Frage von Ladyinred88, 33

Kann es ein Eckhocker sein oder doch ein Windei?

Kurz zu meiner Vorgeschichte vor 5 Wochen hielt ich einen positiven Test in meinen Händen. Dann bekam ich vor 3 wochen aufeinmal starke Unterleibsschmerzen und auch dunkelrote Blutungen. Ich war der Meinung dies ist ein natürlicher Abgang und habe dann auch weiter nichts unternommen. Nach 2 Tagen immer mal wieder Blutungen war der Spuk vorbei und es lief für mich alles normal weiter. Diese Woche war mir immet wieder übel und ich hatte Unterleibsschmerzen, mein Mann hat dann nochmal einen Test besorgt und siehe da immer noch positiv. Daraufhin sind wir ins Krankenhaus gefahren, ich wurde gleich untersucht von einer Assistenzärztin. Die sich aber viel zeit für mich nahm, sie hat ewig Ultraschall gemacht. Dort war nun eine Fruchthöle, aber nicht eindeutig ein Embryo zu sehen nur an der Gebärmutter wand war manchmal ein kurzes Flimmern zu sehn. Die Ärztin meinte das könnte das Herz des Babys sein, wollte sich aber nicht festlegen. Könnte wohl auch ein Windei sein und die Blutung evtl.kein Abgang. Jedenfalls soll ich Montag wieder kommen und vom Oberarzt untersucht werden, sie sprach auch gleich von einer Ausschabung falls man dort nichts sieht. Ich denke mir aber falls das doch der Herzschlag war dann muss da auch irgendwo der Embryo sein und für mich wäre dann die Ausschabung wie eine Abtreibung wenn da was ist. Könnte das ein Eckhocker sein hatte das schonmal jemand von euch?

Bin echt am verzweifeln....

Expertenantwort
von isebise50, Community-Experte für Schwangerschaft, 16

Es tut mir sehr leid, dass du jetzt so eine schwere Zeit durchmachst.

Es kann sein, dass es sich um ein sogenanntes Windei (bzw. Windmole oder Abortivei) handelt. Dabei handelt es sich um eine Fruchtanlage, die schon sehr früh in der Schwangerschaft zugrunde geht.

Der Trophoblast (aus dem sich Plazenta und Eihäute bilden) wächst noch kurze Zeit, der Embryoblast wird jedoch nicht entwickelt. In diesem Fall ist zwar der HCG-Nachweis und damit der Schwangerschaftstest positiv, aber im Grunde handelt es sich um eine sehr frühe Form des sog. "verhaltenen Spontanaborts" (missed abortion).

Ein Windei liegt bei sehr vielen frühen Fehlgeburten vor. Bei der Ultraschalluntersuchung in der Frühschwangerschaft sieht man eine leere Fruchtblase ohne Dottersack und Embryo.

Als Ursache kommen sowohl genetische (chromosomale) als auch viele andere Entwicklungsstörungen in Frage. Das Wiederholungsrisiko in den nachfolgenden Schwangerschaften ist gering.

Bei einem Windei kommt es meist bis zur 12. SSW zum Spontanabort. Alternativ erfolgt die Saugkürettage durch den Gynäkologen, evtl. mit medikamentöser Vorbehandlung (Prostaglandine).

Aber diese Diagnose darf und wird nicht zu voreilig gefällt werden und muss vor irgendwelchen Maßnahmen absolut gesichert sein.

Leider bleibt dir zunächst nur abwarten.

Alles Gute für dich, ich drück dir ganz fest die Daumen!


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