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kann es sein, dass früher die menschen viel schneller lernen konnten als heute?

gefragt von johmariejohmarie am 25.10.2009 um 15:45 Uhr

ich überleg nur grad ob die neue zeiten in denen wir leben uns nicht allzusehr vom eigentlich wesentlichen ablenken. und auch das lernen (aufnehmen, behalten, verarbeiten von informationen) hemmen. was meint ihr?

ich finds ja ganz famos auf was für gedanken zb. die antiken philosophen kamen. und heutzutage naja is irgendwie jeder mit was anderem (nebensächlich wirkendem) beschäftigt.


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gartenfee
beantwortet von gartenfee am 25. Oktober 2009 15:51
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Hilfreichste Antwort

zwei überlegungen dazu.

  1. die antiken philosophen: wieviele sind das, die heute überliefert sind? und wieviele menschen haben da über welche großen zeiträume gelebt? das ins verhältnis gesetzt zeigt sicherlich, daß es auch da nur sehr wenige große denker gegeben hat.

  2. und zum zweiten: sicher ist das wissen in heutiger zeit unheimlich angewachsen, so daß es schwer(er) möglich ist, sich auf eine bestimmte richtung festzulegen. auch und sogar das (allen) zugängliche wissen, allein über das internet.

das ist konstitutiv ganz sciher für unsere zeit. und einen umgang damit haben wir noch nicht gefunden. es ist zuviel und so auch zuviel ablenkung. man muß unglaublich sorteiren,w as man wissen will und was nicht und immer entscheidungen treffen für und gegen das, was man erfahren will.

aber zum letztn: was wissen wir denn heute, womit die leute in der antike wirklich beschäftigt waren? vielleicht oder ganz sciher gab es auch da ganz viele alltagsdinge, die für uns heute kaum wichtig sind, aber die zeit damals geprägt haben. und auch für ablenkung gesorgt haben.

Kommentar von 1918126f6028c32f41499cd6dd3b0f2asmalljohmarie am 25. Oktober 2009 16:02

aber heutzutage haben viele menschen nur mehr ihr berufliches weiterkommen sowie geldverdienen oder auch das immage als lebenssinngabendes bestreben. gut früher mussten sie bestimmt körperliche aufgaben (selbstversorgung und so) verrichten aber bei denen konnten sie vielleicht auch nachdenken. heutzutage muss ich mich ständig fragen was zieh ich heut an oh ich muss zum friseur und wen lad ich zur party ein? -das hält auf und ist doch unnütz.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 25. Oktober 2009 17:33

die letzten fragen, die du stellst, die gab es sicher damals ganz ähnlich auch. friseur, kleidung, partys gab es sicher in der ein oder anderen form ganz ähnlich wie heute. in jeder zeit mit der ihr eigenen art und weise (so wie heute die partys ganz anders verlaufen, als es in den 50er jahren z.b. der fall war, im prinzip so wie heute, nur würde heute keiner mehr so rumlaufen o.ä. dinge.)

zum anderen: hier geht glaube ich etwas durcheinander. die leute, die tagtäglich mit der grundsätzlichen selbstversorgung beschäftigt waren, die hatten sicher weder die zeit noch die grundsätzliche bildung (wie sie uns heute schon normal geworden ist für die gesamte bevölkerung) für große wissenschaftliche leistungen. das konnten immer nur diejenigen machen, die schon materiell so weit abgesichert waren, die arbeit andere erledigen lassen konnten, angestellte, sklaven etc. hatten, daß sie sich selbst diesen wissneschaftlichen, philosophischen etc. bestrebungen widmen konnten.

zu dem anderen, daß die leute nur noch geldverdienen, immage, berufliches fortkommen etc. im kopf haben, würde ich die deutlich stärkere konkurrenz als grund nennen, die es heutzutage im vergleich mit sagen wie vor 20-30 jahren gibt. längst haben wir nicht mehr diesen breiten wohlstand, der in alle bevölkerungsgruppen ging. sondern es ist viel viel enger geworden. die gründe - das sprengt den rahmen. welche gründe es sonst noch haben könnte, ja da denke ich auch schon länger drüber nach, finde aber auch keine eindeutigen antworten. es ist sicher nicht alles, nur mit der stärker gewordenen konkurrenz zu argumentieren.

