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kann eine beziehung zwischen zwei erwachsenen gutgehen,...

gefragt von HappySpiderHappySpider am 17.09.2009 um 6:59 Uhr

...wenn bei beiden in der kindheit emotionaler missbrauch (beleidigungen, herabsetzung, unberechenbare reaktionen) durch einen alkoholabhängigen elternteil stattgefunden hat? beide sind abwechselnd klammernd und knicken um innerhalb der partnerschaft, wenn der andere traurig ist, und kämpfen ausserdem gegen die co-abhängigkeit zu dem elternteil an (jeder zu seiner familie), also mit kontakt reduzieren, eigenes leben führen, und sich selber konfrontieren mit den früheren geschehnissen. andere geschwister von beiden seiten (!!!) sind jedoch nicht so weit und bemutteln als erwachsene immernoch den abhägnigen elternteil, was schuldgefühle hervorruft, wiederum bei beiden. glaubt ihr, dass sowas dann beziehungstechnisch gut gehen kann? besteht die gefahr der isolation,wenn beide kraft im partner suchen oder kann man so auch ein eigenständiges leben (er)schaffen? wer hat ähnliche gute oder schlechte erfahrungen damit gemacht? bitte nur antworten von den usern, die sich mit co-abhängigkeit schon beschäftigt haben (auch bei psychisch krankem elternteil) aussenstehende verstehen sowas oft garnicht. vielen dank.


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anonym
beantwortet von Moonie1970 am 17. September 2009 07:14
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Das ist eine schwierige Frage. Ich würde mal sagen, ja, es kann gut gehen. Ich denke sogar eher als mit einem psychisch gesunden Partner, denn wer soll das verstehen können? Andererseits ist es natürlich immer eine Gefahr, dass wenn ein Partner eine labilere Phase hat, der andere die auch gerade hat und dann gar nichts mehr geht.

Aber wie gesagt, Gefahr... es muss ja nicht eintreten. Ich würde diese Beziehung nicht von vornherein zum Scheitern verurteilen, eine Chance gibt es! Aber es wird schwierig und ich denke, fachtherapeutische Hilfe ist absolut notwendig. Und der Wille zur Arbeit an sich selbst.

Kommentar von 45c49f169976e95efecc802d85b82cfesmallHappySpider am 17. September 2009 07:20

wir hatten vorher beide beziehungen, wo wir uns genau den gegenpart rausgesucht hatten (also jemanden, der stellvertretend verhaltensweisen der eltern zeigte, zurückweisung, beleidigung, gängelei. folge:selbstaufgabe, aufopferung.) ich glaube, dass wir uns nun beide gefunden haben, ist eigentlich unbegreiflich, so traurig es klingt, wir mussten irgendwie lachen darüber, dass wir nun von einem beziehungsmuster in ein ganz anderes fallen, zumal keiner von beiden es kennt, dass ein anderer sich für einen so extrem interessiert, aber auch so extrem mitleidet. schon komisch.

Kommentar von Moonie1970 am 17. September 2009 07:25

Ich weiß nicht, mir kommt es "gesünder" vor, sich extrem mit einem Partner zu identifizieren, mitzuleiden, ja, quasi in ihm aufzugehen, als in einem Elternteil.

Wenn ich an den Anfang meiner Beziehung zurückdenke, war das auch bei mir so. Eine Verletzung meines Partners tat mir mindestens genauso weh. Für euch ist das jetzt vielleicht sehr neu, aber vielleicht auch ein Zeichen, dass ihr auf einem guten Weg seid? Sprecht mit euren Therapeuten drüber. Vielleicht auch als Paargespräch. Macht euch nur nicht schon vorher verrückt, genießt die Zeit doch einfach miteinander!

Alles Gute!

Kommentar von 45c49f169976e95efecc802d85b82cfesmallHappySpider am 17. September 2009 08:29

@moonie, es gibt bisher aber keine therapueten in unserem leben ;o)

Kommentar von Moonie1970 am 20. September 2009 09:11

Dann solltet ihr sie mal in euer Leben lassen, es wird sich lohnen!

