Frage von eni101, 98

Kann Fehlsichtigkeit auch nach einer Augenlaser-Op wieder auftauchen?

Hallo :) ich wollte fragen, ob die Augen wieder kurz- oder weitsichtig werden, auch wenn sie gelasert werden.

Antwort
von aseven79, 92

Und ob! Es ist sogar sehr wahrscheinlich. Korrekturänderungen sind bei jedem Auge, egal ob gelasert oder nicht, etwas völlig Normales. Und spätestens mit 45 wird eine Lesebrille zwangsläufig nötig, daran ändert das Lasern auch nichts. Wenn der operierende Arzt also behauptet, man ist nach dem Lasern im perfekten "Nullzustand" und bleibt da langfristig, dann ist das gelogen. Exakt 0.00dpt durch die Operation zu treffen ist sehr unwahrscheinlich. Wenn nun also jemand mit -10dpt sich lasern lässt, um "in die Nähe von Null" zu kommen, dann kann ich das gut verstehen. Jeman mit -1.00dpt hat auf dem Operationstisch eigentlich nichts zu suchen.

Beispiel aus meinem Berufsalltag: Kunde, etwa 40j, gelasert vor 2 Jahren mit ehemals -4.5dpt, hat es leider versäumt, seine Brillentragepflicht aus dem Führerschein austragen zu lassen. Auch ein erklärendes Schriftstück von der Augenklinik wurde nicht mitgeführt, als er in einer Polizeikontrolle deswegen Ärger bekam. Natürlich hatte der Polizist keinen Grund, ihm die OP-Geschichte zu glauben, und so landete der Arme bei mir im polizeilich angeordneten Sehtest. Und dabei kamen wieder -1,75dpt raus. Nach 2 Jahren.

Das Beispiel ist sicher nicht die Regel, aber das soll nur verdeutlichen, dass mit Änderungen immer zu rechnen ist, und diese OPs viel zu sehr gehypt und verharmlost werden

Antwort
von syncopcgda, 87

Ja, eine Veränderung/Verschlechterung ist durchaus möglich. Ich kenne so einen Fall aus meinem Bekanntenkreis.

Antwort
von MedDeutsch, 98

Es kann sein, dass wenn man zu jung gelasert wird, sich die Augen noch weiter verschlechtern und es somit auch nach der OP wieder schlechter werden kann. Allerdings sollte dein Augenarzt kompetent genug sein um so etwas zu verhindern.

Wovor keiner sicher ist ist die sogenannte "Alterssichtigkeit" (Presbyopie). Diese entsteht dadurch, dass im Alter die Linse härter wird und man im Nahbereich schlechter sieht. Das kann aber mit einer Lesebrille wieder ausgeglichen werden.

Fazit: Eigentlich sollte das Auge nach dem Lasern nicht schlechter werden (außer im Alter).

Kommentar von MedDeutsch ,

P.s. Meine Mutter hat sich mit 35 (relativ spät) Lasern lassen (kurzsichtig -3.5 dpt.) und brauchte bis vor zwei Jahren keine Brille (jetzt 53 Jahre). Die Brille ist allerdings auch wie gesagt nur eine Lesebrille.

Kommentar von aseven79 ,

Dann ist nach der Operation zwangsläufig eine unbemerkte Myopisierung eingetreten, ansonsten wäre die Lesebrille vor mindestens 5 Jahren schon nötig gewesen. Und wenn sie jetzt eine relativ schwache Lesebrille trägt mit etwa 1,5dpt, dann sollte sie dringend mal einen neuen Sehtest machen lassen. Ich schätze mal, sie dürfte etwa mindestens mit -0,5dpt wieder kurzsichtig sein, was beim Autofahren durchaus problematisch sein kann

Kommentar von MedDeutsch ,

Nein es gab keine unbemerkte Myopisierung und sie ist auch jetzt nicht myop... Es kann auch sein, dass sie bereits vor 3 Jahren eine Lesebrille hatte, aber vorher hat sie keine gebraucht. Mein Vater ist selber Augenarzt und deshalb kannst du glauben, dass die Nachsorge/Sehtests mehr als oft und gut genug gemacht werden.

Expertenantwort
von dadamat, Community-Experte für Medizin, 86

Eine Fehlsichtigkeit kann sich altersbedingt verändern, so dass eventuell nach einigen Jahren eine Revision erforderlich sein kann.

Antwort
von ChicaArgentina, 73

Ich habe mir vor 10 Jahren meine Augen lasern lassen. Ich war kurzsichtig. Und ja, mittlerweile merke ich, dass ich doch ab und an in der Ferne nicht mehr alles so scharf sehe wie nach der OP. Aber es ist nicht so schlimm, dass ich wieder eine Brille benötige ;)

Antwort
von SiViHa72, 76

So wie ich es immer mal lese (ich erwäge das Lasern): ja.

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