Frage von edeljunge, 442

Kann Homosexualität eine Familie zerstören?

Hey liebe gutefrage.net Community,

mein Bruder (17) kam am Dienstag vom Schüleraustausch aus Australien wieder. Meine ganze Familie und ich natürlich auch haben uns gefreut ihn nach EINEM Jahr endlich wieder zu sehen. Das Wiedersehen am Flughafen war voller Freude. Direkt nach der Ankunft sind wir ins Restaurant gefahren um das Wiedersehen zu "feiern". Mein Bruder wollte ein paar Worte loswerden... Schließlich offenbarte er sich und outete sich als schwul. Mein Vater fluchte natürlich sofort und gab Sachen von sich wie z.B " Wir haben dir nicht den teuren Austausch ermöglicht, um dich mit anderen Jungs vergnügen.." Meine Eltern dachten wohl, er wurde in Australien schwul "gemacht". Als er dann aber sagte, dass er seit dem er 14 ist auf Jungs steht platze mein Vater. Seit dem herrscht bei uns zuhause einfach nur Stress. Der ganze Familienalltag ist seit dem nicht mehr da. Wir essen nicht mehr zusammen, haben nichts mehr zusammen unternommen, als wenn jeder sein eigenes Leben im Haus leben würde oder eine glückliche Familie kaputt geht. Außerdem muss ich mir immer wieder von meinen Eltern anhören, dass ich bitte nicht schwul sein soll, nie mit Jungs etwas am laufen haben soll, das es nicht normal ist, man so nicht glücklich werden kann, es eine Sünde wär und Gott so etwas nicht tolerieren würde....

ich weiß einfach nicht, wie es weiter gehen soll.. Wir waren eine so glückliche Familie. In 2 Wochen sollte es eigentlich in den gemeinsamen Familienurlaub nach Buenos Aires gehen worauf ich mit seit mehr als einem Jahr freue. Aber ich denke, dass ich das auch nun getrost vergessen kann.

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Antwort
von randomhuman, 170

Deine Frage würde ich anders formulieren. Nicht die Homosexualität deines Bruders kann die Familie zerstören, sondern die Intoleranz und Ignoranz deiner Eltern haben diese Familie zerstört.

Es ist nicht schlimm schwul zu sein. Dein Bruder hat euch vertrauensvoll erzähl, dass er schwul ist und ihr weist ihn zurück. Überlegt mal, wie er sich fühlt. Nicht die Eltern sind die Geschädigten, sondern dein Bruder. Er könnte sich sonst was antun, weil er nicht mehr akzeptiert wird. (oder er steckt es einfach weg und es ihm egal je nachdem)

Deine Eltern müssen die Situation akzeptieren und aufhören die Vorurteile und Klischees dir gegenüber zu verbreiten. Alternativ würde ich Lehrer oder Sozialpädagogen in der Schule einschalten, die bei sowas vielleicht helfen können. 

Dass der Urlaub nun hinüber ist, ist natürlich nicht so schön aber deine Eltern hätte ja auch nicht gleich den Teufel an die Wand malen müssen. Es hat sich doch nichts geändert oder was geht das deine Eltern an ob er nun einen Freund hat oder eine Freundin. 

Ich hoffe deine Eltern kommen wieder runter und die kriegen sich wieder ein. Andernfalls sehe ich natürlich dann schwarz für die Familie wenn dein Vater weiter so ignorant ist.

Kommentar von Roofies ,

Sehr schön geschrieben :)

Antwort
von auchmama, 161

Schade! Deine /Eure Eltern gehören wohl leider zu den Menschen, die auch in der heutigen Zeit keine Ahnung von Menschen haben! Hier wäre es ganz dringend erforderlich, dass sie sich erst einmal mit den vielen verschiedenen Sexualitäten der Menschheit beschäftigen und ausführlich darüber informieren!

Dein Bruder und der Sohn Deiner Eltern, war wenn dann schon immer homosexuell. Er hat vielleicht nach diesem Jahr Abstand von zu Hause den Mut gehabt, auch dazu zu stehen!

Er ist und bleibt der gleiche Bruder und Sohn, der er schon immer war!

Du, als weiteres Kind, hast es jetzt natürlich schwer, dies alles Deinen Eltern zu erklären......gibt es evtl. in Eurem Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis irgendjemand, den Du mit in Boot holen könntest? Ich meine einer Erwachsene Person, der Du das alles erzählen kannst, die über Weitblick und den nötigen Respekt, der individuellen Sexualität gegenüber steht und mit Deinen Eltern mal Klartext sprechen könnte?

