Frage von grubenhirn, 42

Kann es sein, dass es sich, ab einem gewissen Wissensstand, kaum noch lohnt, Sachbücher von Lisa Randall, Brian Greene, Harald Lesch usw. zu kaufen...?

weil dort im Grunde immer nur das Gleiche ewiglich wiederholt wird?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von grtgrt, 10

Ab einem gewissen Wissenstand wird man tatsächlich jenen Büchern nur wenig Neues entnehmen können - niemals aber gar nichts!

Sie sind wichtig, denn es gibt ja viele Leute, die so einen Wissensstand noch nicht erreicht haben und deshalb für solche Bücher recht dankbar sind (noch vor 30 Jahren gab es sie einfach nicht, was sicher weniger gut war).

Harald Lesch scheint mir ein Sonderfall zu sein: Seine Sendungen und die Bücher, bei denen er als Mitautor auftritt, wenden sich an absolute Laien bzw. an Menschen, die nicht merken, dass sie nach der Sendung (bzw. am Ende des Buches) ebenso klug sind wie vorher.

Fakt aber ist, dass Brian Greenes Videos auf Youtube auch nicht informativer sind (obgleich seine Bücher mir wirklich gefallen und mein Wissen definitiv erweitert haben). 

Antwort
von agrabin, 12

Hallo Grubenhirn, ich lese gerne populärwissenschaftliche Bücher. Es geht mir dabei nicht nur um den Inhalt, bzw. die Wissensvermittlung, sondern um die Herangehensweise.

Von Harald Lesch würde ich aber wirklich abraten. Der möchte in seinem, naja ist es Übermut oder die Idee, dass er sich selber für sehr schlau hält, auch andere Themen als "seine Physik" behandeln. Wenn der etwas zur Biologie schreibt kann das so grauenhaft falsch sein, dass man sich fragt, warum es nicht einen Lektor gibt, dem so etwas auffällt.

Antwort
von Dummie42, 25

(Gute) Sachbücher sind für interessierte Laien, aber immer auch höchstens eine Einführung ins Thema. Wer darüber hinaus informiert werden möchte, der sollte sich an wissenschaftliche Veröffentlichungen halten. Also ab in die nächste Unibiliothek.


Kommentar von Raskolnikow21 ,

Naja, die Sache ist, dass man bei den in besagter Literatur häufig behandelten Themen als Laie oder sogar als studierter Naturwissenschaftler aus anderen Bereichen es sehr schwer haben wird, in echter Fachliteratur überhaupt irgend etwas zu verstehen.

Kommentar von Dummie42 ,

Das kommt auf den Autor an. Deutsche Wissenschaftler wollen häufig, dass auch jeder Leser sofort merkt, wie hart sie studiert haben und wie hochgebildet sie sind. Sie meinen, das zeigt sich am besten an verklausulierter Fachsprache. Englischsprachige Wissenschaftler drücken sich normalerweise einfacher aus, weil die da weniger Dünkel haben und ein größeres Publikum erreichen wollen.

Kommentar von Raskolnikow21 ,

In einem Lehrbuch zur Stringtheorie (und das ist ja ein beliebtes Thema z.B. bei Brian Greene) wirst du nichts verstehen, wenn du nicht einige Jahre Physik studiert hast und dich dabei stark in Richtung theoretische Physik spezialisiert hast. (Probiers aus: Polchinski ist z.B. ein Standardwerk als Einstieg in die Stringtheorie (und der Autor kommt aus einem Land, dessen Namen ich momentan nicht in den Mund nehmen will ;) ) - Überspring das einleitende Kapitel und schau, wie weit du kommst.)

Einen Fachartikel zu aktueller Forschung wirst du selbst dann nicht verstehen, außer, du arbeitest in dem Bereich.

Antwort
von Hamburger02, 15

Ja, das kann sein. Je tiefer man in ein Thema eintaucht, umso schwerer wird es Literatur zu finden, die neuen Erkenntnisgewinn bringt.

Antwort
von Yodafone, 22

zumindest macht es keinen Sinn,immer die gleichen Bücher zu kaufen,um seinen Wissensstand zu erhöhen ;-)

Kommentar von grubenhirn ,

Stimmt :D

In dem Fragesatz sollte auch noch das Wort "neue" drinstehen.

Antwort
von BelieveME, 15

Ich würde mich an Wissenschaftliche Portale halten, da es dort immer neuste Erkenntnisse gibt

Antwort
von Chuckdiepflanze, 28

Ja, es gibt noch soviele weitere interessante Dinge mit denen man sich beschäftigen kann. Ich würde erstmal auf was anderes ausweichen. Evtl. kann ein Buch was in mehreren Jahren herauskommt etwas neues bieten.

Antwort
von gilgamesch4711, 16

  Hier ich bin promovierter Physiker; ich hab auchch ne gewisse Ehre zu verteidigen. Zumal dieser Harry Lesch ein Aaaschloch erster Güte ist und obendrein noch zehn Jahre jünger wie ich.

   Ist dir noch nie aufgefallen, dass der Harry keine venia legendi besitzt? Der erklärt Dinge wie z.B. das Michelson-Interferometer mit " Händen und Füßen " , wo du normal eine bewegte Powerpoint Präsentation benutzen würdest, um den Strahlengang zu verdeutlichen.

   Unsere Physikprofs jeden Falls wandten sich hochnäsig von ihren Kollegen aus der Philophie ab; mit Befremden nahm ich zur Kenntnis, dass sich Harry Lesch da auf einmal mit dem Philosophen Reiner Vossenkuhl vor der Fernsehkamera traf.
 Und dann erklärt der Harry einer Studentin, was Immanuel Kant angeblich gesagt hat bloß, um in Kontakt zu kommen mit dem weiblichen Geschlecht ...

   Mein Daddy pflegte in so Momenten immer zu fragen

   " Hast du nix zu tun? "

     oder noch schlimmer

   " Du hast doch nun weiß Gott genug mit dir selber zu tun; oder willst du auf einmal alle Welträtsel lösen? "

   Weil ich frage mich ernsthaft; Braucht Harry keine Zeit für eigene Forschungsarbeiten?

   Alle Erkenntnis ist nur vorläufig; wer wirklich Matematik, Physik oder Chemie studiert hat, den erkennst du an einer gewissen Zurückhaltung; Nonchalance gegenüber Kritik an der eigenen Person. Dagegen Harry

   " Jetz hamse mit Ach und Krach das Diplom; ===> heiße Doktor gar; und habilitiert bin ich auch.

   Und da meldet sich so ein Besserwisser in der letzten Reihe

   ' Hier stimmt doch alles net, was Sie da erzählen. '

    Ja was machen Sie denn dann? "

   ( Macht ein dummes Gesicht und einen guten Eindruck ... )

Kommentar von grubenhirn ,

Weil ich frage mich ernsthaft; Braucht Harry keine Zeit für eigene Forschungsarbeiten?

Frage ich mich auch.

Anscheinend forscht er nicht; er lehrt nur!

Kommentar von Dxmklvw ,

Hat zwar nichts mit Physik zu tun, aber trotzdem:

Wer schon alles weiß, der braucht nicht mehr forschen. Und wer etwas fest genug glaubt, der hält auch Wissen für verzichtbar.

Doch davon ganz unabhägig existiert das Problem, daß behauptetes Wissen mit Argumenten verteidigt und von anderen mit anderen Argumenten angezweifelt wird, wobei ziemlich regelmäßig ein Streit darüber entsteht, was fundiertes Wissen sei, wobei ebenfalls mangels anderer Möglichkeiten nur mit Argumenten jongliert wird.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community