Kann es sein, dass Eltern, die ihre Kinder ständig kritisieren im Grunde genommen ungewollt sind?

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11 Antworten

Hallo, 

die Deutsche Sprache ist wundervoll. 

Ja, manchmal sind Eltern ungewollt, wenn sie dauernd kritisieren. 

Aber nein, ich glaube nicht, dass die Kinder ungewollt sind, sondern die Eltern haben übertragen in der Regel ihre eigenen Bedürfnisse auf die Kinder. 

Diese wiederum können diese Bedürfnisse nicht erfüllen, weil es sich nicht um ihre eigenen handelt. 

Und so stapeln sich dann die Missverständnisse und nichts wird besser. 

Wenn Eltern ständig kriteln, dann müssten die Kinder in dem Moment so erwachsen sein, dass sie ihren Eltern eine klare Frage stellen können, nämlich, was kann ich tun, damit dein Bedürfnis nach z.B. Perfektion erfüllt wird. Was hat dich dazu gebracht, so perfektionistisch zu sein. 

Aber das ist nun wirklich etwas viel verlangt. 

LG Mata

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Kommentar von Regulus123
17.04.2016, 19:14

Sorry für den Fauxpas...

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Könnte,muss aber nicht sein! Da kann man als Kind auch mal die Eltern fragen,warum es dauernd Kritik hagelt ! Meistens sind Eltern überfordert oder als Eltern einfach nicht Elterngerecht und zu unwissend!

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Das ist bei einigen Eltern sicher so, aber bestimmt nicht bei allen. Manche halten das eben für die richtige Art und Weise ihre Kinder zu erziehen.

Ich war ungewollt und weiß das. Meine Mutter hat sich so nicht verhalten, dafür hat mich mein Vater komplett abgelehnt.

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Grüß
dich Regulus, nach all den Antworten, die du bereits bekommen hast, hier noch
ein anderer Ansatz:

Könnte es sein, dass deine Frage letztendlich Zweifel darüber ausdrückt, ob du „ungewollt“ und somit evtl. „ungeliebt“ bist? Dafür spricht eine gewisse „Kritikwütigkeit“ deiner Eltern nicht unbedingt; das kann viele Gründe haben, wie die anderen Antworten bereits dargelegten.

Aber da dich das Kritikverhalten deiner Eltern sehr zu verletzen und zu irritieren scheint, vermute ich, dass du unabhängig von dem Thema Kritik unsicher bist, ob du dich als Kind angenommen und geliebt fühlen kannst.
Ich denke, um das herauszufinden, könnte es hilfreich sein auf die ganze Beziehung zu deinen Eltern zu gucken: Worin könnte sich ihre Liebe zu dir ausdrücken?
Erfährst du in Not oder Schwierigkeiten auch Trost und Unterstützung?
Wirst oder wurdest du auch mal liebevoll in den Arm genommen?
Findest du Verständnis für deine Sorgen, Ängste, Probleme?

Betrachte euer Verhältnis doch einmal in seiner Summe, kannst du dich dann angenommen fühlen? Wenn du hier fündig wirst, dann solltest/könntest du die kritische Seite deiner Eltern als „Unart“ abtun, die zwar unangenehm ist, aber ebennichts darüber aussagt, was emotional tatsächlich wesentlich ist.
Möglicherweise bist du nur beunruhigt, weil du weißt, dass du nicht „geplant“ warst undfürchtest jetzt, dass du darum deshalb als ganze Person abgelehnt wirst.

Eine Möglichkeit wäre es z.B., sofern die Vertrauensbasis gegeben ist (auch ein „Liebesbeweis“) deine Eltern auf deine Überlegungen, deine Zweifel und dein Unbehagen bezüglich ihrer Kritik anzusprechen.Wie reagieren sie? Sind sie betroffen, können sie deine Bedenken und Ängste nachvollziehen
oder sogar ein wenig beschwichtigen?