Kurz und knapp; mit dieser Einstellung und diesen Sprüchen, leben Eure Eltern hinterm Mond und benehmen sich wie "kleine Kinder" - nein sorry, kleine Kinder haben da mehr Weitblick und würden sich an sowas gar nicht stören!

Du verstehst doch was ich meine?

Alles erdenklich Gute für Euch als Familie und ganz besonders für Deinen Bruder! Er hat nichts falsch gemacht und er wird sein Leben leben - hoffentlich mit seinen Eltern an der Seite!?

Kommentar von don2016 ,

@auchmama...das hast du sehr gut formuliert, großes Lob für dich...mama..liebe Grüße

Antwort
von don2016, 145

lieber edeljunge...der Glaube von anderen, also auch uns Homosexuellen wird ja bis zu einem gewissen Grade akzeptiert...aber wenn es um homosexuelle
Liebe geht und ein bibeltreuer Gläubiger mir dabei von Sünde spricht,
dann geht´s aber los;

ich habe darüber schon öfter geschrieben,
z.B. bei der EKD ist homosexuelle Liebe zum großen Teil eine akzeptierte
Liebe, bei Katholiken, zum Teil und bei "Freikirchlern", also fast alle
von denen ist es eine Sünde, weil sie Bibelableser sind und nicht in
unserer heutigen Zeit, was die Sexualität anbelangt, leben...sie leben
im GESTERN...

mit Freikirchlern habe ich meine sehr negative, schlechte, unmenschliche Erfahrung nach 4 Jahren homosexueller Liebe gemacht; mein Liebling und ich waren die 4 Jahre glücklich zusammen, als es seiner family streng-gläubig, da waren Baptisten und auch ein Pfingtler-Pastor mit im Spiel, absolut homophobe Menschen, die die homosexuelle Liebe meines über alles geliebten Freundes wegbeten wollten und wohl immer noch tun...

...dieses Verhalten von "Missionaren", so bezeichnete hier in Köln mir diese "Steinzeitgläubigen" ein kath. Pastor, der diese Art von Menschen, ebenso wie ich, auch als Pharisäer (auch Jesus hätte sie so genannt), bezeichnete...es gibt auch in Freikirchen und bei Katholiken, Gläubige...die in der heutigen Zeit angekommen sind...aber die Kirchenoberen pfeifen sie immer wieder zurück...

..das nur am Rande, lieber edeljunge, ich weiß ja (noch) nicht, welchen Glauben ihr habt; aber eins weiß ich jetzt schon, dein homophober Vater sollte sich wirklich, wie hier schon jemand passend beschrieb, mit der Materie der homosexuellen Liebe befassen, denn davon steht nichts in der Bibel, absolut nix...., weil es sie damals in der Form nicht gab...

...dein Bruder war und ist echt mutig, sich vor der Familie so zu outen; es war der richtige Weg für ihn, denn so viel ihm ein Stein vom Herzen, ein Ventil öffnete sich; dir möchte ich raten, unterstütze deinen Bruder, wo du nur kannst und rede auch mit deiner Mutter, sie soll eurem Vater noch mehr ins Gewissen reden, daß dein Bruder derselbe Mensch ist, der er vor der Abreise nach Australien war und nochmal :

...die Homosexualität hat dein Bruder von Geburt an und ist ihm keineswegs in dem einen Jahr Abwesenheit beigebracht worden, er kann gar nicht schwul gemacht worden sein..., nur, wenn dein Vater, deine Mutter (evtl.) einen strengen bibeltreuen Glauben vertritt, wird es nicht so einfach sein; stelle doch wirklich mal deinem Vater die Frage, was meinst du Dad, Gott hat die Menschen erschaffen, auch die Homosexuellen, wie kann es dann Sünde sein ?..was sie sind, was sie ausleben ?...liebe Grüße

Kommentar von don2016 ,

lieber edeljunge, vlt. beantwortest du noch paar Fragen, die ja aufgekommen sind, es interessiert mich, auch welcher Glaube dahinter steckt, usw.,  liebe Grüße

Antwort
von NoHumanBeing, 27

Man kann es nicht ändern, entweder man ist es oder man ist es nicht. Es ist auch nichts "falsches" daran und überhaupt meinen immer Leute, sich darüber aufregen zu müssen, die es eigentlich nicht so wirklich etwas anzugehen hat. ;-)

Die einzige "Wahl", die Du hast, ist, ob Du es auslebst oder es unterdrückst. Letzteres geht zumindest langfristig nicht gut und hat im Extremfall schon Menschen in den Suizid getrieben.

