Frage von LinaB14, 51

Kann eine GmbH für den Kauf eines selbstgenutzen Firmengebäudes Rückstellungen bilden oder Rücklagen oder in anderer Form Kapital steuermindernd ansparen?

Die Frage ist, ob man als Unternehmen (GmbH) Kapital für eine Immobilie ansparen kann, Man kann ja nicht das ganze Kapital auf einmal aufbringen, sondern muss vielleicht ein paar Jährchen sparen. Wie kann man das, ohne dieses Geld als Gewinn versteuern zu müssen. Welche Möglichkeiten gibt es? Vielen Dank schon mal für ein hilfreiche Antwort.

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 17

90 % der Immobilien werden finanziert, also mit entsprechenden Darlehensmitteln erbaut. Dazu gibt es ja auch verbilligte Kredite der KfW, der Landesbanken, Bürgschaften der Landesbürgschaftsbanken usw.

Antwort
von wurzlsepp668, 35

ich wüßte keine ....

der Investitionsabzugsbetrag betrifft ausschl. bewegliche Wirtschaftsgüter.

die einzige steuerfreie Rücklage wäre der 6b Estg (ja, der gilt auch in der KStG ...), wobei hier natürlich bereits eine Immobilie vorhanden gewesen sein muß und diese verkauft wird.

ansonsten muß der Gewinn selbstverständlich normal versteuert werden, da ja, sobald die Immobilie vorhanden ist, im Gegenzug auch Abschreibungen geltend gemacht werden

Kommentar von LinaB14 ,

Aber wie kommt man dann zu einem Firmengebäude? Man kann es ja schlecht aus den laufenden Erlösen bezahlen. Wir möchten ungern zu viel finanzieren, das ist ja auch mit einem Risiko verbunden. Deshalb fände ich eine Eigenkapitalquote von 40% schon für angebracht.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

natürlich ist die Investition aus versteuertem Geld erforderlich....

Es hindert Euch niemand, bei der GmbH eine Eigenkapitalquote mit 40 % anzusparen ....

Antwort
von Dirk-D. Hansmann, 15

Die von wurzlsepp angesprochene 6b-Rücklage ist aber auch als einzige sinnvoll.

Immobilien werden - soweit nicht als Krediten - immer aus versteuertem Kapital gekauft.

Das ist bei den langen Abschreibungszeiten auch sinnvoll.

Sehr richtig ist Eure skeptische Sicht auf Fremdkapital. Investiert man Fremdkapital als Wachstumsspritze führt der Verlauf des von Kleinstbetrieben (dazu würde ich jetzt mal alles unterhalb von 2.000.000 Umsatz im Monat zählen) nicht ausreichend geplanten Wachstums in Liquiditätsprobleme.

Wachstum wird in diesem Bereich wie eine Gründung ohne Businessplan 'betrieben'. Dabei wäre es lediglich eine Frage der Überführung in die neue Wachstumsphase.

Wieso die Entwicklung eines Unternehmens so durchgeführt werden 'muss', dass ist für mich fraglich oder sogar zweifelhaft.

So eigenartig es klingen mag: Geschäftsführung kann man professionalisieren. Und gerade wer die Unwägbarkeiten erkennt sollte dann auch die Antworten entsprechend anders finden.

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