Frage von DrKarlMarx, 84

Kann es Freiheit geben, solange es einen Staat gibt?

Kann es Freiheit geben, solange es einen Staat gibt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Juli277di, 10

Ja und Nein.

Freiheit oder Sicherheit?

Das ist die ewige Diskussion. Auf der ganz grundsätzlichen Ebene sind sich alle einig: Freiheit braucht Sicherheit, aber Sicherheit muss Freiheit schützen und nicht aufheben. Der Streit, der unsere - und nicht nur unsere - Gesellschaft seit Jahren beschäftigt, geht daher nicht eigentlich um die Frage, ob wir Freiheit oder Sicherheit wünschen, sondern wie wir beides miteinander in Einklang bringen können.

Seit dem 11. September 2001 wurden viele Gesetze verändert, um zukünftige Terrorakte zu verhindern. In Deutschland steht unter anderem die Speicherung von Kommunikationsdaten auf Vorrat in der Diskussion: Was muss der Staat über seine Bürger wissen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten?

LG

Antwort
von voayager, 16

Die Staatsmaschine ist stets ein Gewaltapparat, ein Monster, der die Freiheit des Einzelnen zielsicher einschränkt. Daher kann es keine bestmögliche Selbstentfaltung geben, so lange es diesen Gewaltapparat gibt. Der Staatsillusionismus bzw. Staatsgläubigkeit ist zurückzuweisen. Das Wort Freiheit als bloße Phrase zu enttarnen. Was wir brauchen ist nicht irgendeine Freiheit, sondern Menschen brauchen Selbstentfaltung, Selbstverwirklichung.

So lange es einen Kapitalismus gibt, muß es auch einen Staat geben, gewissermaßen als noptwendiges Übel, weil sonst alles drunter und drüber ginge. Das bestehende System generiert nämlichj permanent Gewalt, Kriminalität und Ellenbogenmentalität. Ohne dem bürgerlichen Staat gäbe es ansonsten all die genannten auswüchse in noch weitaus konzentrierterer Form.

Fazit: es es unter den gegebenenUmständen schon unerhört viel, wenn denn ein Staat geschaffen wird, der dem Kapitalismus gewisse Schranken auferlegt, damit nicht gar zu sehr Manchester artige Verhältniss wuchern, so wie das heutzutage der Fall ist.

Antwort
von Pudelcolada, 20

Da ich inzwischen daran zweifele, dass die Mehrheit der Menschen zu einem selbstorganisierten, gewaltfreien Leben in einer Gemeinschaft der gegenseitigen Achtung und Rücksichtnahme fähig ist, muss ich "ja" sagen.

Eine allgemein anerkannte gesellschaftliche Organisation und die Abgabe eines Teils der persönlichen Selbstbestimmung an Institutionen ist schon deshalb nötig, um die Freiheit von Schwachen zu garantieren und die Macht- und Unterdrückungsambitionen derer zu beschränken, die sich für stark halten.

Allen konsensorientierten und gewaltfreien Menschen dazwischen ist es auch in einem Staatswesen möglich, in größtmöglicher persönlicher Freiheit ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu führen.

Bleibt nur die Frage, wie ein solcher Staat aufgebaut sein sollte.

Antwort
von Meandor, 24

Ohne staatliche Einrichtung kann es eine Freiheit geben, wie sie mit Staat nicht möglich wäre, aber es gibt eben auch keine Garantie auf Freiheit, denn es ist Niemand da, der sie garantieren kann.

Es wird dann eine Freiheit der Stärkeren; meist gut zu stehen ist postapokalyptischen US-Filmen wie Waterworld, Postman, Mad Max-Reihe, etc. pp.

Kommentar von Pudelcolada ,

Naja, das Beispiel mit postapokalyptischen Endzeitfilmen hinkt ja doch gewaltig:
Die Abwesenheit eines Staates muss ja nicht unbedingt so aussehen...

Kommentar von Meandor ,

Das Grundthema diese postapokalyptischen Filme ist, dass es keine staatlichen Strukturen mehr gibt.

Es geht den Menschen trotzdem gut. Ohne einen Staat der die große Infrastruktur am Leben erhält, wird sich das Leben wohl auf dörflichere Gemeinschaft eingrenzen müssen, denn Städte funktionieren dann meines Erachtens nicht.

