Frage von General001, 99

Kann eine stromdurchflossene Spule mit einer Windung ein Magnetfeld mit Nord und Südpol erzeugen?

Antwort
von lks72, 43

Eine Spule hat mit einer oder tausend Windungen bei elektrischem Strom ein Magnetfeld, Pole gibt es aber nur mit Eisenkern, ohne Eisenkern sind die H Feldlinien geschlossen und es gibt keine Pole.

Kommentar von 97BlackWolF97 ,

es gibt auch da pole

Kommentar von lks72 ,

Pole sind die Stellen, an denen das H Feld Divergenzen hat. Am Anfang der H Feldlinien ist der Nordpol , am Ende der Südpol. In einer normalen Spule sind die H Feldlinien geschlossen, es gibt kein Anfang und kein Ende und damit keine Pole. Ist ein Eisenkern vorhanden , dann enden an einer Seite die H Feldlinien, am anderen Ende beginnen sie, denn das H Feld dringt in Eisen nicht oder kaum ein. Daher gibt es dort auch Pole.

Antwort
von Physikus137, 57

Eine Spule mit eine Windung ist schlicht eine Leiterschleife, und natürlich wird auch da ein Magnetfeld erzeugt.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Leiterschleife#Das_Magnetfeld

Kommentar von General001 ,

Auf dem Bild ist leider nicht zu sehen ob auch ein Nord und Südpol entsteht. Entsteht also nun ein Nord und Südpol?

Kommentar von Physikus137 ,

Wenn du dir das Bild nochmal genau anschaust, findest du vielleicht selbst die Antwort. ( Magnetische Feldlinien verlaufen immer von Nord nach Süd - jedenfalls außerhalb des Magneten.)


Kommentar von JTKirk2000 ,

Definitiv ja. Entsprechend der https://de.wikipedia.org/wiki/Drei-Finger-Regel oder auch der https://de.wikipedia.org/wiki/Korkenzieherregel 

Relevant ist die Anzahl der Windungen nur für die Intensität des Magnetfeldes. Die Ausrichtung des Magnetfeldes ist immer derart, dass die Achse des Magnetfeldes der Achse der Windung entspricht. Alles weitere kannst Du den Wikipediaartikeln entnehmen.

Kommentar von General001 ,

Ich habe gelesen das ein Magnetfeld mit Nord und Südpol erst entsteht wenn durch die Spule ein Eisenkern geschoben wird.

Kommentar von Physikus137 ,

Ein Permanentmagnet hat einen festen Nord- und Südpol. In einem stromdurchflossenen Leiter hängt die Richtung des Magnetfeldes von der Stromrichtung ab. Mit einer Spule - oder auch einer einzelnen Leiterschleife, bei genügend hohem Strom - lässt sich z.B. eine Kompassnadel genauso ablenken wie mit - sagen wir einem Stabmagneten, damit kann man also auch sowas wie Nord- und Südpol festlegen - und zwar mit oder ohne Eisenkern. Letzterer dient vornehmlich der Erhöhung der magnetischen Flussdichte (= stärkere Ablenkung der Kompaßnadel). Wird die Stomrichtung umgekehrt erhält man das gleiche Ergebnis, wie wenn man den Stabmagneten umdreht.

Antwort
von GuenterLeipzig, 44

Wird ein Leiter (ob Spule oder nicht) von einem elektrischen Strom durchflossen, wird um diesen ein Magnetfeld aufgebaut.

Günter

Expertenantwort
von DieChemikerin, Community-Experte für Chemie & Mathematik, 39

Hi :)

Du hast dann einfach eine Leiterschleife. Dennoch wird ein sehr schwaches Magnetfeld erzeugt. Ein Magnetfeld hat, soweit ich weiß, immer einen Nord- und Südpol.

LG

Kommentar von General001 ,

Aber ein einzelner gerader Draht hat ein ringförmiges Magnetfeld ohne Nord und Südpol.

Kommentar von DieChemikerin ,

Stimmt ich habe nicht richtig nachgedacht. Du hast natürlich recht! Genau wie Iks72.

Kommentar von lks72 ,

Auch ein gebogener Draht hat ohne Eisenkern keine Pole.

Kommentar von 97BlackWolF97 ,

auch ohne eisenkern hat eine spule pole

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