Frage von MariusM2, 83

Kann eine Krankenkasse die Aufnahme als "Freiwillig Versicherter" ablehnen?

Folgendes Szenario:

Man ist gesetzlich pflichtversichert und tritt bspw. in Selbstständigkeit oder Referendariat ein, sodass man nicht mehr weiterhin pflichtversichert bleibt. Nun besteht neben dem Eintritt in die private Krankenversicherung ja auch die Möglichkeit, sich freiwillig gesetzlich versichern zu lassen (bei Übernahme der vollen Beträge, ohne Arbeitgeberunterstützung). Meine Frage ist nun: Kann die GKV eine solche Aufnahme verweigern, wenn der entsprechende Kunde chronisch krank ist und somit "unangenehm hohe" Kosten für die Krankenkasse verursachen würde, ohne besteht seitens des Kunden ein Anspruch auf Aufnahme als freiwillig Versicherter?

Vielen Dank vorab!

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Antwort
von Apolon, 34

@MariusM2,

ein chronisch Kranker, kann natürlich in der GKV bleiben.

Als Selbständiger oder Beamter als freiwillig Versicherter.

Gesundheitsfragen bei einem Krankenkassenwechsel erfolgen nicht.

Ein chronisch Kranker, hätte beim Statuswechsel vom Beamten auf Widerruf zum Beamten auf Probe  die Möglichkeit über die Beamtenöffnungsklausel mit einem maximal Zuschlag von 30 % in die PKV zu kommen.

Gruß N.U.

Antwort
von MiaMaraLara, 52

Nein sie kann die freiwillige Mitgliedschaft nicht verweigern. Wenn du bisher gesetzlich Versichert bist kannst du auch nach dem Ausscheiden aus der Versicherungspflicht bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert bleiben. Und zwar (wie du schon sagtest) als freiwilliges Mitglied.

Der Gesundheitszustand ist bei den Aufnahmebedingungen einer gesetzliche Krankenkasse immer unerheblich. Es gibt auch keine Gesundheitsprüfungen bei gesetzlichen Krankenkassen.

Antwort
von BenniXYZ, 48

Die GKV stellt keine Gesundheitsfragen und nimmt dich ohne weiteres auf. Schau dir mal den Antrag an. Kein Problem.

Antwort
von SmartTim98, 53

Die Person kann definitiv bei der jetzigen Krankenkasse bleiben. 

Ein Wechsel in die PKV wird dann ja zum Glück ab der eventuellen Verbeamtung auf Probe möglich. Die Frage hört sich nach einem Juristen an, oder? ;)

Kommentar von Apolon ,

 Die Frage hört sich nach einem Juristen an,

Nein, denn ein Rechts-Referendar muss sich während seiner Ausbildung gesetzlich kranken versichern !

Antwort
von Apolon, 28

  (bei Übernahme der vollen Beträge, ohne Arbeitgeberunterstützung).

Sorry - aber hier liegt ein Irrtum vor.

Ein Selbständiger, oder Beamter hat keinen Arbeitgeber !

Kommentar von MariusM2 ,

Ok, das sehe ich ein. Ist aber für die Frage prinzipiell irrelevant, oder?

Kommentar von Apolon ,

Nein - denn nur ein Arbeitgeber beteiligt sich an den Kosten für eine Krankenversicherung.

Antwort
von 019095, 40

Ruf doch einfach mal bei Deiner Krankenkasse an, dann weißt Du mehr.

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