Frage von Unknownugh, 38

Kann es sein, dass der Tod meiner Großmutter mich viel mehr mit nimmt als ich dachte?

Anscheinend ist meinen freunden eine riesige stimmungsschwankung bei mir aufgefallen seit meine großmutter tot ist. Mir ist zwar klar dass ich immer ziemlich schlecht drauf war aber mir war nicht bewusst dass meine laune sogar schlimmer geworden ist, über die gründe meines tiefs hab ich eigentlich auch nie nachgedacht, bzw überhaupt mit meiner oma in verbindung gebracht. Also kann es sein dass mich das unterbewusst viel mehr fertig macht als ich dachte? Ich denke jetzt nicht täglich an sie , aber sobald der gedanke auf sie(2-3mal die woche) kommt muss ich sofort weinen weil ich sie so vermisse, falls das was zur sache tut. Wie kann ich meine laune endlich wieder hoch bringen?ich bin es leid immer traurig und gereizt zu sein.

Antwort
von Philipp59, 5

Hallo Unknownugh,

eigentlich sind Deine Reaktionen nach dem Tod Deiner Großmutter nichts Ungewöhnliches. Auch verarbeitet jeder den Tod eines geliebten Menschen etwas anders. Wichtig ist es in jedem Fall, die Trauer zuzulassen. Manche, die mit einem Verlust fertig werden mussten, haben nämlich gemerkt, dass es gut ist, seine Trauer zu durchleben. Warum? Es kann den Druck erleichtern, wenn man seine Gefühle heraus lässt. Diese Gefühle jedoch zu unterdrücken, mag in körperlicher und auch in seelischer Hinsicht großen Schaden anrichten. Dazu, die Trauer zu durchleben, gehört auf jeden Fall zu reden! Vielleicht könntest Du Dich einem mitfühlenden Freund oder Angehörigen anvertrauen und mit ihm offen über Deine Empfindungen sprechen.

Ich bin einmal auf einen Text in der Bibel gestoßen, der in diesem Zusammenhang sehr gut passt. Dieser Text ist dem Bibelbuch Hiob entnommen. Dieser Mann Hiob sagte nach dem Tod seiner 10 Kinder, sowie einiger anderer dramatischer Erlebnisse, folgendes:"Meine Seele empfindet bestimmt Ekel vor meinem Leben. Ich will meiner Besorgnis um mich freien Lauf lassen. Ich will in der Bitterkeit meiner Seele reden!" (Hiob, Kapitel 10, Vers 1). Hiob tat also etwas sehr Wichtiges. Er behielt seine bedrückenden Gedanken nicht für sich, sondern redete mit anderen darüber und fand so Erleichterung.

Etwas Ähnliches sagte auch Shakespeare in Macbeth: " Gib Worte deinem Schmerz, Gram der nicht spricht, preßt das beladene Herz, bis daß es bricht". Wenn Du also Deine Erfahrungen und Gefühle in Worte kleidest, kannst Du Dich zum einen selbst besser verstehen und findest auch ein gewisses Maß an Erleichterung. Sehr hilfreich wäre es natürlich, wenn Du jemanden zum Reden hast, der selbst einen geliebten Menschen verloren hat und den Verlust erfolgreich überwunden hat. Durch ihn könntest Du vielleicht praktische Anregungen erhalten, die Dir helfen, Deinen Kummer zu bewältigen.

Es kann aber auch sein, dass es Dir überhaupt nicht danach ist, über Deine Gefühle zu sprechen. Was dann? Manchen hilft es, das, was sie bewegt, aufzuschreiben und es später wieder zu lesen. Auch auf diesem Weg kann man seiner Trauer Ausdruck verleihen und fühlt sich hinterher besser.

Etwas anderes, was die Trauer erleichtert, ist weinen. Das Vergießen von Tränen gehört mit zum Heilungsprozess und man braucht sich dafür nicht zu schämen. In der Zeit der Trauer werden manche sogar zusätzlich mit Schuldgefühlen geplagt. Sie meinen, irgendein Versäumnis habe mit zum Tod des Angehörigen beigetragen. Wenn Du je so empfinden solltest, dann brauchst Du nicht zu denken, das sei nicht normal.

Das, was einem Trauernden jedoch am meisten hilft ist das Versprechen Gottes, die Toten eines Tages wieder zum Leben zurückzubringen. Jesus beschrieb das einmal mit folgenden Worten: " Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, ..." (Johannes, Kapitel 5, Verse 21, 28 u. 29a). Die Bibel spricht hier von der Auferstehung der Toten. Diese Verheißung beschreibt, das Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Wie schön wird es dann sein, seine geliebten Angehörigen und Freunde, die man durch den Tod verloren hat, wieder in seine Arme schließen zu können! Daran zu denken, kann es sehr erleichtern, mit dem Schmerz und der Trauer fertig zu werden.

LG Philipp

Antwort
von Elise87, 18

Vorab mein herzlichstes Beileid.

Jeder verarbeitet den Tod eines geliebten Menschen anders. Einige trauern offen und andere ziehen sich eher zurück um alles verarbeiten zu können.
Ich denke was auf jeden Fall hilft ist viel über die eigenen Gefühle und Gedanken mit den Eltern oder guten Freunden zu reden. Wie lange es dauert bis man den Schmerz verarbeitet hat, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich

Antwort
von aliame, 15

Trauer braucht seine Zeit ich habe zwei Jahre gebraucht bis ich den tot meines besten Freundes verkraftet habe nimm dir die Zeit nach das was die gefällt wenn es gar nicht geht dann hole dir professionelle Hilfe

Antwort
von comhb3mpqy, 6

Du kannst mit einem Menschen darüber reden. Es gibt im Internet und über das Telefon kostenlose Seelsorge.

Ich bin Christ, ich glaube an ein Leben nach dem Tod. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott und ein Leben nach dem Tod gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Alles Gute

Kommentar von Unknownugh ,

ich wüsste in der tat wirklich gerne mehr über das christentum an sich

Kommentar von comhb3mpqy ,

was genau wollen Sie denn wissen?

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