Kann es sein, dass der Bewusstseinszustand eines Babys' - im Vergleich zu einem pubertären oder erwachsenen Menschen - unangenehm ist?

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10 Antworten

I-wie kann ich den Zusammenhang zw. den div. Fragen nicht wirklich fassen....

  • Babys wirken nicht permanent, als ob ihnen unwohl wäre
  • es gibt Tiere, die durchaus den RougeTest bestehen , Persönlichkeit besitzen u.o. lachen können

Komischer Weise kommt mir aber just dieser Spruch in denn Sinn:

"Primitiv, aber glücklich".....

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Kommentar von grubenhirn
17.02.2016, 18:58

Sie können sich aber nicht selbstständig in einen glücklichen Zustand versetzen und können weder laufen noch sprechen.

Zudem werden sie gefüttert und erbrechen oft.

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die angst vor dem Tod ist auch anerzogen und kulturell bedingt. Naturvölker haben oft eine positivere Einstellung zum Tod, weil der zum leben gehört. ausschlaggebend wäre also vor allem, in welchem Land und in welchem Volk der heranwachsende Mensch sein Dasein verbringt. Andererseits hat es auch mit dem individuellen Charakter etwas zu tun, ob jemand etwas angenehm oder unangenehm empfindet. Der angenehmste zustand ist wohl langfristig gesehen der Zustand der Zufriedenheit - zufrieden mit sich und zufrieden mit der Welt im großen und ganzen

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Ist zwar schon eine Weile her, Deine Frage und Deine Antworten sind aber interessant, deswegen gebe ich mal meinen Senf noch hinzu:

Von meinem Blickwinkel aus sehe ich, dass Du von Deinem Ich-Bewusstsein auf Tiere und Babys schließt. Du stülpst also quasi Deine Befindlichkeit in bestimmten Situationen auf sie über. Das tun wir in gewisser Weise alle. Und dabei übersehen wir, dass wir etwas haben, dass Tiere nicht und ein Baby noch nicht hat: ein Ich, ein Ego. Tiere und Babys sind im Einszustand, wir haben ein Ego, wir leben im Zustand der Trennung. Wir reden nur über das Einssein, wenn wir es wären, bräuchten wir nicht darüber zu reden. Das ist die Crux.

Du denkst, den Tieren und den Babys fehlt etwas, aber es ist genau andersherum. Du hast etwas „zuviel“. Das Ich schafft eine völlig neue Welt, obwohl sie  dieselbe ist, in der auch die Tiere und ein Baby lebt.

Versuch mal, das Wort Ich aus Deinem Wortschatz zu streichen. Was wäre, wenn Du das Wort Ich gar nicht kennen würdest? Versuch Dich so einmal, in ein Baby hineinzudenken, dass Nichts weiß, keine Wörter kennt, um zu beschreiben oder zu bewerten, kein Denken, keine Logik, da ist nur Schauen und Beobachten, ohne jedwedes Wissen um das Beobachtete, ohne das Wissen um eine Existenz von Leid oder Freude. Versuch es mal, doch ist das schwer, denn man kann nun mal nicht Nicht-wissen.

Der Fuchs leidet nicht, er ist. Er ist eins mit dem Leben. Er ist das Leben bzw. ein Ausdruck dessen. Wenn man mit etwas eins ist, dann kann man es nicht beobachten, es ist ja du und nicht getrennt von dir. Subjekt und Objekt sind eins. Er beurteilt das Leben nicht, er ist es, er freut sich nicht daran, er leidet nicht daran. Er empfindet im Augenblick, immer im Jetzt. Da ist Freude, da ist Leid, aber nicht der Fuchs freut sich oder leidet. Glaub mir, es ist ein riesengroßer Unterschied, ob ich leide oder Leid ist (im Moment). Genauso ist es aber auch mit der Freude. Wenn man nicht weiß, dass manlebt, kann man dann sterben? Man kann es kaum richtig beschreiben. Es gibt keine Worte dafür. Es ist ein Blickwinkel, ein Sehen und will man es beschreiben, verliert man es sofort. Weil Worte einen gleich wieder in die Dualität katapultieren.

Wir haben dieses Ego, das wir glauben zu sein, und unsere Hauptcharaktereigenschaft ist ego-istisch zu sein. Das ist nicht Schlimmes, selbst daraus kann aus unserer Sicht mit gut Bewertetes entstehen. Ein Fuchs ist „fuchsisch“, ein Kuckuck „kuckuckt“ – das Leben tut durch jeden, was getan werden muss zum Erhalt von sich selbst durch diesen Ausdruck (z.B. Fuchs), nicht mehr, aber auch nicht weniger. Deshalb handelt ein Fuchs immer wie ein Fuchs und nicht wie ein Hase. Und das Leben als Fuch ist auch nicht dumm oder unfähig. Der Fuchs kennt ganz ausgezeichnet ausgeklügelte Überlebensstrategien bei Paarung und Jungenaufzucht zum Erhalt seiner Art, weshalb er z.B. in England, wo Füchse ja bis zum geht nicht mehr gejagt wurden, nicht ausgestorben ist. Doch eigentlich nicht er, denn er ist kein er, er hat kein Ich, er wird getan, so müsste man es ausdrücken. 

Wir mit unserem Ego/Verstand haben eine größere Bandbreite, tun mehr als nur zu sein, zu unserem Erhalt, gegen unseren Erhalt, mit Sinn und Unsinn behaftet. Wir "ego-isten" vor uns hin, wir beur-Teilen, bewerten. Unser Ego erzählt uns große Geschichten und denen rennen wir hinterher. Und der Fuchs „fuchselt“. Jeder, wie ihm bestimmt. Und auch wir werden gelebt, oder hast Du wirklich eine Wahl? Schon bei so simplen Dingen wie Geschmack oder Vorlieben haben wir keine Wahl. Doch ist das schon wieder ein
Thema mit einem eigenen Buchumfang.