Ich glaube, wenn du in dem Punkt mehr Klarheit findest, dann könntest du ihre Kritik auch leichter annehmen, sie vielleicht auch auf ihre Berechtigung hin selbstkritisch hinterfragen – oder eben deinerseits auch Kontra geben, in dem Wissen, dass eure Eltern-Kind-Beziehung daran keinen Schaden nehmen wird.

Vielleicht wird es Streit und Auseinandersetzungen geben, aber daran zerbricht kein intaktes Beziehungsgeflecht.

Ziemlich schwierig sind all solche Vorgänge oftmals allerdings zwischen Pubertierenden und deren Eltern, da kann die Liebe zeitweise schon mal ins Wanken/Hintertreffen geraten...  Aber dann könntest du dich daran erinnern, dass du dich vor der problematischen Pubertätsphase durchaus als ein geliebtes und gewünschtes Kind fühlen konntest –
und dann solltest du darauf bauen und dich darüber freuen!

Der Zwist zwischen Eltern und Heranwachsenden wird in der Regel stets von beiden Seiten befeuert... das kann dann auch dazu führen, dass der junge Mensch einfach an allem zu zweifeln beginnt, was ihm vorher kein Kopfzerbrechen gemacht hat.
Aber das geht vorbei... dauert halt und in der Zeit wird sich noch vieles verändern, bis du dich gefunden hast und deine Eltern deine Entwicklung positiv sehen können!

Wünsch
dir jedenfalls alles Gute J

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Mag bei dem ein oder anderen zutreffen, aber dass würde ich nicht verallgemeinern. In der Regel gibt es Eltern die mehr kritisieren, die ihre Kinder von Herzen lieben. Manche Kinder brauchen festere Strukturen als andere, manche Eltern haben es selbst nicht anders gelernt und andere fühlen sich unter Druck gesetzt (unbewusst) und die Kinder bekommen es ab.

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Wenn die Eltern das Kind wirklich nicht gewollt hätten gibt es ja immernoch die Möglichkeit der Abtreibung oder es zur Adoption freizugeben. Aber ich denke wenn die Eltern sich wirklich entschlossen haben es zu bekommen und dieses kleine Wesen erstmal geboren wird macht es keinen Unterschied mehr ob das Kind ursprünglich gewollt oder ungewollt War. Und das fließt dann auch nicht in die Erziehung mit ein

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Kommentar von Regulus123
17.04.2016, 19:15

gesellschaftlich ist so etwas aber vielleicht doch verpönt sein Kind zur Adoption frei zu geben, nur weil man nicht aufgepasst hat. Bei jungen Paaren oder Frauen durchaus denkbar und akzeptabel, aber z.B. beim dritten Kind?

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Kommentar von Tragosso
17.04.2016, 19:17

Naja, in erster Linie ist das Entscheidung der Mutter. Der Vater kann es also immernoch nicht wollen, auch wenn es dann da ist.

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Das ist möglich, aber nicht sicher. Die Kritik kann andere, vielfältige  Gründe haben.

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Kann sein muss aber nicht. Es gibt so viele Gründe für Kritk dass es unmöglich ist so eine Behauptung aufzustellen.

Auch wenns blöd klingt, versuch draus zu lernen. Aus Lob lernt man nichts.

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Kommentar von Regulus123
17.04.2016, 19:17

aus berechtigter Kritik lässt sich etwas lernen, das stimmt. Ansonsten kann Kritik einen Menschen vernichten, wenn sie unberechtigt ist und sich aus Hass heraus nährt.

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Das würde ich so nicht sagen, es gibt haufenweise Gründe warum Eltern ihre Kinder kritisieren.

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Nein, das glaube ich auf keinen Fall.

Es kann sein, dass die Eltern Perfektionisten sind und deshalb ihre KInder ständig kritisieren.

Es kann aber auch sein, dass sie nervige Kinder haben, die ständig aus der Rolle fallen und deshalb kritisiert werden müssen.

Es kann aber auch sein, dass die Eltern überfordert sind, durch Beruf und Stress und Haushalt, dass sie einfach Kinder am Abend nicht mehr so gut ertragen können.

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Glaube ich persönlich gesagt eher weniger. Eher stimmt etwas bei den Eltern nicht.

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