kann Herr Y gegen den von Ihm unterschriebenen Erb- und Pflichtteilsverzicht so wie das neue Testament Klagen?

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4 Antworten

Ein notarieller Erb- und Pflichttelsverzicht wirkt, solange er nicht übereinstimmend widerrufen würde. Dem mangelt es aber seitens einer notariellen Vereinbarung und dem im März 2015 erklärten Willen, "
über ihren Sohn nur noch eine Zeile geschrieben das dieser nicht bekommen soll da er zu lebzeiten schon so viel bekommen hat."

Es gilt genau das, was der Verzichtende unterschrieben hat: "Er hat somit beim Ableben seiner Mutter aus deren Nachlaß gegen deren Willen nichts zu fordern."

Ungünstiger sieht es für die Enkelkinder aus. Diese Änderung hätte notarieller Mitwirkung bedurft, denn öffentliche Testament können nur durch ebengleiche, nicht privatschriftliche ersetzt werden es sei denn, das notarielle Testament aus 2014 wäre durch Entnahme aus öffentlicher Verwahrung oder Erklärung vor einem Notar für unwirksam erklärt worden oder das neue wäre der Notarin verschlossen als letzter Wille übergeben worden.

Derzeit gilt IMHO das zu Gunsten der Tochter aus 2014. Sofern es ihre Kinder wären, die Oma eigentlich handschrfitlich mit begünstigen wollte, mag das im Ergebnis aufs Gleiche hinauslaufen.

G imager761


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Eine Klage wäre hier rausgeworfenes Geld. Y hat verzichtet und hat sich danach über alle Maße auch noch undankbar gezeigt.

Es gibt hier kein Argument, warum dieser missratene Sohn noch mehr bekommen sollte.

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Erbverzicht ist Erbverzicht; da gibt nichts daran zu rütteln. Wenn allerdings die Mutter Herrn Y., also Sie, testamentarisch später wirksam dennoch als Erben eingesetzt hätte, wäre das etwas anderes. Denn der Erbverzicht bezieht sich gemäß § 2346 BGB nur auf das "gesetzliche Erbrecht", schließt also nicht aus, den Verzichtenden testamentarisch zum Erben einzusetzen. Das ist hier aber offenkundig nicht geschehen. Y bzw. Sie werden also wohl nichts mehr erben können.

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Das kann dir nur ein Fachanwalt für Erbrecht beantworten.

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Kommentar von cheyenne8181
25.11.2016, 02:07

Hoffe mal das ich dafür nicht einen Fachanwalt einschalten muß aber so wie der Sohn ist denke ich Sie haben Recht und ich werde es nicht ohne Anwalt hinbekommen Danke für den Ratschlag

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