Frage von babyglueck46, 100

Kann er unseren Sohn "behalten"?

Hallo, ich und mein Freund (nicht verheiratet) haben zusammen einen 1 1/2 Jahre alten Sohn (50/50 Sorgerecht). Unsere Beziehung steht so gut wie jeden Tag vor dem aus! Ich bin soweit dass ich sage ich will einfach nur noch raus, bin aber in einer total doofen Situation! Mein Freund arbeitet Vollzeit und ist so gut wie jeden Abend bis in die Nacht weg bei seinem Kumpel. Ich kümmere mich die ganze Woche um unseren Sohn, gehe jedoch 2x die Woche arbeiten (Donnerstag/Freitag) da ist der kleine bei meiner Mutter.

Nun droht er mir jedes Mal dass ich mich auf deutsch verpissen soll wenn ich das so will und ich sage jedesmal dass ich es morgen früh mache damit ich den kleinen mitnehmen kann, er sagt mir dann aber dass der kleine dann bei ihm bleibt. Und er ist so einer, er würde mit allen Mitteln spielen damit der kurze bei ihm bleibt. Er würde auch seine Arbeit aufgeben und vom Staat leben damit der den kleinen hat!

Ich habe nun 2 Probleme: 1. wenn ich dann erstmal zu meiner Mutter ziehen würde mit dem kleinen, dann würde er spätestens donnerstags wenn ich arbeiten bin, bei meiner Mutter auf der matte stehen und den kleinen mitnehmen! Und meine Mutter muss ihn nun mal rausgeben! 2. würde ich auf der Arbeit blau machen, damit ich zu Hause bleiben kann wegen dem kleinen verliere ich meinen Job!

Ich weiß einfach nicht weiter und er lässt auch nicht mit sich reden!

Ich hoffe hier gibt es jemanden der mir helfen kann!

DANKE!!!

Antwort
von scharrvogel, 40

dein problem ist folgendes: 1. du darfst das kind ohne seine erlaubnis nicht aus der wohnung mitnehmen zum umzug. es verbleibt also beim vater und spätestens die polizei holt das kind gemeinsam mit ihm bei deiner mutter ab.

2. selbst wenn du zu hause bist bei deiner mutter, würde er das kind rausverlangen und mitbekommen, da du es gegen seinen willen nicht mitnehmen darfst aus der wohnung wo das kind gemeldet ist.

ihr müsst euch also einigen. der der auszieht, benötigt die erlaubnis und zustimmung des anderen um das kind mitzunehmen. wenn die nicht vorhanden ist, darfst du allein ausziehen, kind aber nicht mitnehmen. hat er das alles mal durchdacht? wie soll es weitergehen mit ihm und seinem kind?

vor gericht würde er recht bekommen, wenn er ein vernünftiges betreuungskonzept vorlegt und damit punktet das er die gewohnte umgebung des kindes beibehält, soziale kontakte etc.

dein einziger pluspunkt ist der der bezugsperson, aber das ist er auch.

es wird also zeit, dass ihr miteinander redet und die zukunft nach der trennung plant.

Kommentar von Menuett ,

1. Die Polizei hat hier keinerlei Recht einzugreifen. Das ist Zivilrecht, da hat die Polizei sich rauszuhalten.

2. Nö, wenn sie getrennt sind, entscheidet immer derjenige, bei dem sich das Kind aktuell aufhält, und derjenige bestimmt auch die Betreuung.

Jemand, der ein "vernünftiges" Betreuungskonzept vorlegt, der muß auch Hauptbezugsperson sein und nicht immer durch Abwesenheit glänzen, weil man lieber mit den Kumpels rausgeht.

Das würde sich wohl kaum ändern, wenn die Mutter weg ist.

Er will ganz offensichtlich nicht reden.

Kommentar von scharrvogel ,

1. die polizei greift ein und wird der mutter das kind abnehmen und sie zur tür nach draußen begleiten.

2. derjenige wo das kind gemeldet ist, entscheidet ob die mutter es mitnehmen darf oder nicht. von daher ist auch hier deine frage falsch.

der der die wohnung hat, ist hauptbezugsperson. alles was vati also braucht ist das kind, die wohnung und ein schlüssiges betreuungskonzept. er könnte prinzessin noch heute nacht einfach so vor die tür setzen.

ob er mit den kumpels trinkt oder nicht, ist völlig uninteressant und geht mutti nichts an. das ist hörensagen und interessiert auch die richter nicht.

Kommentar von Wurzelstock ,

Scharrvogel, das ist Theorie. Das Interesse des Richters hängt ausschließlich davon ab, wie gut sich die Mutter mit ihm steht. Das kann sehr weit gehen.

Antwort
von Hundele, 52

Ich kenne mich mit dem Thema nicht wirklich gut aus.
Allerdings würde ich dir raten, dir direkt professionelle Hilfe zu holen (Anwalt / Jugendamt).
Damit einfach rechtlich alles geklärt ist und jeder seine Rechte und Pflichten kennt und ihr eine Lösung findet unter der das Kind, so wenig es geht,leidet.

Kommentar von scharrvogel ,

die erklären ihr das schlüssig und kurz: ohne erlaubnis des vaters, darf sie das kind nicht mitnehmen. sie benötigt ganz klar seine einwilligung. hat sie die nicht, holt er es sich im eilverfahren ganz schnell zurück.

Kommentar von martinzuhause ,

sie darf mit dem kind nicht einfach umziehen. das ist alles. sie kann aber ohne weiteres 14 tage mit dem kind zu ihrer mutter oder einer freundin fahren. das ist überhaupt kein problem.

sinnvoll wäre es vorher mit dem jugendamt zu sprechen und evtl. die hilfe eines anwalts in anspruch zu nehmen

Antwort
von Goodnight, 50

Nimm dir einen Anwalt und lass die Dinge vom Familiengericht sofort klären.