Nicht die Homosexualität Deines Bruders zerstört Deine Familie, sondern die Homophobie Deiner Eltern. Lass Dir bloß keine Angst machen (leichter gesagt, als getan) und geh Deinen Weg. Und zeig Deinem Bruder, dass Du es besser weißt, als Deine Eltern und zu ihm hältst.

Antwort
von 261201, 153

In den Fall hat nicht die Homosexualität deines Bruders das Verhältnis zerstört, sondern die Intoleranz deiner Eltern. Es könnte helfen wenn man mit ihnen mal genauer drüber redet dass daran nichts falsch ist, und es ihn ja nicht verändert.

Ich hoffe ich könnte dir etwas helfen und viel Glück ^__^

Kommentar von don2016 ,

@261201 ...auch randomhuman kommentierte es hier so : mit der Intoleranz, das sehe ich auch so, absolut richtig, auch m.E. aber . wenn er so ein strenger bibeltreuer Zeitgenosse ist, wirds echt problematisch, diese Pharisäer kannst du nicht überzeugen - ich habe es in natura erlebt - liebe Grüße aus Köln ihr beiden...

Antwort
von TomMike001, 69

Das Problem ist, dass dein Bruder nicht mehr den Vorstellungen deines Vaters entspricht, weil er es nicht begriefen und akzeptieren kann und will.

Normalerweise wäre ja mal ein klärendes Gespräch im Familienkreis sinnvoll, bin mir aber nicht siche, ob das etwas bei deinem Vater überhaupt was bringt.

Antwort
von Schokolinda, 132

nach meiner meinung zerstört hier nicht homosexualität eine familie, sondern der dickschädel des vaters. der hätte sicher einen anderen grund gefunden, um die familie aufzumischen.

sag deinen eltern, wie du dich fühlst - vielleicht hilft das, dass sie sich ein bißchen zurücknehmen.

du kannst das jugendamt um hilfe bitten.

Antwort
von danhof, 91

Du musst verstehen, dass es für deine Eltern zunächst mal ein Schock ist. Gib ihnen Zeit, mit der völlig neuen Situation klar zu kommen.

Ich könnte mir vorstellen, dass es ein paar Tage braucht, um die Bilder im Kopf neu zu sortieren. "Ich wollte so gern Enkel haben" - nachdenken - zu dem Schluss kommen: "Geht ja trotzdem!?"

Wenn eure Eltern euch lieben, werden Sie damit klarkommen.

Ich würde die Situaion nicht weiter eskalieren, sondern auf die Gefühlsebene mit Ich-Botschaften gehen. Sprich, mach deinen Eltern klar, dass du unter dieser Situation leidest und dir wünschst, dass ihr wieder gut miteinander seid.

Viel Glück!

Antwort
von Weymez, 109

Gieb deinen Eltern Zeit es zu akzeptieren..  Das werden sie müssen oder deine ellis verlieren einen Sohn...  Steh zu deinem Bruder.. Den er kann auch nix dafür...  

Schwul sein ist nix schlimmes und man ist auch nicht krank es ist Veranlagung...  

Bei meiner Familie hat das ganze zwei Jahre gedauert...  Wobei meine Mutter es eher akzeptiert hat..  Mein Vater hat es nach den zwei Jahren auch akzeptiert...  Aber selten ist er immer noch "komisch"  auf das Thema zu sprechen...  

Dein Bruder hat die Familie nicht kaputt gemacht wenn dann tun es deine ellis..  

Vielleicht sollten deine ellis sich mehr mit dem Thema gay auseinander setzen...  

Antwort
von Knutschpalme, 149

Dazu braucht es keine Homosexualität, nur Eltern, die lieber den Schund aus irgendeinem uraltem Märchenbuch nachplappern, als sich zu freuen, dass ihr Sohn endlich zu sich selbst stehen kann. 

Vielleicht kannst du ja vermitteln zwischen deinem Bruder und deinen Eltern, weiss ja nicht wie gut ihr euch versteht. Verkneif dir vielleicht Sachen wie "Mein Vater fluchte natürlich sofort", so natürlich ist das gar nicht und deinen Bruder wird das wahrscheinlich nur verletzen. 

