Frage von qwerty123123, 80

Kann es sein, dass im Internet im Bezug auf Gesundheit harmlose Dinge verschlimmert werden?

Hey, ich habe in letzter Zeit leider öfters nach Krankheiten etc. gegooglet.

Kann es sein, dass dort alles viel dramatischer dargestellt wird? Macht ihr das auch manchmal?

Antwort
von Ursusmaritimus, 35

Ja natürlich ist das so, aus unterschiedlichen Interessen.....

Der Erkrankte möchte seine (besondere) Geschichte möglichst drastisch schildern um mehr Aufmerksamkeit zu erhalten.

Der Arzt möchte seine besonnderen Fähigkeiten in Bezug auf Behandlung hervorheben.

Die pharmazeutische Industrie verdient ihr Geld nicht mit Gesunden also ist es besser der andere fühlt sich/ist Krank.......

Antwort
von Teresssaaaaaaa, 48

Hey, das ist nicht nur vielleicht so, sondern definitiv ! Das liegt daran, dass unwichtige Dinge meistens erst gar nicht beschrieben werden! Ich bin Medizinstudent und uns wurde schon häufig über die Problematik berichtet, da viele Patienten vorher im Internet Googlen und nun ganz sicher mit der Auffassung einen Z.B Tumor zu haben zum Arzt gehen. Dabei haben sie Z.B eine Magenverstimmung oder sonst etwas. Daraufhin kommt es häufig zum Misstrauen gegenüber des Arztes , wobei er das Fach studiert hat und weiß was er tut ! Das größte Problem besteht darin , dass man nur einzelne Symptome googelt und den Patienten oder das Gesamtspektrum der Symptome gar nicht beurteilt im Internet! Häufig treten bei bestimmten Krankheiten Symptome nur gekoppelt auf , das weiß ein Laie aber nicht und dadurch kommt er zu der Annahme diese ( schlimme) Krankheit zu haben, obwohl andere nicht vorhandene Symptome diese Ausschließen! Also wenn du denkst du hast etwas, gehe zum Arzt! Liebe Grüße 😊Teresa

Kommentar von FragaAntworta ,

Lol. Viel Erfolg im Studium!

Kommentar von Teresssaaaaaaa ,

Danke! 

Kommentar von Winkler123 ,

Ärtze rümpfen immer die Nase wenn jemand sagt er habe sich zuvor im Internet informiert. Das ist für große Arroganz und sonst nichts !!! Die Informationen im Netz sind ausgewogen, differenziert und kompetent. Teilweise sind die Seiten selbst von studierten Medizinern erstellt worden. Da noch zu kritisieren empfinde ich in höchstem Maße als lächerlich !!!

Kommentar von Teresssaaaaaaa ,

Jeder kann sich informieren wo er möchte, jedoch sollte das Urteil nicht von Laien getroffen werden! Häufig haben viele fürchterliche Angst nach dem Googlen etwas schlimmes zu haben, was häufiger unbegründet ist, als dass es zutrifft ! 

Kommentar von Dackodil ,

Mit dem Gesagten werden auch nicht diejenigen disqualifiziert, die Informationen ins Netz gestellt haben.
Ich stimme dir zu, da sind hervorragend recherchierte Artikel.

Das Problem besteht darin, die Informationen auf den eigenen Fall anzuwenden. Und da hakt es dann oft.

Kommentar von PaTTisBacK ,

Ich kann es nur zu gut verstehen, wenn der Arzt die Nase Rumpf, weil man es im Internet gelesen hatte. Er hatte sehr viel Geld und Zeit in sein Studium rein gesteckt. Auf einmal kommt ein Patient und sagt ihm seine erfunden Diagnose. naja wenn der Patient der Meinung ist, er wisse schon was er hat. Muss er doch nicht zum Arzt. Uns alle würde es ankotzt, wenn jedes mal ein Kunde uns sagen würde, wie wir zu arbeiten haben.

Kommentar von Wannabesomeone ,

@pattisback: mein Job zb. besteht darin, nur nach wünschen von Kunden zu arbeiten. genauso wie so ziemlich jede andere Dienstleistung. Es ist arrogant vom Arzt, die vom Patienten erwähnte mögliche Erkrankung direkt auszuschlagen. So geschehen Fehler, die nicht passieren dürfen. Natürlich muss man zum Arzt, auch wenn man befürchtet Krebs zu haben. Oder sollte man dann deiner Meinung nach einfach Zuhause bleiben, tomatensaft schlürfen und sterben? Ich habe >10 geschwollene lymphknoten am Hals. Die erste Ärztin hat diese als Adern abgetan. inwieweit das kompetent sein soll erklärt mir mal einer. Beim nächsten wurde ich "sofort" operiert, weil es sich eben um Krebs, den ich bei der ersten Ärztin auch schon in Erwägung gezogen habe, hätte handeln können. so oder so war meine Diagnose (geschwollene Lymphknoten) richtig, und ihre kompletter Mist, obwohl sie die studierte war. (Hatte auchnoch zig andere Sachen und bin mitlerweile Körperlich komplett kaputt, wegen Ärzte Fehlern. Es ist nicht falsch sich zu informieren. Du sagst ja auch nicht den Bauarbeitern "ja baut mir mal ein Haus, ihr habt das ja gelernt"