Kommentar von 1918126f6028c32f41499cd6dd3b0f2asmalljohmarie am 25. Oktober 2009 18:42

nur wenn ich(für mich harte) arbeit verricht (rasenmähen, obst ernsten) dann bin ich entweder gedankenmäßig der erleuchtung nahe (nirvana an nichts denken) denke intensiever und produktiever nach als anders.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 1. November 2009 09:17

das kann ich gut verstehen. geht mir ähnlich. vielleicht nimmst du dir immer was zu schreiben mit in den garten aufnahmegerät/ diktiergerät geht auch). und schreibst deine wichtigsten gedanken auf, so wie sie kommen. sortieren kannst du später. und wenn du ruhe hast (z.b. abends, wochenende, im winter), kannst du ja so daran arbeiten, daß aus diesen gedanken eine runde sache wird. was du damit anfängst, da gibt es auch noch verschiedenste möglichkeiten. (kannst ja hier nachfragen, oder z.b. auch mich direkt) jedenfalls wenn dir das wirklich wichtig ist, dann würde ich das an deiner stelle auch durchziehen und das machen.


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Vagabundo
beantwortet von Vagabundo am 25. Oktober 2009 15:51
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Diese Frage müsste zur "Frage das Tages" gekürt werden ! DH !!!

Du hast es gut erkannt und auch sehr nett ausgedrückt, dass die Menschen sich heutzutage viel zu sehr von "D ieter S abbelt D ünn S chiss", "Lutschkugel´s Dschungelcamp" und anderen Volksverblödungsshows ablenken lassen, anstatt ihren Kopp zu benutzen und sich weiterzuentwickeln. Das ist aber auch von den "höheren" und gebildeteren Bevölkerungsschichten so gewollt und katapultiert uns bald wieder in eine Art "mittelalterlicher Feudalgesellschaft", in der ein paar Gebildete über ein Heer Verblödeter regiert ! ;-)


Eselin
beantwortet von Eselin am 25. Oktober 2009 15:47
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die Menschen damals haben im Laufe des Lebens einen winzigen Bruchteil an Informationen erhalten von dem, was wir heute erhalten durch die modernen Medien - aber auch mit deiner These der wenigen Ablenkung hast du sicherlich Recht

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 26. Oktober 2009 23:43

Ich glaube eher, daß sie mehr Informationen aufgenommen haben! Auch wenn es die modernen Medien nicht gab - aber sie haben viel mehr in ihrer jeweils "kleinen" Welt wahrgenommen als wir modernen Menschen.

Deshalb haben die die Menschen früher ihre Welt besser verstanden - auch sich selbst - und waren glücklicher.

Kommentar von C36a6b7f5ad0625604c658907e12e53fsmallmeinereins am 30. Oktober 2009 20:56

Also, kleine Welt WENIGER Infos, höhere Konzentration auf das was wirklich wichtig ist. Und ob sie glücklicher waren, das glaub ich eigentlich nicht. Die hatten nur andere Sorgen als wir.


Qetan
beantwortet von Qetan am 25. Oktober 2009 15:47
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Es sind zuviele ablenkende Reize vorhanden, die es früher nicht gab.

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 26. Oktober 2009 23:44

Aber das sind doch auch "Informationen" / "inputs"..


PoisonIvy
beantwortet von PoisonIvy am 25. Oktober 2009 15:49
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Ja genau, du hast die Frage schon selber beantwortet. Heutzutage ist das Gehirn zum grössten Teil damit beschäftigt, die wichtigen Informationen aus einem Wust an Daten herauszufiltern und das kostet Energie....

