Frage von YarlungTsangpo, 89

Kann es sein, daß eine EU Verordnung den Einsatz von Ergänzungsmitteln wie z.B.Teufelskralle zur Linderung chron.Erkrankungen bei unseren Tieren verbieten kann?

Kann das wirklich möglich sein, dass eine EU Verordnung in Zukunft die Abgabe und den Handel mit hilfreichen Ergänzungsfuttermitteln wie z.B. Teufelskralle bei Arthritis/ Arthrose oder Gingko Biloba Tinktur bei Durchblutungsstörungen im Alter/Demenz und vieles mehr an unterstützenden Heilmitteln für Tiere, auch Heimtiere verbieten kann und will?

(Link vom Support entfernt)

In diesem Link wird das beschrieben. Ist solches Vorgehen gegen Interessen von Tieren und Tierhaltern wirklich möglich?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von lindgren, 48

Hallo YarlungTsangpo,

ich habe mich erst mal einlesen müssen. Allerdings scheint es so zu sein, dass die alternativen (homöopathischen) Medikamente oder Methoden durch diese neue Regelung für Tiere verboten werden, wenn sie nicht ausdrücklich als Tierarzneimittel deklariert sind.


Bisher gibt es jedenfalls auf dem deutschen Markt keine getrennten Zulassungsverfahren für Human- und Tierarzneimittel.

Ich wundere mich ehrlich gesagt schon gar nicht mehr. Die EU ist ein irrwitziges Projekt, jenseits des gesunden Menschenverstandes.

Wenn das durchgesetzt wird, dann wird es wohl wirklich das Aus vieler Tierheilpraktiker sein. Ich habe unterschrieben.


Kommentar von YarlungTsangpo ,

Das Problem ist dieser - für Patienten (auch tierische) - irrwitzige Kampf mancher Schulmediziner gegen Alternative Heilmittel.

Da sehe ich den Vorstoß eine Art "Wettbewerb" aus dem Markt zu drängen. Eigentlich dürfte so etwas das Bundeskartellamt interessieren.

Kommentar von lindgren ,

Ich denke eher, dass es um die Deklarierung geht. Sprich, eine klare Unterscheidung der Arzneimittel (Tiere und Menschen). Die Homöopathie vermischt beides. Also was für den Menschen gut ist, ist auch für das Tier gut und umgekehrt. Die Anthroposophische Medizin ist wohl auch betroffen.

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Es ist doch in der Phytotherapie gar nicht möglich exakt für Mensch und Tier - wirksame Pflanzenbestandteile zu trennen. Zudem ist doch der Mensch genauso ein Säugetier wie ein Hund oder Pferd. 

Der evolutionäre Weg ist über Zeitläufe gleich, bis er sich trennt.

Da haben wir neue Erkenntnisse, dass Tier in denselben Hirnarealen dasselbe verarbeiten wie auch wir Menschen, dann kann man doch Therapien nicht teilen wollen.

Es sieht so aus als ob Haustiere wie eine Herstellung von Wein und Käse behandelt werden würden....

Zudem, was hat das dann für eine Bedeutung für Tierversuche um Menschenmedikamente zu erforschen, am Tier zu testen um es dann für Menschen zuzulassen. Wie unverständlich ist denn das?

Kommentar von Berni74 ,

Traumeel gibt es zumindest für Menschen und für Tiere. Was genau dabei der Sinn ist, hat sich mir noch nicht erschlossen.

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Den Sinn von Traumeel kann ich dir im "Selbstversuch" erklären. Bei Arthritischen und Arthrosebeschwerden lindert die Salbe durchaus und lässt Gewebeschwellungen abklingen.

Nachdem ich keinerlei Voltaren- und sonstige Salben mehr vertrage (Nebenwirkungen) bin ich auf Traumeel (äußerlich und innerlich) angewiesen und komme gut damit zurecht.

Die Inhaltsstoffe wirken bei Menschen und Tieren eben gleichermaßen. Allerdings kommt man weder beim Mensch noch beim Tier darauf sich ausschließlich darauf zu verlassen. Es lindert Beschwerden.

Kommentar von lindgren ,

Danke für den Stern, das ehrt mich ungemein.

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 46

Hallo,

ja natürlich kann so etwas passieren.

Bestes Beispiel bzgl. einer EU-Verordnung war für mich vor einigen Jahren, das Verbot, die beliebten Apfelschnecken in der Aquaristik zu verbieten.

Grund: ausgesetzte Apfelschnecken hätten in Südspanien in einigen Reisfeldern gewütet ....

So musste man sie in ganz Europa verbieten - es gibt in Europa nämlich unendlich viele Reisfelder ....

Durch dieses "Inverkehrbringen"-Verbot sind mit großer Sicherheit mehr Apfelschnecken in der Natur entsorgt worden, als es ohne dieses Verbot auch nur annähernd passiert wäre. (Denn die kriegen ja viel Nachwuchs und wenn man den legal nicht mehr loswerden darf ....)

Ich kann mir seither vorstellen, dass alle nur möglichen und unmöglichen Verordnungen in unser tägliches Leben Einzug finden können .... schließlich müssen sich die vielen vielen EU-Parlamentarier ja mit irgendetwas beschäftigen ...

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Das hatte mich schon gewundert als ich keine Apfelschnecken für unseren formalen Goldfischteich bestellen konnte...

Jetzt versteh ich erst den Hintergrund.