Antwort
von AmandaF, 137

Wenn dein Bruder seine Gefühle so lange unterdrückt hat, war zumindest er kein wirklich glückliches Familienmitglied.

Antwort
von Zain1234, 47

Bei dem was du schreibst, sind eher deine Eltern das Problem. Ihre intolerante Art... Sie sollten deinen Bruder einfach so lieben wie er ist. Immerhin ist es doch nicht schlimm das gleiche Geschlecht zu lieben oder? Dein Bruder ist immer noch der gleiche wie vorher. Er hat sich sicher nicht verändert.

Das hier wäre ein Beispiel, warum Jungs es vermeiden sich outen zu wollen

Antwort
von Deepdelver, 112

Natürlich kann eine Familie durch sowas kaputt gehen, aber das ist nicht die Schuld deines Bruders, sondern deines Vaters!

Mach deinem Vater klar, dass du zu deinem Bruder stehst und er sich entweder damit abfinden soll oder euch beide verliert!

Was sagt denn deine Mutter? (Falls ihre Meinung in eurer Familie überhaupt zählt)

Kommentar von edeljunge ,

Meine Mutter weint seit dem des öfteren und hat mehrmals täglich Streit mit meinem Vater. Im ganzen hält sie sich bis jetzt zurück. Sie kann generell Homsexualität nicht verstehen. (Gott. Kirche, etc.)

 


Kommentar von Deepdelver ,

Wenn sie sich mit deinem Vater streitet, scheint sie aber generell mehr Verständnis zu haben als er. Sie möchte ihren Sohn nicht verlieren, das ist gut. Versucht, mit ihr zu reden usw.

Wenn dein Vater merkt, dass er allein gegen den Rest der Familie steht, muss er sich entscheiden: will er derjenige sein, an dem alles zerbricht? Das kann er nicht wollen, wenn er abseits seiner religiösen/moralischen Vorstellungen ein halbwegs vernünftiger Mensch ist.

Dein Bruder hat den Vorteil, dass er bald volljährig ist und ausziehen kann. Wie alt bist du denn?

Kommentar von auchmama ,

Dann sag Deiner Mutter, auch Dein Bruder wurde von Gott erschaffen und zwar so wie er immer war und ist!

An Gottes Schöpfung hat keiner rum zu kritisieren und man sollte sich nur an den Wundern, der Vielfältigkeit und der Schönheit erfreuen!

Wäre es Deinen "gläubigen" Eltern denn jetzt lieber, wenn der Sohn ohne Beine nach Hause gekommen wäre? Selbst das hätten sie so tragen müssen wie es ist!

Wie grausam kann man denn als "gläubiger?" Mensch sein, wenn man sein eigenes Kind derart beschimpft und fertig macht?

Kommentar von Garlond ,

Ich würde an deiner Stelle deinen Eltern, wenn sie dich mit Sprüchen wie "werde nicht schwul" ect. nerven mal deutlich sagen, dass du schwul wirst, wenn sie nicht mit dem Quatsch aufhören.

Außerdem sollen sie sich überlegen, wie weit ihr Glaube geht, und ob sie den Glauben (was definitiv nicht Gewissheit bedeutet) über die Familie stellen und ob sie dann in anderen Glaubensfragen auch so konsequent sind.

Kommentar von don2016 ,

lieber edeljunge...vlt. kommt man wirklich weiter, wenn man weiß, welchen Glauben deine Familie hat, vlt. kann man deiner Mutter ein paar Hinweise auf z.B." homosexuelle Liebe" geben (ein Heft der EKD) und sie es dann vlt. deinem Vater vermitteln oder aber, es müßte ein Außenstehender vornehmen, ein enger Vertrauter, ein Lehrer o.ä. liebe Grüße nochmal...

Antwort
von Bineohnee, 96

Echt toll, dass dein Bruder den Mut hatte sich seiner Familie anzuvertrauen. Umso schrecklicher, dass eure Eltern so schlecht mit seinem Vertrauen umgehen!
Sind eure Eltern gläubig? In der Bibel steht geschrieben, dass dies eine Sünde ist. Dennoch verstehe ich deinen Bruder, er muss tun was ihn glücklich macht. Er hat sicher schon lange unter seinem Geheimnis gelitten. Deine Eltern sind damit überfordert und reagieren erstmal mit Wut oder Ablehnung. Es wird Ihnen nichts anderes übrig bleiben als ihn so zu akzeptieren wie er ist, er war nie anders. Sie wussten es nur nicht. Mit der Zeit kommt hoffentlich die Akzeptanz.