Kommentar von 1918126f6028c32f41499cd6dd3b0f2asmalljohmarie am 25. Oktober 2009 15:50

ist das nicht schade?

Kommentar von 0655b9f9d25a1183367ddfe1439a7ba0smallPoisonIvy am 25. Oktober 2009 15:52

Natürlich, aber daran können wir leider auch schlecht etwas ändern, ausser du steigst aus und lebst wie manche ohne Strom und andere zivilisatorischen Errungenschaften.


Eldor
beantwortet von Eldor am 25. Oktober 2009 17:26
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Ich glaube nicht, dass wir von heute aus die Situation damals richtig beurteilen können. Die Klage, früher war alles leichter, gibt es schon viel zu lange. Jede Zeit hat ihre Vor- und Nachteile. Was ich wirklich lernen will, dafür finde ich immer freie Kapazitäten - nicht nur in meinem Hirn. Ich freue mich über die vielen Erleichterungen im Haushalt/Internet/Technik..., das schafft mehr Platz als die Plackerei um den täglichen Kleinkram früher.


heureka47
beantwortet von heureka47 am 26. Oktober 2009 23:53
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Ja. Die Menschen litten früher nicht so schwer unter der "Kollektiven Zivilisations-Neurose" / "Krankheit der Gesellschaft", nicht so sehr unter den verdrängten Gefühlen / Bedürfnissen, verplemperten nicht so viel Ressourcen mit Befriedigung von Ersatzbedürfnissen, waren nicht so abgetrennt von der universellen Lebens-Energie / Liebe.

Der zivilisierte Mensch ist nur noch ein Schatten, eine Karikatur seiner selbst...

Diese Störung ist auch unabhängig vom Kollektiv im Einzelfall jederzeit heilbar! .

Siehe meine TIPPS zu "Kollektive Zivilisations-Neurose" / "Krankeit der Gesellschaft", "Streß", "Angst / Liebe", "Lebens-Energie", "Glücklichsein" hier bei GF oder bei gesundheitsfrage.net - zu finden über mein Profil.


coeleste
beantwortet von coeleste am 25. Oktober 2009 22:33
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in der evolution des menschen hat der mensch zu ieser zeit eine hoehe der intelligenz erreicht wie seit langem nicht. natuerlich gab es phasen in der vergangenheit,die hervorragend waren.der unterschied zu heute; heute geschieht es weltweit und atemberaubend schnell.

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 26. Oktober 2009 23:48

Ich deute das als "Krankhafte Überbetonung des Intellekts bei gleichzeitiger schwerer Vernachlässigung bis Verkümmerung der Gefühlswelt und Ganzheitlichkeit des zivilisierten Menschen".

Siehe mein TIPP "Kollektive Zivilisations-Neurose" / "Krankheit der Gesellschaft".


anonym
beantwortet von anacrion am 2. November 2009 13:34
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hallo Jo,

die menschen können heute mehr lernen, besser lernen, wissen mehr und sind - leider - nicht glücklicher (aber das ist ein anderes Thema.)

Das Leben ist heute sichere, du musst du im allgemeinen keine Sorgen machen, dass dich jemand auf dem WEg zur Schule vergewaltigt, nicht ob du morgen noch etwas zu essen hast, oder ob der krieg auch dein Haus übermorgen zerstören wird.

Im Ganzen gesehen, waren dies die Sorgen von Menschen. Von den Priviligierten und Reichen abgesehen. Überlege in welcher Gesellschaft du es am lebenswertesten findest, wenn du dort zu den niedrigsten 20% gehörst. - Die oberen 5 bis 10% haben zu allen zeiten ein entspanntes Leben.

Sonst ist das Thema lernen ein weites Feld. Die Umweltbedingungen für Kinder werden aber im Ganzen auch immer besser, sie lernen viel mehr als noch vor 50 Jahren! lg ana


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