Frage von njjjj, 85

Kann es auch Konsequenzen geben, wenn ein Kind, unter 14 Jahren, einen Menschen Umbringt?

Unter 14 Jahren, ist man ja strafunmündig. Kann ein Gericht, aber auch andere Strafen, als Gefängnis, für solch Menschen aussprechen? Oder haften, die Eltern?

Antwort
von Akka2323, 85

Unter 14 Jahre ist ein Kind strafunmündig und kommt in der Regel in eine Kinderpsychiatrie. Wie lange es in der Psychiatrie bleibt, entscheidet der Richter. Das Jugendamt wird miteinbezogen und auch geprüft, ob die Eltern sich strafbar verhalten haben, z.B. Eine Waffe herumliegen lassen. Auch kann das Kind zivilrechtlich belangt werden und einen Schaden bezahlen müssen.

Antwort
von goali356, 77

Wenn es wirklich eine vorsätzliche Tat war, wird man versuchen die Hintergründe zu finden. Schließlich bringt ein unter 14 jähriges Kind nicht ohne weiteres jemanden um. Es werden womöglich Gespräche mit dem Jugendamt gefürht wenn es irgendwelche Probleme in der Familie gibt. Sollte es psychische Ursachen haben, kann auch ein Psychologe eingeschaltet werden.

Kommentar von njjjj ,

Klingt logisch. Danke :-)

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Recht, 84

Das das Kind nicht strafmündig ist, kann und darf es nicht bestraft werden. Allerdings sind andere Maßnahmen möglich, sollte von dem Kind eine Gefahr ausgehen.

Was aber möglich ist: bei der ersten Straftat in strafmündigem Alter könnte der Jugendliche wegen seiner Vorgeschichte hinter Gitter wandern. Hab ich bei einem Automarder im Kindesalter erlebt. 

Kommentar von njjjj ,

Ich dachte, dass Alter zur Tatzeit würde zählen?

Kommentar von njjjj ,

Vergesse was ich geschrieben habe, habe es nicht richtig verstanden. Danke für die Antwort :D

Kommentar von furbo ,

Das Alter zur Tatzeit zählt auch. Nichtdestotrotz handelt auch ein Kind rechtswidrig.

Wenn ein Kind bis hinter die Ohren kriminell ist, Straftaten in Massen begeht, weil es genau weiss, dass ihm derzeit nichts geschieht, kann der StA auch die straflosen Taten bei der Haftantragsstellung mit berücksichtigen. 

Das was ich meine, ist der Fall eines Automarders, der nach der ersten Straftat mit 14 Jahren einfuhr. 

Der Haftgrund war in diesem Falle der § 112a Abs. 1 Nr. 2 StPO.

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Darauf hat der Richter wohl mit "Freuden" gewartet. :D

Kommentar von furbo ,

Ich war zunächst ziemlich verblüfft, als mir der StA erzählte, dass er einen 14jährigen eingesperrt hatte. Er hatte aber die Nase voll von dem Burschen, bezog die Vortaten mit ein und schon hatte er die nach 112a StPO geforderte Wiederholungsgefahr. War sicher ein böses Erwachen für den kleinen Verbrecher. 

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Das Gesicht von dem, wortwörtlich^^, "Kleinkriminellen" hätte ich da mal gern gesehen. ;))

Antwort
von Goodnight, 31

Das nennt sich bei Kindern Erziehungsmassnahmen. Das Kind kommt erst mal in die Psychiatrie. Und die Eltern werden natürlich einbezogen und wenn es ganz dumm läuft zum Teil mitverantwortlich gemacht. 

Kommt immer darauf an wie und warum es passiert ist.

Kommentar von AalFred2 ,

Die Eltern werden strafrechtlich mit Sicherheit nicht mit einbezogen.

Kommentar von Goodnight ,

Lass doch einfach mal deine unqualifizierten Bemerkungen. Natürlich werden Eltern strafrechtlich zur Verantwortung gezogen, wenn sie zum Beispiel Waffen nicht sachgerecht unter Verschluss halten. Und natürlich kommt es zu diversen Erziehungsmassnahmen. Davon sind die Eltern auch betroffen.

Kommentar von AalFred2 ,

Strafrechtlich haften die Eltern nur für ihre Verfehlungen nicht für die ihres Kindes.

Kommentar von Goodnight ,

Schön, dass du das auch kapierst!

Kommentar von AalFred2 ,

Etwas anderes habe ich nie geschrieben.

Kommentar von Goodnight ,

 Dann hättest du dich gar nicht einmischen müssen,Textverständnis üben!

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