Kommentar von 8d755ac3d5bb9127d76fdc5e04308e45smallGALLARIAOY am 17. September 2009 07:41

Uns scheint, dass die meisten Beziehungen, wo es nach kurzer Zeit beginnt zu krieseln, mit einer ungenügenden Aufmerksamkeit zusammen hängen, Und, dass die Partner sich selbst zu wenig kennen. Und, wer sich selbst nicht so recht kennt, kann auch sein Gegenüber nicht voll erkennen. Und, warum kommt es denn zu Beziehungen? Sind diese aus uns selbst eingeleitet, oder fallen sie uns mehr oder weniger zu, weil sie letztlich uns nur etwas mitzuteilen haben, was wir noch nicht so recht erkannten? Wofür brauchen wir irdischen Menschen diese zweigeschlechtliche Beziehung, auch LIEBE genannt? Und, müssen solche Beziehungen eine Ewigkeit dauern? Reichen nicht schon wenige Tage, um zu erkennen, dass, was man lernen sollte, gelernt zu haben? Zweifelsohne kann eine Beziehung beflügeln, man entdeckt plötzlich ganz neue Fähigkeiten, in sich selbst, die man in dieser Beziehung ausleben kann, die Glücksgefühle erzeugen, die einfach himmlisch sind. Für uns, der GALLARIAOY, ist jede Beziehung auch eine Art Herausforderung an Grenzen zu gehen, vor die man bisher zurückschreckte. Beziehungen können mit dazu beitragen, dass sich menschlich weiter entwickeln, zu dem Menschen, von dem man dann sagen kann: >ER/SIE haben den SINN ihres irdischen SEIN's erkannt. Und dieses Erkennen macht wahrlich glücklich. GALLARIAOY


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anonym
beantwortet von inzwi am 17. September 2009 07:12
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Sorry, ist schon heftig so etwas lesen zu müssen. Habe sowas GsD nie erlebt.

Ich denke mit professioneller Hilfe (Partnerberatung, Selbsthilfegruppe für Angehörige von Alkoholikern) könnte ein Start in eine gute Partnerschaft gelingen. Ich würde es euch von ganzen Herzen wünschen.

Denkt daran ihr könnt euren Eltern sowieso nicht helfen, da müssen Profis ran!!!

Lasst euch euer eigenes Leben nicht verderben und macht es besser! Viel Glück

Kommentar von 45c49f169976e95efecc802d85b82cfesmallHappySpider am 17. September 2009 07:16

hatten gestern auch ein intensives gespräch untereinander, wie es nun am besten weitergeht. denn man will ja sowas erstmal garnicht so wahrhaben, aber der druck wurde von allen seiten so gross, dass ein umdenken nicht zu umgehen war. ja so sassen wir dann gestern wie zwei trauerklöß-chen da, und es fiel wie schuppen von den augen. danke für die antwort.


MikeMolto
beantwortet von MikeMolto am 17. September 2009 07:10
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Ist bestimmt nicht einfach, aber wenn sich beide ergänzend unterstützen, kann es gut gehen. Die Zukunft wird es zeigen.


anonym
beantwortet von dongjing am 17. September 2009 07:29
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ich kann inzwi nur zustimmen.

mir scheint, dass ihr eure beziehung sehr ernst nehmt. Leider findet man manchmal trotz erkenntnis darüber, wo die probleme liegen, selbst keinen ausweg. Da empfehle ich rat von experten, die sich regelmäßig mit solchen dingen auseinandersetzen. Ihr seid ja (leider) nicht die einzigen, die einen solchen hintergrund mit sich rumschleppen.

Viel erfolg!

Kommentar von 8d755ac3d5bb9127d76fdc5e04308e45smallGALLARIAOY am 17. September 2009 07:54

In dem Wort >gutgehen<, liegt eine Wertung, die nicht eindutig definiert ist, weil es in Wahrheit, in absoluter Wahrheit, nicht GUT und SCHLECHT gibt, sondern, sich nur so zu verhalten, dass man sich selbst und seinem Partner nichts antut, was ihm/ihr in seiner Entwicklung eingrenzt. Ein Partner ist nur ein Partner und kein Leibeigener, der nur nach unseren Wünschen handelt. GALLARIAOY


anonym
beantwortet von nik222 am 17. September 2009 07:40
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Grundsätzlich ist es für einen Partner immer schwer, mit einem Menschen zu leben, der an derartigen Problemen leidet. Das ist eine große Belastung, die üblicherweise nur ein starker Partner dauerhaft aushält. Andererseits können zwei Menschen, die die gleichen negativen Erfahrungen haben, einander vielleicht besser verstehen? Insofern kann die Kombination hilfreich sein.


Tessa13
beantwortet von Tessa13 am 17. September 2009 08:02
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da sollte erst mal jeder sein Leben auf die Reihe bekommen und sich nicht mitziehen lassen.Man braucht eigene Lebensziele und Wünsche und vor allem psych.Stabilität,das ist bei solch Umgang nur schwer gegeben.!!!

Kommentar von 45c49f169976e95efecc802d85b82cfesmallHappySpider am 17. September 2009 08:31

hmm also du meinst , sich trennen?


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