Kommentar von edeljunge ,

Ja meine Eltern sind gläubig. Ich auch, aber ich habe eigentlich kein Problem gegen Homosexualität (mein bester Kumpel ist schwul).      Aber was einige hier nicht verstehen: Alle sagen man muss/sollte Homosexualität respektieren. DANN sollte man doch auch den Glauben andere Menschen respektieren

Kommentar von auchmama ,

Sehr guter Einwand! Gegenseitiger Respekt ist immer wünschenswert!

Allerdings besteht der Unterschied bei Deinen beiden Vergleichen darin, keiner kann sich aussuchen, ob er homosexuell ist oder nicht! Man wird damit geboren, genauso wie mit blauen Augen und roten Haaren!

Den Glauben kann sich jeder selbst aussuchen. Den Glauben gibt es erst, wenn man bereits auf der Welt ist und man kommt nicht automatisch mit einem Glauben auf diese Welt!

Kommentar von Garlond ,

Du und dein Bruder respektieren doch den Glauben deiner Eltern auch, oder nicht?

Man muss (und sollte) aber nichts respektieren, bzw. tolerieren, was anderen Menschen schadet. Und die Homophobie deines Vaters, schadet deinem Bruder, im Gegensatz, zur Homosexuelität deines Bruders, die schadet deinen Eltern nicht, denn im Grunde geht es sie gar nichts an.

Kommentar von ascivit ,

Ich finde schon dass man gläubige menschen respektieren muss auch wenn sie sich gegen ihren Sohn stellen. Sie können genausowenig ihren Glauben ablegen wie der bruder seine Orientierung. Wichtg finde  ich dass man sich drauf einstellt dass unterschiedliche haltungen aufeinanderprallen. Nimm es selbst nicht persönlich und unterstütze deinen Bruder deine Mutter und ja auch deinen Vater. Sei dir klar dass du niemanden ändern kannst und dass es auch nicht sinn von Familie ist. Sinn von Freundschaft und Familie ist für mich trotz Problemen und differenzen und verurteilungen den anderen zu respektieren,auch wenn er sich gerade schwer damit tut. Ich weiß , es ist eine schwere Zeit , aber mit Geduld kann es auch wieder besser werden , ich drück die Daumen.

P. S. Ich bin schwul und aus der kath. Kirche ausgetreten

Kommentar von Meatwad ,

DANN sollte man doch auch den Glauben andere Menschen respektieren

NEIN! Warum sollte man? Warum sollte man jemanden dafür respektieren, daß er jemanden dafür verachtet, wie er veranlagt ist? Warum sollte man jemanden dafür respektieren, daß er von anderen Menschen verlangt, sich an Regeln eines Gottes zu halten, für dessen Existenz es keinerlei Anzeichen gibt? Weder sollte, noch darf man so jemanden dafür respektieren!

Antwort
von Zumverzweifeln, 101

Deine Eltern sind offenbar sehr konservativ und scheinen "Gott" falsch zu verstehen. Homosexualität ist keine Sünde, sondern eine Veranlagung. PUNKT.

Halte zu deinem Bruder, der den bewundernswerten Mut zum Outing aufgebracht hat.

Irgendwann werden deine Eltern sich damit abfinden oder einen Sohn verlieren.

Vermutlich ist der Familienurlaub schon gebucht und der wird euch allen gut tun.

Antwort
von mineralixx, 115

Da liegt bei deinem Vater ein Wissensdefizit vor. Er sollte sich besser informieren - und sich evtl. einer "Selbsthilfegruppe" anschließen.

Antwort
von MrZurkon, 97

Schwul sein ist normal,dein Vater sollte mal in sich gehen und es akzeptieren.Dein Bruder zerstört die Familie nicht,dein Vater tut es.

Antwort
von Alex1992112, 64

Stehe zu deinem Bruder sei für ihn da wenn deine Eltern das schon nicht machen wie alt ist dein Bruder

Kommentar von Alex1992112 ,

ach so 17 was sagt er dazu

Antwort
von scorpion87, 40

Homosexualität zerstört keine Familie. Wenn ich lese, dass da Worte wie Sünde und Gott im Spiel sind, dann würde ich ganz klar sagen: RELIGION hat deine Familie zerstört. 