Man kann in diesen Siedlungen dann in Frieden und Freiheit leben.

Es muss nicht postapokalyptisch werden, aber nimm den Standard-Wild West-Film. Die Siedlungen sind autark. Es gibt eigentlich nur einen Bürgermeister für die Verwaltungsaufgabe und einen Sheriff für die Ordnung. Und dann gibt es immer diese Bande, die dem Sheriff überlegen ist und alle terrorisiert und es ist Niemand da der helfen kann.

Antwort
von thenewnews, 54

Solange der Staat dir die Freiheit lässt, dass zu tun was du möchtest und darüber hinaus

Kommentar von Pr1nzAlbert ,

Das ist ein Widerspruch in sich. Wenn jeder tun kann was er möchte '"und darüber hinaus", hört jeder Staat auf zu existieren und auch derjenige welcher dir anfänglich diese Freiheit gelassen hatte. Dann herrscht Anarchie.

Kommentar von Pudelcolada ,

Anarchie bedeutet nicht, das jeder gerade mal tun kann, was ihm so passt, egal ob er einen anderen damit in dessen Freiheit beschränkt.

Antwort
von MrMiles, 40

Kann es Freiheit geben, solange es jemanden anderen gibt?

Kommentar von Pr1nzAlbert ,
Antwort
von atzef, 11

Ja.

"Kein Mensch bekämpft die Freiheit; er bekämpft höchstens die Freiheit der anderen."

"So gut, wie jeder schreiben und lesen lernt, muss jeder schreiben und lesen dürfen."

Kommentar von Pudelcolada ,

Das erste Zitat gefällt mir sehr, von wem ist das?

Kommentar von atzef ,

Beide von Marx. :-) Also dem echten, nicht dem Fragesteller...:-)))

Kommentar von Pudelcolada ,

Danke, dass Du das noch dazu geschrieben hast, fast wäre ich ja verwirrt gewesen...
XD

Antwort
von heidemarie510, 20

Wenigstens sind die Gedanken frei!

Antwort
von ManuTheMaiar, 35

Nein solange der Staat sich in die Belange der Menschen einmischt gibt es keine wahre Freiheit, wahre Freiheit gibt es nur in einer funktionierenden Anarchie

Kommentar von Pr1nzAlbert ,

Anarchie ist Chaos, jeder gegen jeden, also kein Gemeinwesen und daher auch keine Staatsform. In Anarchien hast du nur solange deine Freiheit, bis ein anderer kommt und sie dir einfach nimmt bzw. einschränkt.

Kommentar von Pudelcolada ,

PrinzAlbert, Du schreibst gerade Unsinn.
Du beschreibst hier das Recht des Stärkeren, mit dem theoretischen Anarchismus und dem konkreteren Anarchosyndikalismus haben Deine Behauptungen auf Stammtischniveau nichts zu tun.

Bitte informiere Dich, bevor Du solche Kommentare schreibst, oder setze wenigstens ein "m.M.n." dazu.

Antwort
von liquorcabinet, 24

Klar, denn Freiheit definiert jeder Mensch völlig unterschiedlich.

Kommentar von Pr1nzAlbert ,

Auch glückliche Sklaven empfinden sich irrtümlicherweise als frei.

Kommentar von liquorcabinet ,

Und jeder Mensch lässt sich über kurz oder lang freiwillig versklaven.

Antwort
von 486teraccount, 32

ja in Anarchien würde ich meinen, ist auch eine Staatsform

Kommentar von Pr1nzAlbert ,

Anarchie ist Chaos, jeder gegen jeden, also kein Gemeinwesen und daher auch keine Staatsform. In Anarchien hast du nur solange deine Freiheit, bis ein anderer kommt und sie dir einfach nimmt bzw. einschränkt.

Kommentar von Pudelcolada ,

Durch Drag'n'Drop wird Deine haltlose Behauptung auch nicht wahr.

Antwort
von Doktorfruehling, 26

Klar, kannst ausreisen

Kommentar von Pr1nzAlbert ,

Na toll, wenn das deine einzige Definition von Freiheit ist.

Kommentar von Doktorfruehling ,

Kannst auch da bleiben

Kommentar von Doktorfruehling ,

Kannst auch da bleiben.

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