Frage von Amo007, 34

Kann einer den Begriff der Nächstenliebe erklären?

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 18

Nächstenliebe ist für mich "tätiges Mitgefühl".

Nicht einfach nur zu akzeptieren, dass um einen herum noch andere Menschen existieren, oder lediglich Mitgefühl zu haben, sondern sich für diese Menschen zu öffnen und ihm zu helfen, ohne an den eigenen Vorteil zu denken.

Wenn ich einen mürrisch blickenden alten Mann mit schweren Einkaufsttüten sehe und mir denke "wenn ich ihm helfe, wird Gott mich gern haben", dann ist das keine Nächstenliebe, denn wir helfen dann nur zu unserem eigenen Nutzen.

Dieser Mensch muss mir nicht einmal sympathisch sein - alleine der Umstand, dass dieser grimmige alte Mann meine Hilfe benötigt, reicht aus, damit ich ihm helfe - unabhängig von seinem Auftreten, oder Charakter.

Nächstenliebe bedeutet aus meiner Sicht, nicht sich selbst alleinig an erste Stelle zu setzen, sondern das Wohl der Anderen gleichermaßen zu fördern.

Lediglich Mitgefühl zu haben, kann sehr arrogant sein - ich sehe mich in einer höheren  Position als der andere und bemittleide ihn, für seine Unterlegenheit mir gegenüber.

Nächstenliebe, also tätiges Mitgefühl, bleibt nicht auf dieser emotionalen Ebene hängen, sondern äußert sich ganz konkret in meiner Unterstützung des Anderen.

Ich begebe mich auf seine Augenhöhe, denn es geht um sein Wohl und seine Bedürfnisse - nicht um meinen gesellschaftlichen Status.

Antwort
von FAGlaube, 10

Bedeutet die Liebe zu allen Menschen

Antwort
von sebyx, 15

Wenn man andere Menschen akzeptiert, egal welche Religion oder welche sexuelle Orientierung usw. (Glaube ich)

Antwort
von minaray1403, 16

Nächstenliebe = Die Menschen um einen herum lieben und achten.

Antwort
von fricktorel, 2

Ja: "Röm.6,23" !

Antwort
von Sturmwolke, 8

Ich finde die nachfolgenden Texte beschreiben die Nächstenliebe schon sehr gut:

(1. Korinther 13:4-7)
4 Die Liebe ist langmütig und gütig. Die Liebe ist nicht eifersüchtig, sie prahlt nicht, bläht sich nicht auf, 
5 benimmt sich nicht unanständig, blickt nicht nach ihren eigenen Interessen aus, läßt sich nicht aufreizen. Sie rechnet das Böse nicht an. 
6 Sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit, sondern freut sich mit der Wahrheit. 
7 Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, erduldet alles.

(Jakobus 2:15, 16)
15 Wenn sich ein Bruder oder eine Schwester in nacktem Zustand befindet und [es ihnen an] der für den Tag hinreichenden Speise fehlt,
16 aber einer von euch sagt zu ihnen: „Geht hin in Frieden, haltet euch warm und wohlgenährt“, ihr gebt ihnen aber nicht das für [ihren] Körper Notwendige, von welchem Nutzen ist das?

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Ausführlicher findest Du das in diesem Artikel erklärt:

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“

http://m.wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/2014446

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Und schau Dir auch hier einmal die hilfreichste Antwort an:

https://www.gutefrage.net/frage/das-gleichnis-der-barmherzige-samariter

Kommentar von Viktor1 ,

Nun - Korinther ist richtig (fast)
Jakobus beschreibt Glaube vs Tun.(alles dort lesen)
Ansonsten ist man beim "Original" besser aufgehoben, den Aussagen in der Botschaft Jesu.
Nächstenliebe ist nicht nur "Befindlichkeiten" im Sinne von Paulus sondern "größere Gerechtigkeit", sich zurücknehmen zu Gunsten des Anderen, Zuwendung zu ihm, Erbarmen zeigen und danach handeln (dann sind wir fast bei Jakobus)

Enzylexikon hat da richtig geantwortet

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