Kommentar von Teresssaaaaaaa ,

Das tut mir leid , natürlich hören gute Ärzte auf die Fragen und Ängste von den Patienten und machen Diagnostik ! Wenn das bei der Ärztin bei der Sie waren als Adern abgetan sein sollte, dann hieße es, sie habe nicht mal eine Sonografie durchgeführt . Wenn dies so gewesen sein sollte, war dies ein Fehlverhalten! Aber wie Sie sagten , Ihrer Meinung  nach ist Medizin ja ein Dienstleitungsberuf ( was meiner Meinung nach nur Schönheitschirurgie und eventuell Gynäkologie , da die Frau dort sagt , ich möchte unbedingt einen Kaiserschnitt Z.B ) ist, ist da wohl was schiefgelaufen!Es gibt eben auch gute und schlechte Ärzte , sowie es gute und schlechte Ingenieure oder Handwerker, Maler oder Automechaniker gibt ! Fehler sind nur in der Medizin natürlich fataler aber kommen leider vor! Das ist aber nicht was ich sagen wollte ! Es ist nur so, dass in den meisten Fällen bei,  sagen wir mal banalen Halsschmerzen, direkt im Internet larynxkarzinom zu finden ist. Man kann sich ja auch bei Ärzten mehrere Meinungen einholen, wenn man wie in ihrem Fall misstrauisch ist! Was völlig richtig ist, wenn man Veränderungen am Körper feststellt die so nicht immer waren! Nur von den Menschen die prozentual dann wirklich etwas schlimmes haben gibt es nicht viele ! Deshalb sollte der Arzt untersuchen und dann entscheiden! Zudem gehen ferndiagnosen sowieso nicht und eigendiagnosen machen nicht einmal Ärzte bei sich selbst, weil man von anderen neutraler beurteilt wird und beim eigenen Krankheitsfall eben auch die Psyche eine große Rolle spielt ! Man denkt immer man hat das schlimmste! Aber ich denke , letzendlich gibt es beim Internet sowohl Schattenseiten als auch positive Dinge! Zum Beispiel ist es nicht sinnvoll wegen jedem Schnupfen zum Arzt zu rennen , da dies auch seine Arbeitszeit kostet und man dazu auch sehr gute Tipps im Internet finden kann! Wenn man denkt, es könne sich um etwas ernstes handeln sollte man aber zum Arzt gehen und nicht selbst diagnostizieren! 

Antwort
von heidemarie510, 21

Ich gehöre auch zu diesen Menschen, die zuerst im internet nachschauen, nie wieder!!! Ich hatte das erst vor einem viertel Jahr. Ich dachte, jetzt hast Du mindestens ein Tumor im Kopf oder ein Schlaganfall, das geringste wäre gewesen eine Netzhautablösung. Ich dachte, ich kriege die Krise. Mein Abend und meine Nachruhe waren versaut, icch hatte mich auf meinen freien Tag gefreut und ging natürlich sofort zum Augenärztlichen Notdienst. Der Arzt sagte mir  nach eingehender Untersuchung, ich sei topfit!

Diese kleinen dunklen Fetzen oder Wolken sind in meinem Alter völlig normal und verschwinden von allein wieder, was dann auch der Fall war. Er sagte mir auch, dass man das Googeln besser lassen sollte....alles ist gut.

Ich denke mal, diese Horrormeldungen im Internet, in den Medien, nämlich Gesundheitsmagazinen usw , sollen den Menschen vielleicht nur etwas sensibilisieren...naja! NORMALERWEISE spürt man, wenn etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist.

Antwort
von FragaAntworta, 33

Ja, es wird alles dramatischer dargestellt und endet immer auf -krebs. Und nein, ich suche keine Krankheiten im Internet, dafür gehe ich zum Arzt, wenn ich was habe.

Antwort
von Winkler123, 21

Empfinde ich überhaupt nicht so !!! Im Gegenteil sind die Info`s im Internet sehr differenziert. - Was im TV und in Zeitschriften gebracht wird empfinde ich allerdings als Panikmache pur.

Antwort
von Hoegaard, 21

Brauchst du doch bloß hier die Antworten zu lesen, wenn jemand sich krank fühlt: bei den harmlosesten Sachen (niedriger Blutdruck bei Teenagerinnen zB) kommen besorgte Muttis und quaken was von "Sofort zum Arzt!!!" und Notaufnahme

Kommentar von user8787 ,

Die besorgten Muttis wollen verhindern das Leute die von Medizin keine Ahnung haben, Google möglichst sparsam nutzen. 

Uns Medizinern sind Ferndiagnosen verboten, es ist sogar strafrechtlich relevant .

Was ich im Internet lese sind oft hirnrissige Diagnosen immer verlinkt zu Seiten mit "passenden" Medikamenten.

Fällt dir was auf ? 

Ist man krank oder beunruhig ist das Sache für einen Arzt vor Ort, das gilt für Körper und Seele. 

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