Kann ein Verstorbener durch einen direkten Verwandten (Schwester) umgebettet werden, wenn der Bestattungsgeber lediglich eine ehemalige Lebensgefährtin war?

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4 Antworten

Hallo - also zunächst einmal - die "Nutzungsberechtigte an der Grabstelle" (ein Terminus technikus) muß einverstanden sein, hier also die Lebensgefährtin, die die Bestattung beauftragt hat.

Zweitens müßten, bei einer anonymen Bestattung alle Auftraggeber der Bestattungen der Urnen, die direkt um diese Urne beigesetzt worden sind, um Erlaubnis gebeten werden und diese auch erteilen - wegen "Störung der Totenruhe".

Dann müßte drittens die Friedhofsverwaltung ebenfalls zustimmen eben deswegen. Sie wird es aber sicher nicht tun, weil 1. müßten die alle anderen betroffenen Hinterbliebenen um diese Zustimmung bitten (sie können ja nicht einfach die Daten an Dritte (Dich) rausgeben, damit die/der es tut) und es ist fraglich, ob alle zustimmen und 2. müßten sie eben auch die Störung der Totenruhe tolerieren - was sie im Allgemeinen nicht tun.

Schlicht und ergreifend - wie sich die Sachlage darstellt, ist es wahrscheinlich unmöglich.

Und nicht zuletzt - wer als die Lebensgefährtin kennt den letzten Willen des Verstorbenen am besten - es muß nicht im Testament stehen und trotzdem kann es der Wunsch des Verstorbenen gewesen sein.

Und das mit "vielleicht kommt der Verstorbene erst so zur Ruhe" - also bitte - er hat jetzt seine Ruhe. Das ist wohl eher eine Frage - vielleicht kommen die anderen Hinterbliebenen erst so zur Ruhe - vielleicht hatten sie keinen besonders guten Kontakt im Leben und jetzt wollen sie "etwas wieder gut machen" oder "die Leute reden" und "man will sich nichts nachsagen lassen"....

Da wäre ein inniges Verhältnis zu Lebzeiten hilfreicher gewesen - und dann hätte die, die Urne jetzt umbetten wollen, vielleicht sogar seinen Willen gekannt....

Tut mir leid, aber ich denke, eine offene, ehrliche Antwort hilft mehr, als es schön zu reden.

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Kommentar von Incertidumbre
13.04.2016, 12:08

Erstmal möchte ich Ihnen für Ihre Anregungen danken. Leider interpretieren Sie gerade gegen Ende Zuviel hinein. Warum ist mir auf Grund der Fragestellung unklar.

Ich möchte gar nicht zutief in das Verhältnis der Ex-Lebensgefährtin und dem Verstorbenen eingehen aber aus dem Geschwisterkreis habe ich erfahren dass der Verstorbene selbst sagte dass Sie (Lebensgefährtin) "falsch" sei. Der Verstorbene kämpfte zwei Jahre mit schwerer Form von Krebs, zwar kümmerte Sie sich um Ihn verlangte aber für alles Geld. Geld dass sie sich einfach nahm. Dafür haben die Geschwister Beweise. Selbst einfache Schreibarbeiten ließ Sie sich z.B. bezahlen.

Nach dem Tod verlangte Sie nun von den Geschwistern Geld für das Begräbnis, obwohl Sie auf alle Finanzen des Verstorbenen Zugriff hatte. Trotzdem war der ältere Bruder bereit diese Kosten zu übernehmen, allerdings wollte er einen Auftragsnachweis der Bestattungsfirma haben. Daraufhin wurde die Ex-Lebensgefährtin am Telefon patzig und meldete sich nicht wieder.

Das Resultat war dass Sie den Verstorbenen natürlich mit der billigsten Variante, nämlich der anonymen Variante und weit weg von seinem ursprünglichen Wohnort bestatten ließ.

Als die Geschwister später bei ihr nachfragten wo er denn vergraben sei, verweigerte Sie die Information.

Zusammenfassend, die Art der Bestattung entspricht keinesfalls dem Wunsch des Verstorbenen und die Verbindung der Geschwister zu dem Verstorbenen war sehr innig.

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Ich denke hier kommt es einzig auf den letzten  Willen des Verstorbenen an, wen er dafür evtl.  auch nur mündlich vorgesehen hatte. Die letzte Ruhestätte ist nicht der Ort um persönliche Differenzen auszutragen und die Totenfürsorge richtet sich nicht nach dem Erbrecht.  Außerdem ist eine Umbettung genehmigungspflichtig. Da muss der Friedhof und meines Wissens das Gesundheitsamt zustimmen. Um an einen Toten zu denken, benötigt man kein Grab.

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" lediglich " unschöner Ausdruck ! Oft ist Lebensgefährte mehr als " offizielle Verwandtschaft ".
Auf dem Papier sieht das natürlich anders aus , von dem her , denke ich , ja .

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Was sagt das Testament aus? Ohne DAS, sieht es ganz schlecht für die Lebensgefährtin aus. Kein Erbe, alles geht an die Verwandtschaft. Auch in Sachen Grab haben die ein Mitspracherecht. Sie könnten ....

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Kommentar von Incertidumbre
12.04.2016, 21:52

Ein Testament gibt es nicht. Der Grund für die Umbettung ist dass der Verstorbene in seiner Urne anonym vergraben wurde und das ohne die Zustimmung der Geschwister. Mittlerweile habe ich den Beerdigungsort über Recherche erfahren.

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