Frage von musicismygod, 37

Kann ich als Autodidakt Musik studieren?

Ich hatte halt nie Hauptfachunterricht. Bei meiner Eignungsprüfung(Lehramt) hab ich aber 7 Jahre gespielt und hatte 3 Jahre Klavierunterricht.

Reicht das?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Jazzguitar, 18

Ob es reicht, wird die Aufnahmeprüfung zeigen. Dafür gibt es sie ja schließlich. Ich würde dir raten dich vorzubereiten und es einfach zu versuchen. Wenn du herausfindest, was die bei der Prüfung sehen bzw. hören wollen, kannst du dich doch daran orientieren. Es gibt doch auch Studienvorbereitungskurse - vielleicht hilft dir das.

Es gibt halt auch Autodidakten, die besser sind als manch ein Schüler, der Unterricht hatte. Jedoch sollte man da in erster Linie die Lehrer kritisieren. Ich denke es hat eher etwas mit Ehrgeiz und dem Willen zu tun als mit Unterricht und kein-Unterricht. 

Kommentar von musicismygod ,

Fragt die Hochschule nicht danach?

Kommentar von Jazzguitar ,

Oh... das kann sein - Ich meine mich zu erinnern, dass man entweder Musik als Leistungskurs im Abitur haben musste oder irgendwo Unterricht, sicher bin ich mir da aber nicht. Wirst du aber schon irgendwo finden können ob du das vorweisen musst. 

Inhaltlich wirds vielleicht in die Richtung Harmonielehre (Generalbass, Stufentheorie, Funktionstheorie), Kontrapunkt (2- ,3 und 4-Stimmigkeit) und sicherlich auch Gehörbildung (Intervalle, Akkorde, Akkordverbindungen, Melodien, Rhythmus) gehen. Das Vorspielen gibts dann auch noch, sowie eine Gruppenaufgabe (z.B. Body-Percussion oder einen kleinen Chor anleiten). Das wird dir aber alles bei Zeiten gesagt was sie von dir genau wollen. 

Viel Erfolg! :) 

Antwort
von MuseMelpomene, 6

Was hast du für ein Hauptfach? Hast du noch Zeit bis zur Aufnahmeprüfung? Spielst du an einer Uni oder einer Musikhochschule vor? (Aufnahmeprüfungen an Unis sind grundsätzlich deutlich einfacher als an Musikhochschulen.) Wie viele Aufnahmeprüfungen machst du? (Es ist sicherheitshalber nie schlecht, an mehreren Hochschulen/Unis vorzuspielen. Das nimmt zudem auch bisschen den Druck, diese eine Prüfung bestehen zu müssen!)

Sinnvoll ist Unterricht auf alle Fälle! Und zwar am besten guter Unterricht. Ein guter Lehrer kann dich ganz gezielt auf die Prüfung vorbereiten.

Schreib vorher einen Dozenten oder Professor deines Hauptfaches an und mach einen Termin vorab für ein Vorspielen vor. Die können dir sagen, ob du ne Chance hast oder eher nicht.

Kommentar von musicismygod ,

Ich hab entweder Gitarre oder Gesang und bereite mich im Grunde auf beides vor. JRP-Schwerpunkt. Ich hab jetzt noch gute 3 Jahre

Kommentar von MuseMelpomene ,

Dann würde ich an deiner Stelle dich mit beidem, Gesang und Gitarre, mal an der Hochschule vorstellen, jemandem dort vorspielen und fragen, wie so deine Chancen sind. Wo die Reaktionen besser sind (Gesang ODER Gitarre) wird dein Hauptfach und da bereitest du dich intensiv drauf vor! Da solltest du dann auch Unterricht haben in deinem Hauptfach.

Also, erkunde aus, in welchem Fach du bessere Chacen hast und setz dann alles drauf, in deinem Hauptfach zu überzeugen. Zwei Fächer auf Hauptfachniveau zu üben, ist nicht so mega sinnvoll, da eigentlich gar nicht so richtig machbar.

Ich kenn das. Ich war mir selbst lange unsicher (für's Schulmusikstudium), ob ich Klavier oder Querflöte als Hauptfach nehme. Ich hab mich erst kurz vor der Aufnahmeprüfung für Flöte entschieden und bin wegen Flöte durchgefallen - Klavier als Nebenfach super aber das Hauptfach halt nicht gut genug. Hab darauf hin ein Jahr drei Stunden am Tag Flöte und fast gar nicht mehr Klavier geübt und hab nen Studienplatz bekommen. Zwei Instrumente auf Hauptfach-Niveau üben (ca. 3 Std. am Tag üben), schafft man nicht wirklich auf Dauer. Daher der Rat: Guck, womit du größere Chancen hast und entscheide dich! Und dann, nimm Unterricht im Hauptfach! Ich gehe auch davon aus, dass du ehe nicht in beidem Unterricht suchen und bezahlen möchtest. Also, sollte vorher die Entscheidung gefallen sein, welches das Hauptfach ist.

Antwort
von baindl, 19

Theoretisch möglich, aber sehr, sehr schwer.

Spätestens bei der obligatorischen Aufnahmeprüfung, die in sämtlichen
Musikstudiengängen über die Vergabe der begehrten Studienplätze
entscheidet, trennt sich die Spreu vom Weizen. Anders als in vielen
anderen Fachrichtungen ist im Musikstudium eine intensive Betreuung
jedes einzelnen Studenten nicht nur wünschenswert, sondern notwendig. Da
die Hochschulen daher nur wenige Studienplätze zur Verfügung stellen
können, haben es die Aufnahmeprüfungen in sich. Wer Musik studieren
möchte, muss nicht nur gut sein, sondern besser als die zahlreichen
Mitbewerber, gegen die es sich im Auswahlverfahren durchzusetzen gilt.



.

https://www.einstieg.com/studium/was-studieren/kunst-design-musik/musik-studiere...

http://musik-studium.info/musikstudium-die-aufnahmepruefung/

https://studieren.de/musik-lehramt.hochschulliste.t-0.c-8651.html

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