Frage von Froebelhaus, 19

Kann eine Stadt das Auslichten verweigern?

Ich habe im Jahre 1997 ein im Jahre 1973 erbautes Haus mit Grundstück gekauft. Die Stadt hat vor fast 40 Jahren dort 3 Bäume ohne den erforderlichem Grenzabstand unmittelbar an unser jetziges Grundstück gepflanzt.

Inzwischen sind diese 3 Bäume derart gewaltig groß geworden und beeinträchtigen somit den Gebrauch des Grundstücks übermäßig. Die Kronen dieser Bäume hängen alle ca. 5 bis 6 Meter über unser Grundstück. Dadurch haben wir eine große Verschattung unseres Grundstückes und vor allem unserer Terrasse und Garten. Durch die Samen der Bäume sprießen hunderte junger Bäume im gesamten Garten und auch zwischen den Terrassenbrettern. Die Dachrinnen sind trotz Drahtabweiser immer total mit Blättern und Samen verstopft, und müssen mehrmals im Jahr mühevoll gereinigt werden.

Ich fahre jedes Jahr 3 - 4 Anhänger mit Laub der städtischen Bäume zur Deponie. Bisher habe ich hierfür viel Geld ausgegeben.

Der Rasen muss laufend gedüngt und gewässert werden, da die kurz unter der Rasennarbe verlaufenen Wurzeln alle Saft und Kraft aufsaugen. Die Stadt lehnt es nach wie vor ab, die überhängenden Äste zu beschneiden bzw. die Bäume auszulichten da die 3 Bäume angeblich Ortsprägend sind. Was kann man hier machen?

Antwort
von ArnoldBentheim, 11

1. Als du dein Haus gekauft hast, standen die Bäume bereits rund 20 Jahre. Du hast das damals akzeptiert.

2. Laubfall ist natürlich und normal, muss also hingenommen werden.

3. Die Bäume stellen keine Gefahr dar.

Aus diesen Gründen wirst du gegen die Stadt nicht viel unternehmen können.

4. Die Beeinträchtigung des Wohnwertes durch die Verschattung bliebe noch. Über diese kann natürlich gerichtlich gestritten werden. Eine Aussicht, gegen die Stadt zu obsiegen, hast du nur, wenn du eine unzumutbare Beeinträchtigung beweisen kannst. Im Zweifelsfalle solltest du dir den Rat eines Fachanwaltes einholen.

MfG

Arnold

Antwort
von derhandkuss, 12

" .... und beeinträchtigen den Gebrauch des Grundstücks übermäßig."

Als Ihr das Haus gekauft habt, war Euch klar, dass im Grenzbereich Bäume stehen. Von dicht stehenden Bäumen gehen immer Beeinträchtigungen aus. Ich selbst habe gestern beispielsweise am Elternhaus 90 Minuten nur Laub gekehrt (zusammen mit meinem Bruder) und heute zwei volle Anhänger zum Kompostieren gebracht. Und das von einer einzigen (~70 Jahre alten) Linde auf städtischem Nachbargrundstück.

Ziehst Du (bewusst) in ein ländlich geprägtes Dorf, kannst Du Dich auch nicht über den Gestank des Misthaufens eines nahe gelegenen Bauernhofes beschweren.

Die Kommune wird hier nur dann Äste der Bäume ausdünnen, wenn dies aus Gründen der Verkehrssicherheit notwendig ist. Im Zweifel wird hier der zuständige Revierförster seine fachkundige Meinung sagen.

Antwort
von Delveng, 19

Bitte beschreite den Rechtsweg.

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