Frage von MhhhNein, 49

Kann es schon immer "etwas" gegeben haben?

Also einmal im Detail: Unser Universum ist ja der Urknall-Theorie zufolge vor 13,8 Milliarden Jahren entstanden (glaube ich). Allerdings frage ich mich was davor war... denn rein logisch betrachtet kann es ja kein "nichts" geben, selbst im leersten Raum haben Wissenschaftler kleine Teilchen entdeckt, kleiner als Atome. Und außerdem kann ja aus nichts schlecht etwas entstehen. Daraus kann man ja schlussfolgern dass es schon immer etwas gegeben hat, dass es keinen Anfang von allem gab und nie ein Ende geben wird. Vielleicht kann mir einer von euch diesen Gedanken bestätigen oder mir etwas interessantes zu meiner These erzählen, und wehe einer kommt mit der liebe Gott hat alles vor 2000 Jahren erschaffen ihr Schlingel ;D

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von grtgrt, 13

Die Variante der Inflationstheorie, welche so gut wie alle aus der einfachen Urknalltheorie kommenden noch ungelösten Fragen einer Lösung zugeführt hat (sprich: plausible Antworten darauf gibt), ist die Theorie ewiger Inflation vertreten durch z.B. Guth, Linde und Vilenkin.

Ihr zufolge wurde unsere Welt durch einen Symmetriebruch im falschen Vakuum geboren (der sich dann im Inneren der durch ihn neu geborenen Welt als Urknall darstellt).

Vor dem Urknall also gab es das falsche Vakuum (worunter man ein Vakuum mit sehr hoher Energiedichte versteht). Welten wie die unsere muss man sich als Blasen darin vorstellen.

Aber natürlich kann man sich jetzt fragen: Woher kam dieses falsche Vakuum?

Details zu all dem lies bitte nach in Notiz http://greiterweb.de/zfo/Kosmos.htm#msgnr0-245 .

Antwort
von USSEnterprise, 30

Nun ja ich glaube das selbe. Es gab vor unseren Universum auf jeden Fall schon etwas aber was lässt sich schwer sagen. Keiner war damals dabei. Es ist das gleiche wie bei der Erdenstehung. Wir können nur vermuten was passiert ist. Man kann es nie zu 100% sagen.

Antwort
von Rotrunner2, 18

Also erst einmal, die Erde und die Menscheit bestehen weitaus länger als 2000 Jahre.

Frag den Lesch. Einer jetzt geltende Annahme zufolge ist der Urknall ein sich ständig wiederholender Prozess, welcher ständig neue Galaxien entstehen läßt, wobei bestehende Galaxien zerstört und teilweise zu neuen werden läßt.

Weiter hat man es leider noch nicht erforscht, sicher ist nur, dass auch unsere irgendwann dran ist. Man geht aber davon aus, dass es ein paar Menschen es schaffen werden, dieses Inferno zu überstehen und somit nicht aussterben.

Kommentar von MhhhNein ,

Ja, so eine Art unendliche Schleife von Vernichtung und Neuentstehung kann ich mir auch vorstellen. Wir werden es eh nie wissen, aber interessant was andere so dazu denken

Antwort
von soissesPDF, 9

"Daraus kann man ja schlussfolgern dass es schon immer etwas gegeben hat, dass es keinen Anfang von allem gab und nie ein Ende geben wird."

In der Quantenphysik besteht diese Theorie durchaus.
Der Urknall wäre demgemäß nicht der Ursprung von allem, sondern eine Art Rückkopplung (Big Bounce) vorhergehender Ereignisse.
Das Universum bereits seit unendlichen Zeiten existiert und ebenso unendlich bestehen wird.

Allerdings ist diese Theorie noch heiß umstritten, was nicht wenig wundert.
Der Urknall selbst ist nichts anderes als eine Theorie.


Kommentar von naaman ,

Bei allem Respekt. Ich muss immer schmunzeln, wenn über "Theorien" debatiert wird. Es wird dann immer so dargestellt, als ob diese oder jene Theorie die Realität ist.

Aber es ist alles nur Theorie. Ob es nun Urknall-, Evolutions- oder Inflationstheorie heisst, ist es doch nur theorie, mehr nicht. Also nichts reales.

Selbst die schlausten Wissenschaftler müssen zugeben, das Theorie und Praxis enorm weit auseinader liegen kann.

Der Theoretiker sagt: Ich wies nicht warum, theoretisch müsste es funktionieren.

Der Praktiker sagt auch so was ähnliches: In der Praxis funktioniert es, aber ich wies nicht warum.

Was entspricht wohl eher der Realität.

