Frage von Neugiersnase007, 10

Kann eine Aussage im Internet zu einem sehr kontroversiellen Thema berufsrechtliche Folgen haben?

Der Ton auf Facebook oder im Internet wird ja seit einiger Zeit immer schärfer und ich stelle deshalb hier jetzt einmal eine Frage. Bzw. es handelt es sich um einen konkreten Fall aus meinem erweiterten Bekanntenkreis. Jemand hat eine FB Seite zu einem sehr kontroversiellen Thema erstellt. Mein Bekannter bekam durch Teilen der Seite von dieser Kenntnis und hat im Kommentarbereich eine für die Seitenbetreiber unliebsame Meldung gepostet. Wobei es sich um ein sehr kontroversielles, wen auch stark emotional besetztes Thema handelt. Es kam zu einem Streit auf der FB Website und einem Shitstorm gegen meinen Bekannten und irgendwann hat sich mein Bekannter auch als Arzt geoutet wobei er jedoch in die Behandlung des Patienten um den es auf der FB Site ging gar nicht involviert war. Nun liegt aber ein Beschwerde der Seitenbetreiber gegen meinen Bekannten bei der Ärztekammer vor. Darf das echt sein? Kann man wegen so etwas tatsächlich im Schlimmsten Fall ein Disziplinarverfahren bekommen, wenn man doch gar keine Behandlung getätigt hat sondern nur nicht die subjektive Meinung der Seitenbetreiber geteilt hat?

Antwort
von Ranzino, 7

Es sagt doch keiner, dass die Beschwerde auch durchkommt ?

Evtl. verbietet es aber das Standesrecht den Ärzten, sich zu Behandlungen zu äußern, an welchen sie nicht beteiligt sind. Dann bekommt dein Bekannter zu recht vor den Latz.

Kommentar von Neugiersnase007 ,

Ich wüsste nicht, das das so wäre. Ich denke man darf als Arzt nichts von sich geben, das gegen gesicherte Wissenschaft und Forschung spricht, aber mir wäre nicht bekannt dass man eine sehr fragwürdige Diagnose, Behandlung, Therapie etc. nicht kritisieren darf. Wie gesagt, das Thema war seeeeehr kontroversiell so etwa in der Art, dass jemand leugnet dass Aids eine Viruserkrankung ist und stattdessen die Pharmaindustrie beschimpft, oder dass jemand auf seltsamste "Weltraummedizinische" Behandlungen zur vermeintlichen Heilung schulmedizinisch austherapierter Patienten setzt. So etwas halt .... Mein Bekannter hat Verständnis dafür gezeigt, dass solche Behandlungen von der Krankenkasse nicht übernommen werden und soll nun dafür gesteinigt werden.


Kommentar von Neugiersnase007 ,

Ich habe den Eindruck dass teilweise wirklich sehr viele schwer gestörte Typen zu viel Zeit in dieser Art von Foren oder auf diesen Websites verbringen und nichts als streiten wollen bzw. Ärger verbreiten.

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