Frage von tauchfabrik1982, 90

Kann eine Hyperkapnie eine erhöhte visuelle Lichtempfindlichkeit auslösen?

Beim Phänomen der Schlafparalyse tritt dieses Phänomen gehäuft auf. Ich beschäftige mich gerade mit einem neuen Vortrag über das Thema Mystik. Könnte es sein, dass sich der wahrnehmbare und vermehrt auftretende Lichteinfall, den manche Mystiker, Heilige und Entführungsopfer von Außerirdischen von Zeit zu Zeit wahrgenommen haben wollen, dadurch und den erhöhten Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut, erklären lässt. (Bitte keine wikipedia Links. Die kann ich mir selbst ansehen. Wissenschaftlich qualifizierte Mitglieder wären von Vorteil)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von holodeck, 56

Weshalb sollte denn die von dir benannte Personengruppe überhaupt zuviel Kohlendioxid im Blut aufweisen?   

Von Atemstillständen oder asthmatischen Beschwerden unter Mystikern & Co. ist mir nichts bekannt.

Kommentar von tauchfabrik1982 ,

Ein Mensch schläft normal ein. Irgendwann tritt der sog. REM - Zustand ein. Die sog. REM-Atonie sorgt dafür, dass der Mensch die Bewegungen, welche er im Traum vollzieht, nicht in der Realität macht und im Bett um sich schlägt oder, oder, oder. (Bis auf die Augen, die können sich auch während der REM-Atonie bewegen. Im Aufwachen wird diese REM-Atonie praktisch ohne Verzögerung durchbrochen.

Nun gibt es allerdings das sog. Phänomen der Schlafparalyse. Das Kleinhirn (Hirnstamm) verharrt in dieser REM-Atonie. Wir sind praktisch „wach“, ohne uns aber bewegen zu können. (Die Motoneuronen des Hirnstamms und des Rückenmarks werden gehemmt. à Lähmung à Orientierungslosigkeit und das Gefühl des Schwebens können auftreten.

Weiter können andere Punkte auftreten. Das Gefühl, eine
Person dringt ein
ein Incubus (Dämon) dringt ein
eine sog. "Vestibuläre Erfahrung" (Beschleunigungsgefühl)

Aufgrund der noch vorhandenen „Lähmung“ unseres Körpers können eine flache Atmung und die sog. Hyperkapnie eintreten. Oft wird eben in diesem Stadium von den Betroffenen berichtet, dass sie einen Lichteinfall wahrnehmen. (Lichtstrahlen)

Dann kommt quasi der Part, an welchem unser Gehirn in den „Autopilot“ schaltet. Ein Bewohner des Mittleren Westens mag nun meinen, er wird von Aliens entführt. Ein tiefreligiöser Katholik, dass ihm die Jungfrau Maria erscheint etc, etc.

Kommentar von holodeck ,

Verstanden. Nun werden ja aber mystische Erfahrungen (und nicht immer erscheint eine Jungfrau) in der Regel während des Wachbewusstseins bzw. im Zustand des Überbewusstseins gemacht. Nicht im Zustand der Schlafparalyse. 

Kommentar von tauchfabrik1982 ,

Ja und Nein. Soweit ich weiß, haben die meisten Mystiker keine "Autobiographie" verfasst, sondern wir müssen uns auf sekundäre Quellen verlassen. Zudem muss nicht immer die Jungfrau erscheinen. Wie gesagt, es ist ein Zustand zwischen "Wach-Sein" und "Traum-Welt".  Und der unwissenschaftlich erwähnte "Autopilot" das Hirns.

Zudem sind solche Erfarhungen immer sehr subjektiv und im Nachhinein empfindet man viele Dinge anders. Es können während einer Schlafparalyse auch "Gerüche", "Geschmack" oder "Berührungsempfindungen" stattfinden.

Ich sagte ja, dass das eher eine Frage in Richtung Wissenschaft ist. All diese Dinge können, zumindest in der Praxis, auch auf Parkinson oder Demenz hinweisen, ergo relativ wenig mit Mystik zu tun haben. Es geht mir praktisch um die blanke "Theorie". Ist es möglich, dass..... Basta :-)

Kommentar von holodeck ,

Wie gesagt, es ist ein Zustand zwischen "Wach-Sein" und "Traum-Welt"

Das ist für die Schlafparalyse zutreffend. Nicht jedoch für Zustände des Überbewusstseins.

Ich sagte ja, dass das eher eine Frage in Richtung Wissenschaft ist.