Kommentar von soissesPDF ,

Eine Theorie ist mehr als eine Hypothese, sie unterliegt der Beweisführung.
Der Punkt ist, dass Theorien wie Urknall oder Big Bounce (Loop) sich bestensfalls Wahrscheinlichkeiten nähern können.
Falls ist die Vergangenheit so gelaufen wie sie gelaufen ist, da lässt sich nichts ignorieren.

Für die Zukunft ist das unerheblich, da sich diese nicht vorhersagen lässt.
Ob, um im Thema zu bleiben, das Universum ewig sein wird oder schon ewig existiert, ist für die Menschheit ohne Bedeutung, denn die Existenz der Menschheit wird endlich sein.

Es obliegt der menschlichen Neugier nach Erkenntnis zu streben, das ist Bestandteil seiner Existenz.
Nebst der Hoffnung, seinem Ende entfliehen oder es wenigstens gestalten zu können.
Zur Orientierung ist es gut Theorien zu haben und sich an der Beweisführung abzuarbeiten.

Antwort
von alexandriner199, 23

Das Problem ist, dass sich das menschliche Gehirn die Unendlichkeit und das absolute Nichts nicht vorstellen kann, obwohl es beides geben muss.

Antwort
von thinkoffname, 30

Ich denke auch dass etwas außerhalb des Universums existieren muss, irgendwas "höheres". Man wird es aber nie wissen, solange man hier Mensch ist. Daher ist keine Antwort möglich.

Kommentar von Eritsch ,

Ja das denke ich auch mal. aber man wird wohl niemals erfahren was da noch alles ist. nicht in den nächsten Jahrzehnten oder Jahrhunderten. zumal wenn die Menschheit so weiter macht es sie in spätestens ein paar hundert Jahren eh nicht mehr geben wird oder?

Kommentar von MhhhNein ,

Danke für die Antwort erstmal, aber ich meine nicht etwas höherer. Vielleicht ist meine Frage etwas kompliziert gestellt. Ich wollte damit auf das Paradoxon hinweisen, dass es ja eigentlich kein nichts geben kann, da daraus ja nichts entstehen kann, was bedeutet das schon immer etwas existiert hat, zwar nicht unser Universum sonder halt was anderes, nur halt dass es schon immer etwas gab... puh

Kommentar von thinkoffname ,

Also schau, es ist so (das musste ich mir auch erstmal richtig klar machen): Wir Menschen können mit unserem Denken nicht erklären, was "Nichts" und "Unendlichkeit" bedeutet.

Unser Wissensstand und gesamtes Denken ist zu eingeschränkt!! Es gibt "höhere" Wesen, vielleicht könnte man sagen "Götter", mir fällt grad nur kein besserer Begriff ein. Aber dieses Höhere ist so anders als alles was wir kennen, dass wir es niemals verstehen würden, selbst wenn sie es uns erklären würden.

Unser Gehirn ist nicht ausgelegt für diese Art des Denkens!! Wir leben in einer 4 dimensionalen Welt! (4. Dimension = Zeit). Sie "leben" ganz anders!!!!! Man könnte nicht sagen sie leben 10 dimensional oder so, nein, weil es eben außerhalb dieses "dimensionalen" Denkens ist.

Fazit: Ja, die Sache mit der Unendlichkeit und dieses "Nichts" (was z.B. außerhalb des Universums oder vor dem Urknall ist) ist ein Paradoxon, welches unser Denkapparat niemals verstehen kann und wird. Beruhigend ist vielleicht die Überlegung, dass wir es vielleicht nach unserem Tod rausfinden ;) (vielleicht aber auch nicht...)

Antwort
von SturerEsel, 18

Sorry, die Frage macht keinen Sinn. :)

Du fragst nach der "Ewigkeit", einen immer währenden Zustand von "irgend etwas". Die Antwort lautet 42.

Mit der gleichen Intention könntest du fragen, welche Zahl kommt nach 'unendlich'?

Übrigens es gibt sehr wohl etwas im Nichts:

Kommentar von MhhhNein ,

Du hast mich falsch verstanden glaube ich, ist halt auch sehr kompliziert finde ich. Ich wollte damit sagen dass es halt kein nichts geben kann, was wiederrum impliziert dass es immer etwas gegeben hat und geben wird. Nur kann ich mir nicht vorstellen wie etwas keinen Anfang haben kann. Wollte auch nur wissen was ihr so dazu denkt:D

Kommentar von Rotrunner2 ,

42 ist der Sinn des Lebens, nicht die Ewigkeit. Studium nachholen am Do. 17.11.2016 20:15 Uhr bei KABEL ;)

Kommentar von MhhhNein ,

Aye Captain

Kommentar von SturerEsel ,

Nö. 42 ist die Antwort auf alles. Die Frage ist, wie lautet die Frage?

Antwort
von fricktorel, 4

Ja (1.Mose 1,1; Joh.1,1).

Es gibt aber auch andere Meinungen (Ps.53,2).

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