Frage von colagreen, 73

Kann es sein, dass in Wahrheit der Meeresspiegel sinkt statt steigt. Kann mich jemand aufklären?

Ich frage das weil ich weiß, dass der grand canyon mehr als 2000m über dem Meeresspiegel liegt und der grand canyon lag mal komplett im meer, deshalb auch die gezeitenringe.

Das müsste allerdings schon vor mehreren Millionen Jahren gewesen sein, dass der Meeresspiegel 2000m über dem heutigen lag.

Was ich ausserdem bezweifle, ist, dass der Meeresspiegel NUR um 60 meter steigen soll, wenn beide Pole und die komplette Antarktis abgeschmolzen sind.

Der Meeresspiegel müsste schon um mehr als 2500 Meter steigen um den grand canyon unter Wasser zu setzten. Soweit ich weiß gab es vor 60 Millionen Jahren kein Eis an den Polen.

Antwort
von Fuchssprung, 34

Das Land um den Grand Canyon wurde als ganzes in die Höhe gehoben. Ausgelöst wurde das durch die Plattentektonik. Die Pazifische Platte hat sich unter die Nordamerikanische Platte geschoben und diese angehoben. Es hat viele Millionen Jahre gedauert, aber irgendwann hat sich der Colorado mit Hilfe des Schmelzwassers aus den verschiedenen Eiszeiten tief in dieses erhoben Land geschnitten. Dadurch kann man im Canyon die verschiedenen Erdschichten sehen, die sich im Laufe der Zeit gebildet haben. Der Meeresspiegel war in der ganzen Zeit fast immer gleich hoch. Er hat gerade einmal in einem Bereich von 170 Metern geschwankt. Wenn es gerade eine Eiszeit gab, war er tiefer, weil ja viel Eis an den Poolen gebunden war. In einer Warmzeit war der Meeresspiegel höher, weil das Eis geschmolzen war. Wenn das restliche Eis jetzt abschmelzen sollte, wird sich der Meeresspiegel erneut anheben. Das Eis auf Grönland reicht aus, fast alle Küstenstädte unter Wasser zu setzen. Wenn das Grönlandeis schmilzt, dann steigt der Meeresspiegel um etwa 7 Meter. Wenn dann auch noch das Eis der Antarktis schmilzt erhöht er sich um insgesamt 65 bis 70 Meter. Wenn das Eis am Nordpol schmilzt, passiert nichts. Denn dort schwimmt das Eis auf dem Wasser. Plattentektonik und Eisschmelze haben also nichts mit einander zu tun.  

Antwort
von TomRichter, 19

Natürlich sinkt der Meeresspiegel. Zwei mal pro Tag. Nennt sich Ebbe ;-)

> weil ich weiß, dass der grand canyon mehr als 2000m über dem Meeresspiegel liegt

Sogar 2600. Aber nicht Meter, sondern Fuß. In Metern sind das dann 800 m am Boden des Canyons. Soviel zur Relevanz von vermeintlich sicherem Wissen.

Berge, die früher mal unter Wasser waren, findest Du auch hierzulande, nämlich die Schwäbische Alb. Auch die kam nicht durch sinkende Meeresspiegel an die frische Luft, sondern durch Zusammenschieben der Gesteinsmassen, die da, wo sie zusammengepresst werden, nach oben ausweichen.

Wo sollte denn das ganze Wasser auch hingekommen sein, das bei einem Fallen des Meeresspiegels um tausend Meter verschwinden müsste?

Kommentar von Bevarian ,

;)))

Antwort
von Ruenbezahl, 34

Die ehemaligen Meeresböden, die heute hohe Berge sind (z. B. auch die "Dolomiten" in den Alpen), sind nicht dadurch an die Höhenluft gekommen, , dass der Meeresspiegel gesunken ist, sondern dass sie sich gehoben haben. In den Alpen ist dieser Vorgang noch im Gange. 

Antwort
von wfwbinder, 37

Man muss da zwei Entwicklungen unterscheiden.

die Entwicklung der Erde mit Kontinentalverschiebungen usw. über Milliarden von Jahren und die Entwicklung der letzten 100 Jahre durch Klimaveränderungen.

Aufjeden Fall schwindet das Eis an den Polen und Gletscher schmelzen ab.

Durch beides steigt der Meeresspiegel, was man messen kann.

Kommentar von Rudflodur ,

Sorry, da muss ich widersprechen. Das Eis am Nordpol schmilzt. In welchem Umfang ist umstritten. Am Südpol dagegen wachsen die Eismassen massiv an, also ganz Das Gegenteil von schmelzen.

Sicher, es ist in den letzten Jahren wärmer geworden. Aber bei weitem nicht in dem Maß, das der weiter steigende CO2-Gehalt im Blick der Klima-Alarmisten hätte ergeben sollen. Vielleicht ist das CO2 doch nicht der Klimaschädling, für den man ihn hält?

Kommentar von wfwbinder ,

Stimmt in sofern, dass das Ozonloch am Südpol inzwischen wieder kleiner wird. Allerdings schmelzen eben Gletscher ab, was auf Flora und Fauna in den Gegenden große Auswirkungen hat.

Ob es nun am CO 2 liegt, kann ich nicht beantworten, ich bin kein Klimaforscher, auch kein Metereologo usw. einfach nur Bürohocker.

Kommentar von realfacepalm ,

Auch am Südpol schmilzt das Eis des Eisschildes, vor allem in der Westantarktis. Das Meereeis dagegen, das rund um die Antarktis auf dem Meer schwimmt, nimmt etwas zu. Das nehmen sogenannte Klimaskeptiker (die allerdings meist das Gegenteil von skeptisch sind) zum Anlass, die Realität der Erderwämung durch Treibhausgase wie CO2 insgesamt zu verneinen.

https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-aber-am-suedpol-nimmt-die-eis...

Antwort
von gandalf8989, 39

Rund 95 Jahre v. Chr. Schlug doch der eine Komet in der Nähe von Tahiti ein (im Meer) . Das ganze Wasser spritzte bis in den Weltall. Das erklärt auch, warum der Saturn so einen Planetenring um sich hat. Lernt ihr sowas nicht in der Schule?

Kommentar von gandalf8989 ,

aber das wusstest du wahrscheinlich bereits, da deine Grammatik und die Fragestellung geistig nicht übeteinstimmen xD

Kommentar von MrGnarf ,

Nein, tatsächlich lernt man sowas nicht in der Schule ;)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community