und der Preis. Der evtl. Leckstrom wird eher kleiner mit höherer Spannungsfestigkeit.

Antwort
von strol, 84

Bei der Kondensatorwahl muss man auf 3 Dinge achten.

1. Gepolter Kondensator oder ungepolt. Bei gepolten Elkos die Polung beachten

2. Die Kapazität: Ist die Angabe in Fahrenheit und beschreibt, wie der Kondensator sich auf die Schaltung auswirkt.

3. Die Nennspannung. Diese Angabe wirkt sich nicht auf das Verhalten des Kondensators aus. Diese Angabe gibt lediglich an, bis zu welche Spannung zwischen den Anschlüssen der Kondensator betrieben werden kann, ehe er kaputt geht.
Je höher dieser Wert, desto besser.

Logische Schlussfolgerung. Du kannst problemlos einen 16V Kondensator anstatt eines 6,3V benutzen.
Auf Kapazität und Polung musst du zudem auch achten.

Kommentar von Kesselwagen ,

Ist die Angabe in Fahrenheit

... in Farad (F) ;-)

Kommentar von 55555555555555 ,

Fahrenheit lol :)

Ja den Rest hab ich gewusst danke

Kommentar von strol ,

Shit. Kann das nicht mehr ändern :D

Ich meinte natürlich Farad. Hab nur grad nebenbei was mit Temperaturen zu tun gehabt und war nur zur Hälfte geistig anwesend. :D

Kommentar von kuku27 ,

Humor ist's wenn man trotzdem lacht.

An deiner Antwort kann man aber eh erkennen dass du weißt wovon du schreibst. War bis auf einen kleinen Test der Aufmerksamkeit der Leser sehr gut :-)

Kommentar von W00dp3ckr ,

+1

Antwort
von weckmannu, 28

Je nachdem, was du laden willst, ist die minimale Schaltung am effektivsten. Also ein Grätzgleichrichter mit Schottkydioden. Danach der grosse Pufferkondensator ist nur nötig, wenn brummempfindliche Geräte, also z.B. Radio, angeschlossen werden sollen. Handyladegeräte sind mit einem einfachen Ladekondensator zufrieden. Sie greifen mit höherer Frequenz zu. Pipolar bringt gar nichts. Ein Gleichrichter erzeugt schliesslich eindeutig + und -.

Eine Zenerdiode ist nur sinnvoll, wenn man Überspannung vermeiden muss. Sie kostet natürlich, sobald sie durchlässt, Leistung.

Kommentar von 55555555555555 ,

Ich möchte unter dem Fahrradfahren z.B. ein Handy laden können.

Ich dachte mit ich bau mir einen Gleichrichter aus 4 Schottkys, der über einen nicht-polarisierter Kondensator läuft, um die Induktivität der Nabendynamo-Spule zu kompensieren und so dessen Strom-Output bei mittlerem bis schnellem Tempo zu erhöhen.

Dahinter eine Zener Diode (1N5338B) und paralell noch einen 1.000–10.000 µF dazu, der glättet die pulsierende Gleichspannung.

Kommentar von weckmannu ,

Der Kondensator nach dem Gleichrichter wird nur unipolar belastet. Den Aufwand für bipolar kann man sich sparen - es gibt keine Kompensation, da die Frequenz nicht konstant ist.

der nichtpolarisierte Kondensator vor dem Gleichrichter ist sinnlos.

Kommentar von 55555555555555 ,

Nein nein du hast was verwechselt. Zwischen Dynamo und Gleichrichter kommt der bipolare (bestehend aus zwei polaren doppelter Kapazität). Und dahinter (am DC Ausgang) kommt der polare 

Kommentar von weckmannu ,

Ich habe durchaus verstanden und bleibe dabei: das bringt nichts ausser Verlusten. So kann man nicht kompensieren, da die Drehzahl und damit die Frequenz stark variiert. Kompensation in Stromnetzen funktioniert bei konstant 50 Hz.

Antwort
von josef050153, 27

Mit höherer Spannung geht das, wenn die Kapazität stimmt.

Expertenantwort
von realistir, Community-Experte für Elektronik, 31

Hat der Minimal-Lader einen Gleichrichter intern? Meist haben Fahrräder einen Dynamo und der liefert Wechselstrom.

Ein Elko an höherer Wechselspannung als 1 oder 2 Volt sollte vermieden werden, wenn es ein gepolter ist. Meistens sind die das. Welchen Lader hast du?

Kommentar von 55555555555555 ,

Ich dachte mit ich bau mir einen Gleichrichter aus 4 Schottkys, der über einen nicht-polarisierter Kondensator läuft, um die Induktivität der Nabendynamo-Spule zu kompensieren und so dessen Strom-Output bei mittlerem bis schnellem Tempo zu erhöhen.

Dahinter eine Zener Diode (1N5338B) und noch einen 1.000–10.000 µF dazu, der glättet die pulsierende Gleichspannung.

So weit die Theorie, ob es funktioniert werd ich sehen.




Kommentar von weckmannu ,

Die Theorie ist ziemlich unortodox. Die Zenerdiode schluckt Energie. Das ganze kann nur eine Grätzgleichrichterschaltung mit Ladekondensator sein. Man kompensiert mit einem Kondensator keine Induktivität bei den am Fahrrad stark schwankenden Drehzahlen und dadurch Frequenzen. Stromoutput kann nur in den Impulspausen durch Grösse des Pufferkondensators erhöht werden, sonst wäre es ein Perpetuum mobile.

Kommentar von 55555555555555 ,

Die Zener muss Energie schlucken, da sonst am USB Anschluss zu viel ankommt.

Dass der Kondensator die Induktivität der Nabendynamo-Spule kompensiert weiß ich.

Also: Aus den 4 Schottkys bau ich einen Gleichrichter, der über diesen Kondensator an der Spule angeschlossen ist.

Am Gleichspannungsausgang schließe ich die Zener, einen Elko 1.000–10.000 µF/6,3 V; 105 °C; low-ESR und die USB Buchse parallel an.

Wieso sollte das nicht gehen?

Kommentar von realistir ,

entschuldige wenn ich so spät antworte. GF ließ keine Antworten zu, weil man einfach gesperrt werden kann ;-) Warum gesperrt muss man umständlich erfragen, hat dann aber nur zu hören was pauschal vorgeworfen wurde und zu ändern istund war dann sowieso nichts.

Also, deine Idee mag ja gut und schön sein, aber sinnvoll geplant ist da wenig. Du vermutest mehr als du messtechnisch erfasst hast.

Ich müsste mein Rad von der Decke wuchten, Messgerät anschließen und ne Testfahrt machen, um für mich planen und bauen zu können. Nur, mein Rad hat einen Nabendynamo. Ob der ähnliche Werte liefern würde wie ein normaler Kippdynamo bleibt fraglich.

Deine Schaltung mit shottky mag Sinn machen, um nicht viel Spannungsverlust zu haben bei Gleichrichtung. Aber Zenerdiode mag zwar als Spannungsbegrenzung okay sein, wenn aber nicht richtig dimensioniert kann das groß in die Hose gehen. Ferner nützt Zener nur hinsichtlich Spannungsschutz über 5 Volt.

Falls der Dynamo und Gleichrichtung nur 2,7 bis 3,7 Volt liefert, ist das für die USB Spezifikation zu wenig. USB garantiert ja normal 5 Volt. Ob dein geplanter Versuchsaufbau diese Bedingung einhalten kann, bleibt fraglich.

Messe und berichte mal.

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