Komisch ist, daß Schnappschildkröten, Ochsenfrösche, Boa Schlangen und allerlei Echsen und Vogelspinnen überall käuflich erworben werden können.

Aber eigentlich hatte ich immer angenommen, daß in dem EU Parlament für den Bürger und Verbraucher positive Regelungen vorgenommen werden.

Kommentar von dsupper ,

Na ja, wahrscheinlich, weil Schnappschildkröten und Ochsenfrösche keine europäischen Reisfelder leerfressen (lol).

Nein, im Ernst, manchmal bezweifel ich wirklich den Sinn vieler EU-Verordnungen.

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Na, letztes Jahr hat eine Schnappschildkröte wohl Karpfenteichzuchten geschädigt.... Ochsenfrösche kann man wohl eher nicht vermarkten. Aber Reisfelder? 

Manchen Sinn in EU Verordnungen muß man suchen...

Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 40

HI, hab mir die ganze Sache auch mal durchgelesen und verstehe es anders. Für mich steht da eindeutig das medizinisches Futter gemeint ist, also das Futter was man ohnehin heute beim Tierarzt kaufen kann, nur das da eben nun der Internethandel usw drum herum weggemacht wird, das man es nur noch vom Tierarzt bekommt. Das soll ja verhindern das zb in der Tiermast vorbeugend Antibiotika im Futter landet.

Bei den Alternativen Geschichten, finde ich höchst merkwürdig das für Tiere das strenger regelmentiert wird als beim Menschen. So gibt es ja für menschliche Naturheilkundliche Mittel ein vereinfachtes Verfahren zur Zulassung: https://de.wikipedia.org/wiki/Hom%C3%B6opathisches_Arzneimittel#Europ.C3.A4ische...

Ich denke das sich danach nicht viel ändert für Grünlippmuschel, Propolis und Co, viele Politiker haben sich dagegen auch schon ausgesprochen und es ist im Grunde ja erstmal ein Vorschlag, der vorgelegt wird und bearbeitet wird, bis alle einverstanden sind.

Und bei einigen Präparaten finde ich es sogar gut, wenn mal einer draufschaut ob da auch das drin ist, was drin sein soll. Manche Produkte zb Propolis sind sehr teuer und dennoch findet man ab und an Dosen die nichtmals 1/10 vom Preis kosten, da kann ja im Grunde nicht das gleiche drin sein?

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Beim Propolis gibt es ja eine Vorgabe wie viel % Anteil in der Essenz/Auszug auf Alkohol sein dürfen.

Die höher % Propolistinktur, dazu braucht es den Besuch beim Imker, weil man es in der Apotheke nicht bekommt.

Wie wichtig aber die Erhältlichkeit solcher Naturheilmittel ist erfahre ich gerade am eigenen Leib. Das Immunsystem wird runter gefahren mit Medikamenten, jodhaltige Desinfektionsmittel für Wunden vertrage ich nicht. Bei kleinen Verletzungen kann ich Infektionen immer mit der Tinktur vermeiden helfen.

Sicherlich ist Kontrolle gut. Aber zu viel Reglementierung benachteiligt wiederum jene die nicht die Null Ach Fünfzehn Medikationen vertragen. Also hypersensible Menschen.

Da wäre dann gute Information und Aufklärung besser.

Kommentar von jww28 ,

Da hast du Recht, schwitzen ja alle paar Monate ob ich das auch bekomme, weil meine Hündin das eben braucht. Habe aber schon zB im Barfladen sowas gesehen wo nichtmals mehr draufstand was da genau drin ist, da es lächerliche 16,- gekostet hat, vermute ich das da vernichtend wenig drin ist und das man so ja auch kein Erfolg damit haben kann und vor allem das wohl nicht alles kontrolliert wird was man so im Handel bekommt. Da wäre Aufklärung echt super, weil die Leutz ja sonst über den Tisch gezogen werden.

Mein Freund hatte ja auch jede Menge Gerenne, er hat MS und musste echt hart kämpfen um ein Cannabisspray zu bekommen, alternative dazu wäre höchstens Morphium, starke Muskelrelaxame und Antidepressiva, was alles für den Körper bedeutend schlechter ist. Der Witz daran ist das das Spray teurer als das verbotene Naturprodukt ist obwohl es das gleiche leistet, das zeigt ein auch das nicht immer zum Wohle aller entschieden wird sondern nach Wirtschaftlichen Interessen :( 

 

 

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Ja, manches kann man nicht verstehen, Geld regiert die Welt... Um Morphinhaltige oder Antidepressiva zu bekommen, dazu braucht es weit weniger Aufwand des Patienten.

Das Schlimme daran ist, daß Kranke oft gar nicht mehr in der Lage sind um etwas zu kämpfen was ihnen besser bekommen würde...

Antwort
von Undsonstso, 37

Geschickt eine Petition untergejubelt.

Kommentar von inicio ,

warum auch nicht -es geht viele an!

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Es geht darum ein Ersuchen einer Petition zu verstehen.

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 26

ja, ein solches ist gepalnt. voellig unsinnig. ich hoffe, es finden sich viele stimmen gegen solche plaene und sie koennen noch verhindert werden

ich habe bei mensch und tier beste erfahunrg mit naturkundlichen methoden gemacht!

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Eigentlich geht es gar nicht ohne derartige Heilmethoden und Zusatzmittel die mit dem Futter gegeben werden.

Man kann doch nicht einfach Haustiere auf den Stand von Lebensmittelherstellung stellen!

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