Auch das habe ich verstanden. Und rede hier mit dir als jemand mit wissenschaftlicher Ausbildung, der sich obendrein mit der Bewusstseinsforschung bestens auskennt. Und was das "Überbewusstsein" anbelangt nicht nur theoretisch; ich darf dir auch deshalb versichern: mit einem Zustand zwischen Wach-Sein und Traumwelt hatte der recht wenig zu tun ;-)

Kommentar von tauchfabrik1982 ,

Nun wird jemand mit Schlafparalyse anno 1400 der Meinung gewesen sein, er habe "Überbewusstes" erlebt. Ergo, wird diese Person es auch so weiter geben und die nachfolgenden "Anhänger" sind ebenfalls der Überzeugung, dass sich hier wundersames zugetragen habe.

Mir geht es praktisch um die wiss. Herleitung gewisser Visionen, Träume und "Entrückungserlebnisse" die mit "Levitation" und "Heiligen" zu tun haben. A führt zu B und B führt zu C. Wissen wollte ich eben, ob die Hyperknapie zu jenem Phänomen führen kann, bei welchem die Leute behaupten, ihr Zimmer sei plötzlich hell "ausgeleuchtet" gewesen.

Also die Frage, ob die Hyperknapie irgendwo zwischen A, B, C und Z ihren berechtigten wissenschaftlichen Platz hat.

Kommentar von holodeck ,

Die Hyperkapnie wird durchaus auch im Zusammenhang mit NTE's diskutiert. Aber auch hier gilt: es gibt genügend Beispiele für NTE's oder ähnliche Erfahrungen samt Lichterscheinungen, in denen keine Hyperkapnie vorlag. Was aber sollte CO2 dann für eine Rolle spielen, wenn es ebenso gut verzichtbar ist?

Hier ein interessanter Artikel von zwei Neurowissenschaftlern, die sich damit befasst haben:

http://journal.frontiersin.org/article/10.3389/fpsyg.2012.00490/abstract

Mystische Erfahrungen mit Lichterscheinungen sind ja auch heute noch vergleichsweise häufig. Von da aus kann man auf die Fälle der Vergangenheit schließen, ohne eine Autobiografie vorliegen zu haben. Fakt ist jedoch: es ist derzeit neurowissenschaftlich nicht zu erklären.

Kommentar von tauchfabrik1982 ,

endlich den link, den ich gesucht habe... merci

Kommentar von voayager ,

Mystiker haben nicht selten ziemlich genau ihre Erfahrungen beschrieben, also behaupte nicht einfach was.

Antwort
von voayager, 35

Kannst du mir mal verraten, was Mystik mit erhöhtem CO2-Gehalt im Blut zu tun hat? Das ist ja mal ganz was Abwegiges.


Kommentar von tauchfabrik1982 ,

Auch für dich:

Ein Mensch schläft normal ein. Irgendwann tritt der sog. REM - Zustand ein. Die sog. REM-Atonie sorgt dafür, dass der Mensch die Bewegungen, welche er im Traum vollzieht, nicht in der Realität macht und im Bett um sich schlägt oder, oder, oder. (Bis auf die Augen, die können sich auch während der REM-Atonie bewegen. Im Aufwachen wird diese REM-Atonie praktisch ohne Verzögerung durchbrochen.
Nun gibt es allerdings das sog. Phänomen der Schlafparalyse. Das Kleinhirn (Hirnstamm) verharrt in dieser REM-Atonie. Wir sind praktisch „wach“, ohne uns aber bewegen zu können. (Die Motoneuronen des Hirnstamms und des Rückenmarks werden gehemmt. à Lähmung à Orientierungslosigkeit und das Gefühl des Schwebens können auftreten.

Weiter können andere Punkte auftreten. Das Gefühl, eine
Person dringt ein
Ein Incubus (Dämon) dringt ein
Eine sog. Vestibuläre Erfahrung (Beschleunigungsgefühl)

Aufgrund der noch vorhandenen „Lähmung“ unseres Körpers können eine flache Atmung und die sog. Hyperkapnie eintreten. Oft wird in diesem Stadium von den Betroffenen berichtet, dass sie einen Lichteinfall wahrnehmen. (Lichtstrahlen)

Dann kommt quasi der Part, an welchem unser Gehirn in den „Autopilot“ schaltet. Ein Bewohner des Mittleren Westens mag nun meinen, er wird von Aliens entführt. Ein tiefreligiöser Katholik, dass ihm die Jungfrau Maria erscheint etc, etc.