Ihm wird das Kind sicher nicht zugesprochen.

Das Aufenthaltsbestimmungsrecht liegt doch sicher eh bei dir?

Nicht mit ihm über das Kind streiten sondern handeln.

Kommentar von grubenschmalz ,

Wie kommst du auf die Idee, dass das "sicher nicht" ihm zugesprochen wird?

Kommentar von Goodnight ,

Weil das Paar nicht verheiratet ist, das Kind noch sehr klein ist und er Vollzeit arbeitet. 

Kommentar von Menuett ,

Weil kein Richter einem Kleinkind die Hauptbezugsperson wegnimmt.

Kommentar von Hundele ,

Denke auch dass das Kind nicht ihm zugesprochen wird, er müsste Job aufgeben um sich um das Kind zu kümmern und dann lieber vom Amt leben, da stimmt kein Richter zu

Kommentar von scharrvogel ,

da liegst du aber gewaltig falsch. die eltern haben gemeinsames sorgerecht, somit haben sie automatisch gemeinsames abr. natürlich wird dem vater das kind zugesprochen: er hat arbeit, er hat die wohnung, das soziale umfeld und die gewohnte umgebung.

Kommentar von Goodnight ,

Garantiert nicht!

Kommentar von scharrvogel ,

todsicher goodnight.

Kommentar von Menuett ,

Gesichert nicht.

Ich kenne keinen Fall, wenn nicht ganz besondere Umstände vorliegen, dass ein Richter ein Kleinkind nicht bei der Hauptbezugsperson lässt.

Kommentar von scharrvogel ,

du nicht, aber ich und zwar mehr als eines.

Kommentar von scharrvogel ,

lol hundele, wieso sollte er seine arbeit aufgeben um sich um das kind zu kümmern? das ´kind kommt in die kita und wenn nötig holt er eine tagesmutter ins boot. da muss er keine arbeit aufgeben. das sehen richter garnicht gerne.

Kommentar von Menuett ,

Und wer passt aufs KInd auf, wenn er mit den Kumpels saufen geht?

Kommentar von scharrvogel ,

oma

Kommentar von Hundele ,

@scharrvogel: les doch die frage: er würde seine arbeit aufgeben,schreibt sie doch...toller verantwortungsbewusster Vater

Kommentar von scharrvogel ,

hundele: na und das kann er doch. ändert nichts an der tatsache, dass sie das kind nicht mitnehmen darf um auszuziehen. er hat das soziale umfeld und die gewohnte umgebung. einen job muss er nicht haben für seine vorhaben. - spielt überhaupt keine rolle.

Kommentar von Goodnight ,

Unsinn, sie ist die Mutter und nicht verheriatet, sie kann mit dem Kind jederzeit zu ihrer Mutter ziehen.

Antwort
von Menuett, 21

Sprich nicht mit ihm und gehe zuerst zum Anwalt und ggf. zum Jugendamt.

Wenn er kündigt, hat er erstmal eine dreimonatige Sperre und könnte das Kind gar nicht nähren.

Antwort
von babyglueck46, 21

Das ist bei uns ziemlich kompliziert!

Als ich schwanger wurde, habe ich Grade mein fachabitur gemacht, dementsprechend sind ich und unser sohn sogar bei meinen Eltern noch gemeldet! Ich habe mich bisher nicht umgemeldet.

Kommentar von Menuett ,

Super.

Du kannst gehen. Er kann das Kind auch nicht herausverlangen, wenn Deine Mutter auf ihn aufpasst.

Gut durchlesen:

§ 1687
Ausübung der gemeinsamen Sorge bei Getrenntleben

(1) Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht,
nicht nur vorübergehend getrennt, so ist bei Entscheidungen in
Angelegenheiten, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung
ist, ihr gegenseitiges Einvernehmen erforderlich. Der Elternteil, bei
dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder auf
Grund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich aufhält, hat die
Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten des täglichen
Lebens. Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens sind in
der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer
abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben. Solange
sich das Kind mit Einwilligung dieses Elternteils oder auf Grund einer
gerichtlichen Entscheidung bei dem anderen Elternteil aufhält, hat
dieser die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten der
tatsächlichen Betreuung. § 1629 Abs. 1 Satz 4 und § 1684 Abs. 2 Satz 1 gelten entsprechend.

(2) Das Familiengericht kann die Befugnisse nach Absatz 1 Satz 2 und 4
einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes
erforderlich ist.

Kommentar von Menuett ,

Lass Dich vorher trotzdem vom Anwalt beraten.

Kommentar von scharrvogel ,

woher willst du wissen, dass das kind noch bei deinen eltern gemeldet ist? unter umständen hat er es schon längst umgemeldet.

lässt sich einfach nachholen.

Antwort
von grubenschmalz, 39

Er hat nicht mehr und nicht weniger Anrecht auf euer Kind als du.

Kommentar von scharrvogel ,

doch, er hat die wohnung, das soziale umfeld erhält er dadurch und ohne seine zustimmung darf sie das kind beim auszug nicht mitnehmen.

Kommentar von Menuett ,

Das soziale Umfeld sind hier die Mutter und die Großmutter.

Die Wohnung spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Kommentar von scharrvogel ,

die wohnung spielt die allerwichtigste rolle, diese ist gewohntes umfeld und soziales umfeld. mehr braucht es nicht.

Antwort
von drea67, 42

Leider kann ich dir nur raten, eine Rechtsberatung aufzusuchen.

Kommentar von scharrvogel ,

vorher sollten elterngespräche geführt werden im rahmen einer mediation beim jugendmat.

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