Wir glauben, wir sind ein Ich, doch wir haben es nur, das wirklich zu sehen, ist ein riiiiesengroßer Unterschied. Und durch dieses Ich sehen wir die Welt. Das ist unser Bewusstsein. Doch gibt es eine Wahrnehmung dahinter. Die macht den Unterschied, ob wir schlafen oder wach sind. Und glaub mir, wir wandeln im tiefsten Schlaf durch das Leben. Wir existieren, wir leben nicht. Ein Tier
lebt, es agiert auf das, was gerade kommt. Wir re-agieren (immer gleich, selbst wenn wir dadurch untergehen.) Da könnte man jetzt noch ein Buch drüber schreiben, ich bin leider keine Frau der kurzen Worte, sorry.

Vor einer Weile fiel mir ein Baby auf dem Arm seiner Mutter beobachtet (deswegen schreibe ich die Antwort hier). Es fiel mir auf wegen der riesigen staunenden Kulleraugen, die es machte. Es starrte auf etwas, doch da war für mich nichts, was man anstaunen hätte können. Ein Verkaufsstand mit verschiedensten Dingen. Doch es staunte und staunte – ich habe es richtig beneidet - genau das ist es. Wir haben es verloren, die Dinge so zu sehen wie sie sind, wir beurteilen sie, wir bewerten sie. Ganz automatisch, wir schauen nicht mal richtig hin, die Schublade ist schon offen. Wir haben es schon oft gesehen. Nur der erste Anblick, ohne zu wissen, ohne eine Wertung, ist der „echte“. Alles andere ist Kopie und eine Auslegung. Nicht das wahre Sein, nur die Welt mit Geschichte. Doch kann man das nicht ändern, so ist das eben. Man hat da keine Wahl.

Das ist, was ich sehe - Liebe Grüße

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Kommentar von MonikaundDu
06.03.2016, 09:28

Excellente Antwort ;-)

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Wie sich Babys genau fühlen, dass kann dir niemand sagen, immerhin wissen wir es alle nicht mehr. Ich kann mir schon vorstellen, dass diese große Abhängigkeit und die Hilflosigkeit als unangenehm empfunden werden.

Als Kind sieht die Sache schon wieder anders aus. Man hat mehr Bewegungsspielraum und Freiheit, kann sich aber dennoch relativ unbeschwert bewegen. Deswegen stelle ich folgende Vermutung auf:

In einem relativ reichen Land geht es Kindern insgesamt gesehen besser als Erwachsene. Natürlich sind da aber auch Ausreißer nach oben und unten dabei.

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Warum sollte denn der Bewusstseinszustand eines Babys unangenehm sein? Babys sind doch nicht permanent unglücklich?

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Hallo

Den Bewusstseinszustand bei Babys gibt es nicht. Es gibt Babys die weiter entwickelt sind, als andere Babys. So gibt es Babys die Mühe haben Baby zu sein, es nervt sie, dass sie nicht sprechen oder noch nicht gehen können und wissen ganz genau, dass sie es könnten. Sie sind sich in ihrem Zustand sehr bewusst. 

Die Entwicklung der Babys beginnt ja direkt nach der Zeugung und nicht erst nach der Geburt. Wenn das Baby auf die Welt kommt hat es ja bereits 9 Monate Entwicklung hinter sich. 

Es kann die Sprache schon, aber leider nicht sprechen. Es hat schon viele Gefühle erleben müssen oder dürfen und versteht sie auch einzusetzen.

Babys sind individueller als Erwachsene.

Sibylle

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Der Bewusstseinszustand eines Babys, ist dem Baby schon sehr bewusst , nur erkennt es noch nicht alle Zusammenhänge des Beschaulichem,...was nichts anderes darstellt, als wenn wir vergl. über eine grundlegend neue Technologie staunen würden, ...also nicht unbedingt unangenehm , obwohl lauter Geräusche wohl für die meissten unangenehm klingt...

Tiere sind sich jeder Zeit voll bewusst,... die leben nur, in einer Jetzt-bewusstheit , da es keine Zukunft oder Vergangenheit für sie gibt ( das sind rein Menschliche Konstrukte )...der Genuss ist weder bitter noch süss-sauer ;)

"Anders gefragt:"

Nicht der Bewusstseinszustand ist für das wohlgefühl verantwortlich , sondern das Seingefühl

Und führt dieses Wissen darum zur Angst vor dem Tod?

Im Gegenteil,...nur Unwissen führt zur Angst vor dem Tod...!

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Seelig sind die geistig armen oder andersrum, wer Erkenntnis gewinnt, gewinnt auch Sorgen.

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Ich würde sagen, für jedes Lebewesen gilt ganz grob:

-Bedürfnisse erfüllt = angenehm

-Bedürfnisse nicht erfüllt = unangenehm

Aus welchem Grund sollte ein Lebewesen damit "gestraft" sein, nur aufgrund seiner Art oder seines Alters, sich permanent unwohl zu fühlen?

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Kommentar von grubenhirn
17.02.2016, 19:24

"Aus welchem Grund sollte ein Lebewesen damit "gestraft" sein, nur
aufgrund seiner Art oder seines Alters, sich permanent unwohl zu fühlen?"

Permanent unwohl fühlen sich Tiere und Babys sicher nicht, aber gibt es denn z.B. "Flow"-Zustände auch bei Tieren?

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