Soviel zum Thema CO2 und Mystiker: Immer daran denken "Bonum ex integra causa, malum ex qoulibet deffectu!" Das Gute bedarf immer der Ganzheit, das Schlecht resultiert aus einem kleinen Fehler!"

Kommentar von voayager ,

Ich kenne niemanden, der von irgendwelchen Lichtstrahlen heimgesucht werden. Das ist einfach okkultes Gewäsch, mehr nicht.

Dann gibt es noch Menschen, die tüchtig halluzinieren, mit und ohne "Autopilot", also was soll der Quatsch.

Kommentar von tauchfabrik1982 ,

Deine Bekanntschaften interessieren mich recht wenig und welche Erfahrungen die machen auch nicht. Merkt man mal,
dass du keinen Meter verstanden hast um was es in der Frage geht. Diese Person wird nicht vom Licht heimgesucht, sondern sein Hirn gaukelt ihm einen verstärkten Lichteinfall vor. Müsstest du beim Interesse Drogen doch ziemlich gut wisse....

Kommentar von voayager ,

Du solltest nicht aus einer Kränkung heraus wild drauflos wettern, sondern du sollst argumentieren, bleib also sachlich.

Lass dir Folgendes sagen: irgendwelche Lichteinfälle gibt es tatsächlich aber anders als du meinst zu wissen. Diese treten ein bei:

1. Epilepsie, kurz vor einem grand mal, man nennt es die Aura

2. Schädigung des Nervus opticus

3. bestimmte Formen der Netzhautreizungen

4. gewisse Hirnschäden

5. optische Halluzinationen

Weiterhin sei angemerkt, werte tauchfabrik, dass du eine Frage stellst und dennoch gleich eine Antwort parat hast, egal was immer dir auch die User hier mitteilen. Also was soll das? Eine selbstbeantwortende Frage macht jedenfalls keinen sinn, allenthalben werden so nur andere User vorgeführt, sofern sie sich auf deine Spielchen einlassen.

Kommentar von tauchfabrik1982 ,

Ich habe meine Frage nicht selbst beantwortet. Ich will wissen, ob diese Annahme korrekt ist, die ich aufgestellt habe, weil ich sie so in dieser Form noch nicht nachlesen konnte. Ich musste mir es selbst zusammen-dröseln. 

Und langsam kommen wir der Sache näher.

Punkt 5: Eine Halluziantion hat irgendwo ihren metaphysischen Ursprung. Sie kommt nicht nur deshalb, weil sie gerade nichts besseres zu tun hat.

Mir geht es praktisch um die wiss. Herleitung gewisser Halluzinationen !
"A" führt zu "B" und "B" führt zu "C". Wissen wollte ich eben, ob
die Hyperknapie zu jenem Phänomen führen kann, bei welchem die Menschen behaupten, ihr Zimmer sei plötzlich hell "ausgeleuchtet" gewesen.(Und im Speziellen eben beim Phänomen der Schlafparalyse.)

Also die Frage, ob die Hyperknapie irgendwo zwischen A, B, C und Z ihren berechtigten wissenschaftlichen Platz hat. Zudem kann auch sie eine Hirnschädigung auslösen, die du im Punkt 4 genannt hast. Wobei als "hirnschädigend" auch reversible Schädigungen genannt werden können, welche keine weitreichenden Beeinträchtigungen haben. 

Kommentar von voayager ,

Es gibt eine Spätform der Syphilis, wo es auch zu optischen Ausfällen kommt. Dann findet man noch die Kataplexie zuweilen vor, also eine Schlaflähmung, wo die Betroffenen einen fehlenden Muskeltonus zeitweilig beklagen und sich daher temporä nicht bewegen können. Deine Lichteinfälle gibt es mithin nur bei Spätsyphilitikern, Epileptikern und Augengeschädigten, sowie Kranken mit einer Läsion des Nervus opticus. Alles was du so fabrizierst, dir zurechtbastelst, entspricht nicht der Realität.

Antwort
von Silverhead2010, 48

ist doch eine schulische Frage und betrifft dich selbst gar nicht, oder?

Zumindest lese ich das aus deiner Frage heraus.

Melde dich doch auf den verschiedenen Foren an, die sich mit dem Thema beschäftigen und erhalte auch professionelle Antwort.

Kommentar von tauchfabrik1982 ,

Betrifft mich insofern, da ich an einem Vortrag arbeite, in dem dieses Phänomen durchaus eine Rolle spielen könnte. Aber dennoch danke.

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