Frage von Mike7788, 22

Kann ich als Privatverkäufer mein Angebot zurücknehmen?

Hallo, ich habe vor Kurzem als Privatverkäufer bei Ebay-Kleinanzeigen ein Auto angeboten. Innerhalb 1-2 Sekunden nach Schaltung klingelte das Telefon. Ich habe mich innerhalb einer Minute dazu verleiten lassen die schnellen Anweisungen zu folgen. Dabei musste ich mich schnell auf einer Webseite mit einer mir angegebenen Nummer anmelden. Dort waren schon meine daten drin, die ich bestätigen sollte. Daraufhin bekam ich sofort eine Email. Die Stimme am Telefon drängte mich dazu auf diese schnell mit einem Satz „ich nehme nur Bargeld an“ zu antworten. Das tat ich (dummerweise) ohne das drum herum zu lesen. Es ging alles sehr schnell (1-2 Minuten maximal). Am ende hieß es, dass Auto wird abends abgeholt. Als davon meine Frau hörte, sagte sie, sie will das Auto nicht verkaufen. Dann habe ich per Email widerrufen. Nun habe ich von einem Anwalt des Händlers ein schreiben erhalten, worauf ich dazu gezwungen werden soll, das Auto „zug um zug“ herauszugeben. Man Beruft sich dort auf das Fernabsatzgesetz §§312 c ff BGB wonach ich angeblich kein Widerruf habe und der Vertrag gilt. Ich soll innerhalb von 6 Tagen das Auto herausgeben, sinnst werde ich auf Schadensersatz verklagt. Ist das alles richtig? Mir wurde nicht mal Zeit gegeben etwas durchzulesen, ich wurde von dem angeblichen Käufer innerhalb kürzester Zeit dazu moderiert Nachrichten zu Bestätigen. Ich war überzeugt, es handelt sich um eine Art Reservierung. Muss ich jetzt das Auto herausgeben, bzw. darf ich als Privatverkäufer hier nicht zurück treten?

Antwort
von Peppi26, 11

Naja das Problem ist, du hast dir nichts durch gelesen und einfach alles gemacht was der Käufer wollte, am besten lässt du dich von einem Anwalt beraten!

Antwort
von joheipo, 13

Ich fürchte, Deine Befolgung der Anweisungen, die Dir gegeben wurden, legt der gegenerische Anwalt als konkludentes Handeln aus.

Was sagt denn Dein Anwalt dazu? Wahrscheinlich wirst Du einen brauchen, wenn Du noch keinen hast.

Kommentar von Mike7788 ,

ich habe ihm erstmaldie Kopien der Emails und das Schreiben des gegnerischen Anwalts zugesendet. Er meinte am Telefon, dass das mit dem Fernabsatzgesetzt eventuell nicht mehr gilt. Im Netz habe ich jedoch vieles gegenseitiges gelesen, sodass ich nun sehr verunsichert bin. Mir kommt es wie eine Masche für eine Geschäftsidee vor (graue Zone des BGB). Bereits 4 Minuten nach meinem Widerruf drohte schon der Händler (Käufer) mit §§312. Zu schnell und zu vorbereitet war das Ganze. Ich habe es drei Tage nicht befolgt bis das Schreiben kam. Da habe ich nochmal die Mails gelesen und bin nunerschrocken. Das kann nicht normal sein...

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