Frage von WeberErnst, 59

Kann ein Wohnungseigentümer beim Verkauf einer Nachbarwohnung mitentscheiden, wer neue Eigentümer seien darf ?

Ich und meine Frau, wir sind über 60 Jahre alt. Unser Nachbar über uns will seine Wohnung an eine junge Familie mit zwei Kinder (3+8 Jahre) verkaufen. Können wir da wiedersprechen ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von schleudermaxe, 38

Natürlich, wenn es denn in der TE so vereinbart wurde. Wurde es nicht, dann natürlich auch nicht. Alles doch ganz einfach, im WEG-Recht.

Kommentar von DietmarBakel ,

Verkürzt ist das "quatsch",

ausführlicher siehe bei schelm1 den Kommentar von ihm.

Gruß

Kommentar von schleudermaxe ,

Für die, die schon lesen können. Auszug aus Antwort schelm1:

... dass die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer in die Lage versetzt werden soll, den Erwerb einer Wohnung durch einen erkennbar problematischen Kandidaten zu verhindern.

Umliebsame Erwerber oder Personen, die absehbar den Hausfrieden stören, sollen von der Gemeinschaft abgewehrt werden können.

.. und diese Erlaubnis kann nur in der TE vereinbart worden sein und genau dies habe ich geschrieben.

Antwort
von schelm1, 43

Nein! Keine Chance. Der Vedrkäufer über Ihnen darf umgehkehrt auch nicht Ihre Einweisung ins Altersheim verfügen.

Kommentar von schleudermaxe ,

Na ja, in unseren hunderten vom Wohnung gilt die TE und danach dürfen die anderen bzw. deren Verwalter meist schon.

Kommentar von schelm1 ,

Die Veräußerung kann aber nur aus wichtigem Grunde versagt werden, nicht von einem einzelnen mißgünstigen Miteigentümer allein und schon garnicht, falls die Einschränkung nach  § 12 WEG nicht in de Teilungserklärung vorgesehen ist!

Davon schreibt der Fragesteller aber nichts in seiner Frage. - Bleibt die Frage, woher Sie diese Kenntnis ziehen? Ihre hunderte von TE und "meist" taugen da im Falle des Fragestellers als reine Spekulation recht wenig!

Im übrigen könnte es in der Teilungserklärung des Fragestellers so geregelt sein, diese Erwartungshaltung mangels Hinweis durch die gesetzliche Regelung in § 137 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch). gestützt wird. Danach kann „die Befugnis zur Verfügung über ein veräußerliches Recht … nicht durch Rechtsgeschäft ausgeschlossen oder beschränkt werden.“

Nur wenn Ihre derzeit durch nichts belegte Vermutung zutreffen würde, kann im Bereich des Wohnungseigentums dieser Grundsatz vonder freien Veräußerlichkeit einer Sache oder eines Rechts außer Kraft gesetzt sein.

Nach § 12 WEG (Wohnungseigentumsgesetz) könnten die Wohnungseigentümer nämlich vereinbart haben, dass „

ein Wohnungseigentümer zur Veräußerung seines Wohnungseigentums der Zustimmung anderer Wohnungseigentümer oder eines Dritten (in aller Regel des Verwalters) bedarf

.“

Zwar darf diese Zustimmung nur aus wichtigem Grund versagt werden, § 12 Abs. 2 WEG,jedoch kann eine solche Veräußerungsbeschränkung tatsächlich den wirksamen Erwerb bzw. den wirksamen Verkauf einer Eigentumswohnung verhindern.

Sinn und Zweck dieser besonderen gesetzlichen Regelung in § 12 WEG ist, dass die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer in die Lage versetzt werden soll, den Erwerb einer Wohnung durch einen erkennbar problematischen Kandidaten zu verhindern. Umliebsame Erwerber oder Personen, die absehbar den Hausfrieden stören, sollen von der Gemeinschaft abgewehrt werden können.

Im vorleigenden Falle ist davon auszugehen, dass ein Miteigentümer das wissen würde oder in seiner Teilungserklärung selber nachlesen könnte.

Bei meiner Antwort stütze ich mich darauf, dass dem Eigentümer, der hier nachfragt, ein solcher Passus in seiner TE nicht bekannt ist.

Kommentar von schleudermaxe ,

... und genau deshalb kurz und knapp und richtig, alles doch ganz einfach und drei Seiten benötige ich dafür nicht.

Kommentar von schelm1 ,

Lediglich kurz, knapp aber unsubstantiiert!

Kommentar von schleudermaxe ,

Ach? NEIN, keine Chance, ist da substantiert.

Na denn.

Kommentar von ichweisnix ,


Naja, "junge Familie mit zwei Kinder (3+8 Jahre)" als wichtigen Grund müßte man schon sehr gut begründen können, da den Art 6 GG gegenübersteht.

Möglich wäre das wenn es sich z.B. explizit um Seniorenwohnungen handelt die auch speziell auf altersgerechtes Wohnen zugeschnitten sind.






Antwort
von Kuestenflieger, 50

das kann der dezeitige eigentümer entscheiden wie er will .

alternative : kaufen sie die wohnung und suchen sich senioren als mieter .

Kommentar von schleudermaxe ,

Na ja, in unseren hunderten vom Wohnung gilt die TE und danach dürfen die anderen bzw. deren Verwalter meist schon.

Antwort
von DietmarBakel, 25

Hallo, 

wie muss man sich praktisch vorstellen? 

Bei einer Eigentümergemeinschaft von z.B. 75 Einheiten hätte wahrscheinlich immer "Einer' eine ablehnende Haltung. Die Wohnungen könnten niemals wieder verkauft werden.

Selbst bei 10 Parteien würde das schon nicht mehr funktionieren.

Geht nicht.

Gruß Dietmar

Kommentar von schleudermaxe ,

Antrag

Die Zustimmung gemäß TE für Verkauf WE 10 an blanbla wird erteilt.

JA-Stimmen 2, NEIN Simmen 12, Enthaltung 10

es folgt die Bekantgabe,

...alles ganz einfach, schreibe ich doch.

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