Homosexualität entsteht natürlich. Homophobie wird anerzogen und von der Kirche gelehrt. 

Denn würden deine Eltern in der Gegenwart, und nicht in den Seiten eines verstaubten Buches leben, dann hätten sie kein Problem damit. 

Dein Bruder ist, wie er ist. Man kann sich das nicht aussuchen, man ist so geboren. Wenn man also so will, hat Gott ihn so geschaffen, und deine Eltern lästern gerade über Gottes Schöpfung...

Wichtig ist eigentlich nur, dass wenigstens du deinem Bruder eine Stütze sein kannst, wenn deine Eltern da schon versagen. Sei für ihn da, sag ihm, dass du zu ihm stehst. Das braucht er jetzt. 

Antwort
von HabeFrage1999, 55

Ja kann Sie. Dadurch das sich den bruder geoutet hat ist das eine Teilschuld aber es kommt auch dadurch das deine Eltern „intolernat" sind( ist eure Familie muslimisch?). Lange Rede kurzer Sinn: Hätte dein Bruder sich nicht geoutet, wäre das alles nicht passiert.

Kommentar von Ryuuk ,

Musst intolerant nicht in Anführungzeichen setzen. Was die Eltern da machen ist reine Intoleranz.

Kommentar von Meatwad ,

Was für eine verachtenswerte Haltung. Und dafür verlangt man dann noch Respekt? Den kannst du dir in die Haare schmieren!

Kommentar von Garlond ,

Also hat der Bruder eine Teilschuld? Hätte er sich nicht geoutet, wäre das nicht passiert. Was eine unsinnige Argumentationsführung.
Hätten die Eltern den Bruder doch gar nicht erst geboren, dann hätte er nicht schwul sein können und sich gar nicht outen müssen.
Hätten die Eltern eine bessere Erziehung genossen, wären sie vielleicht nicht so intolerant geworden.

Hätte hätte Fahradkette.

Antwort
von nowka20, 29

starke intoleranz kann eine familie sprengen

Antwort
von Bodaway, 40

Nicht Homossexualität zerstört eine Familie, sondern ihr Umgang mit ihr.

Dass das so ist, sollte schon mit Rosa von Praunheims "Nicht der Homosexuelle ist Pervers, sondern die Situation in der er lebt", klar geworden sein.

Wenn Eure Eltern scheinbar keinen Umgang damit haben, der ihn unterstützt, dann sei doch wenigstens Du so vernünftig, nicht an das Wohl Deiner Familie, oder einen Urlaub zu denken, sondern daran, wie es Deinem Bruder gehen mag.
Du kannst Deinen Eltern auch sagen, dass sie nicht über Deinen Bruder richten sollten und sich damit an Gottes stelle stellen, sondern nur Gott das Recht dazu hat (in ihrem Glauben argumnentieren).
Vielleicht merken sie ihren Irrglauben, wenn sie klar kriegen, dass Du auf der Seite Deines Bruders stehst, und dich nicht vor ihren Karren spannen lässt.

Klar ist das doof mit dem Urlaub, kann ich auch verstehen, dass das voll hart für Dich ist. Aber ist es wirklich ein Urlaub, der Dich aus der Fasson bringt, oder vielmerh die Gesamtsituation?

Ich kann mir auch vorstellen, dass dein Vater Zeit braucht, irgendwie zumVerdauen. Was ist mit Eurer Mutter? Könnte sie ihn zu einem anderen Verhalten bewegen, einem das allgemeinverträglich ist?

Antwort
von farnickl, 92

Glaubst du wirklich dass es eine glückliche Familie gewesen ist, wenn jemand nicht sagen kann was er will und Andere das nicht respektieren? Das war doch alles nur Schein.

Antwort
von Solenostemon, 29

Ein "Nein" zu dem was ist, macht mehr kaputt als man denkt. 

Antwort
von Ryuuk, 45

Homosexualität? Nein.

Schwulenhass? Oh ja, ständig sogar.

Antwort
von Mainspitz, 28

Wessen Leben möchtest Du leben? Deines oder das Leben das andere Dir aufhalsen? Wer einen Schwulen hass hat ist oft selbst schwul, gelle?

Antwort
von xXsofieXxx, 21

Ich glaube nicht .

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