Frage von MummeW, 28

Kann eine Blockfrist 2 Jahre vor der Ersterkrankung entstehen?

Durch ein traumatisches Erlebnis habe ich im September 2011 eine Autoimmun- Erkrankung (Herpes Zoster) bekommen. Gleichzeitig wurden auch eine depressive Episode eingetragen. Bei beiden Krankheiten war die Blockfrist v. 09.2011 bis 09.2014.

Durch weiteren Stress habe ich dann Anfang 2014 die nächste Auto- Immunerkrankung bekommen, nämlich eine rheumatoide Athritis - damals nur rechte Hand; inzwischen beide Hände und auch Fußgelenke.

Am 06. Oktober 2015 wurde ich dann das 2. Mal ausgesteuert - wie ich dachte aufgrund der rheumatoiden Athritis.

Der angeforderte Auszug bei der Krankenkasse führt aber nun Folgendes auf:

Blockfrist 09.2011 - 09.2014 für Herpes Zoster, Depressive Episode und......Rheumatoide Athritis.

Somit hat bei meiner Krankenkasse die Frist für die 78 Wochen im Bezug auf die rheumatoide Athritis bereits ca. 2,5 Jahre vor dem ersten Ausbruch dieser Krankheit begonnen???! Wie kann das sein.

Nachdem die rheumatoide Athritis Anfang des Jahres 2014 zum ersten Mal auftrat, war ich durch Kilinikaufenthalt usw. 78 Wochen krank.

Meine Krankenkasse hat aber für diese 78 Wochen eine Blockfrist vom.04.2014 - .04.2017 für Depressive Störungen eingetragen! Okay, ist fast zwangsläufig, dass wenn der Körper solche Reaktionen zeigt, dass auch die Psyche was mitbekommt!

Sehe ich das richtig, dass ich nun erneut Krankengeld für die rheumatoide Athritis und den Herpes Zoster bekomme, da bei beiden Krankheiten die Blockfrist in 09/2014 zu Ende war?

Den Verlauf über die Blockfristen habe ich schriftlich von meiner Krankenkasse erhalten. Bei dem Eintrag der Blockfrist zur rheumatoiden Athritis kann es sich ja nur um ein Irrtum handeln, oder? Oder kann mir die Krankenkasse nun mitteilen, dass man sich geirrt hat und dann die Blockfristen umschreiben?

Da ich immer ein Arbeitstier war und mich solchen Themen nicht widmen wollte und konnte, bin ich sprachlos, wie viele Kenntnisse zum Sozialrecht man sich aneignen muss, um nicht das Nachsehen zu haben.

Vielen Dank für Eure Antworten!

Antwort
von eulig, 18

laut deiner Schilderung ist die rheumatoide Athritis während der ersten beiden Erkrankungen hinzugetreten. damit ist für die rheumatoide Athritis die selbe Blockfrist entstanden.

wäre zwischen der ersten Erkrankungen und der rheumatoiden Athritis ein Zeitraum mit Arbeitsfähigkeit entstanden, du also gesundgeschrieben wärest, wäre für die rheumatoide Athritis eine neue Blockfrist entstanden.


Kommentar von MummeW ,

Herzlichen Dank für diese Erklärung :-). Da ich seit 2011 "Krankheiten sammle", weiß ich es nicht mehr genau- aber ich glaube, beim ersten Auftreten der rheumat. Athritis war ich "arbeitssuchend".

Ganz aktuell ist mein "Herpes Zoster" mit erbärmlichen Schmerzen zurück- der erste Schub war von 09.2011 bis Ende 2013.

Nehme ich richtig an, dass meine Ärztin mich (bin nachher bei ihr) wieder wegen dieses Virus AU schreiben kann, da die erste Blockfrist im 09.2014 zu Ende war? 

Mein schlimmstes Szenario wäre, dass ich wieder über 6 Wochen krank bin, was Mitte Juni 16 der Fall wäre und die Krankenkasse kein Krankengeld bezahlt. 

Ich frage mich die letzte Zeit immer mehr, wer auf die Idee kommt, dass "wir" in Deutschland sozial abgesichert sind!? Ich war bis Ende 2010 als Managerin im 14 Stunden- Tag unterwegs. Nun brauche ich unverschuldet, durch den Sekunden- Tod meines Partners, Hilfe, weil mein Körper Krankheiten produziert - die größte Belastung für mich ist aber unser Sozialsystem - hier erkenne ich nur ein "Wegschieben" und "Weitergeben" zwischen Rentenversicherung, Arbeitsamt und Krankenkasse - wer sich damit nicht auskennt, hat neben seinen Erkrankungen schnell den "Opfer- Status" :-(

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