Frage von MLPxLuna87, 169

Kann eine Vollnarkose wegen hohem Alkoholkonsum abgelehnt werden?

Hallo,

also ich kriege bald alle 4 Weisheitszähne auf einmal raus. Umso wichtiger auch noch da die Zähne schief stehen. Meine Frage:

Wenn alles passt außer einer einzigen Sache, nämlich das vor kurzer Zeit, der Alkoholkonsum sehr hoch war. Reicht das schon aus, das eine Vollnarkose abgelehnt wird ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von pn551, 169

Ich denke mal, daß Du unter Alkohol überhaupt keine Narkose bekommst. Auch eine lokale Betäubung würde da nicht wirken. Aber was meinst Du mit "vor kurzem"? Wenn du kurz vor der OP wenigstens 2 Tage keinen Alkohol zu Dir nimmst, dann hat der Körper das wieder abgebaut. Du weißt ja, 1 Promille braucht 10 Stunden, um abgebaut zu werden.

Kommentar von MLPxLuna87 ,

Naja. Ich hab eben keine Ahnung wie streng das Gehandhabt wird. Man sollte ja auch keine Leberschäden haben und Gesund sein. usw. (Ich nehme an die Leberwerte passen)

Sehe jedenfalls all die vielen Fragen auf dem Amnesebogen. Von denen viele kein Problem sind.

Ja, also mehr als 5 Tage nüchtern vor der OP ist es jedenfalls nicht. 

Kommentar von pn551 ,

Das Thema Alkohol wird von den Ärzten schon sehr streng gehandhabt, die wollen ja auf keinen Fall ein Risiko eingehen. Für Dich nicht und für sie selber auch nicht. Hast Du das Thema denn in der Praxis mal angesprochen? Aber ich denke, wenn Du ein paar Tage vor dem Eingriff nichts trinkst und Magen und Leber ein wenig zur Ruhe kommen läßt, kann eigentlich nichts schiefgehen.

Kommentar von MLPxLuna87 ,

Danke. ich denke auch eher das es kein problem geben wird, aber wissen tu ich es nicht. Ich werde jedenfalls deinen letzten Rat (Satz) befolgen. Naja in der Praxis angesprochen ?

Ich hab angegeben täglich 1 Bier oder mehr zu trinken. Mehr nicht. Es klingt zwar blöd aber mir ist das Thema dann so extrem unangenehm, obwohl es ja sehr wichtig ist. Ich habe gedacht ich lasse es darauf ankommen, da sie ja schließlich durch die Blutabnahme sich ein Bild verschaffen könnten.

Was mich ebenfalls sehr stutzig gemacht hat, war das ich heute als ich al die Vorbereitungen zur OP abgeholt habe, die im Nachhinein jetzt eine Urin Probe wollten.

(Und ich nur gedacht habe, ob das jetzt etwas damit zu hat. Oder ob ich nur wieder zu viel nachdenke.)

 

Und es wie gesagt die Frage ist, inwieweit es ein Rolle spielt.

Kommentar von pn551 ,

Die Blut- und Urinprobe dient der Untersuchung auf evtl. weitere Krankheiten. Für eine Vollnarkose nicht unwichtig. Wenn Du beim Arzt schon erwähnt hast, daß Du täglich ein oder auch zwei Bier trinkst und der Arzt ist da nicht weiter drauf eingegangen, dann ist das wohl nicht so tragisch für den Eingriff. Aber es ist schon richtig, daß man beim Arzt auch seine kleinen Fehlerchen gesteht. Hält man damit hinterm Berg, dann kann man sich nur selber schaden. Mach Dir weiter keinen großen Kopf, schau, daß Du die OP gut hinter Dich bringst, denn die wird kein Spaziergang sein. Vier Weisheitszähne auf einen Schlag sind nicht von Pappe.

Kommentar von MLPxLuna87 ,

Danke :) Die Zeit danach werde ich schon igendwie überstehen.

Wenigsten muss ich ja nicht arbeiten. XD

Kommentar von MLPxLuna87 ,

Darf ich dir trotzdem eine kleine Frage noch stellen. Um zwar weisst du zufällig wie über die Narkose Enstscheidung nachgedacht wird, bei Schäden die für eine gewisse Zeit anhalten. Ähm wie z.B. bei Rauchern die Lunge sich wieder nach k.a. Jahren regenerieren muss. Sowohl auch die Leber.

(Den schlimmsten Fall, den dauerhaften Schäden, nämlich der Leberzerose schenke ich mir jetzt. das trifft bestimmt nicht zu.) 

Kommentar von pn551 ,

Leberzirrhose würde sich auch nicht mehr zurückbilden. Wenn es mal so weit ist, dann hat man auf Deutsch gesagt die A****karte. Aber Schädigungen der Lunge durch Rauchen - das fragen die Ärzte ja auch - werden bei der Narkose berücksichtigt. Deshalb darf ja auch nur ein Anästhesist die Narkose setzen und nicht der Zahnarzt selber, es sei er hat ein Anästhesie-Studium absolviert. Der Anästhesist hat alle Daten von Dir, und darauf stellt er die Menge des Narkosemittels ein. Mach Dir da keine Sorgen, ich selber habe auch geraucht und wurde auch unter Vollnarkose operiert. Fast alle Menschen habe irgendwie und irgendwo ihre Schädigungen, dann dürfte niemand mehr eine Narkose bekommen. Wenn aber Deine Angst so groß ist, kannst Du es auch unter Lokalanästhesie machen lassen. Dann bekommst Du aber alles von der OP mit. Das persönlich finde ich sehr unangenehm und verursacht viel mehr Streß für den Körper. Ich persönlich würde auch eine Vollnarkose vorziehen.

Kommentar von MLPxLuna87 ,

Danke :)

Kommentar von MLPxLuna87 ,

Alles bestens gelaufen. Hatte auch Glück, das es gar nichts so angschwollen war oder starke Schmerzen hatte. Bei der Narkose bin ich auch gleich eingeschlafen. Hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Jetzt kriege ich dann nur noch beim nächsten Termin die Fäden raus. Danke !

Antwort
von Coza0310, 147

Wenn Du bei der Narkoseeinleitung nach Alkohol riechst, dann wird sie natürlich verweigert. Ansonsten kannst du es sagen, dann weiß der Anästhesist, dass er möglicherweise etwas mehr Narkosemittel benötigt, weil Deine Leber, so sie noch funktioniert, sich auf einen erhöhten Abbau eingestellt hat.

Kommentar von MLPxLuna87 ,

Nein, das wird nicht der Fall sein. Sind jetzt noch 5 Tage bis dahin und dann lass ich es einfach gut sein.

Mein Problem ist, ob es nicht bereits zu gewissen Beeinträchtigungen in langer Zeit gekommen ist und das allein schon ausreichen könnte die Narkose abzulehnen.

Antwort
von Tschoo, 131

Wenn du ohne Alkoholspiegel ("Spiegeltrinker") nicht mehr leben kannst, ja.

Wenn du aber zu dem Zeitpunkt nüchtern bist (0,0 Promille), dann nicht wegen dem Alkohol.

Gruß

Kommentar von MLPxLuna87 ,

Wenn es allein nur darum geht, wie du sagtest, ,,zu dem Zeitpunkt nüchtern bist´´ ist alles bestens.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community