Der 4jährige Sohn meiner Freundin hat häufig seltsame Spannungszustände und fängt an zu hauen, schupsen etc. Sie haben ihn bisher sehr viel zu den Großeltern und Babysittern gebracht, so dass sich kaum ein geregelter Tagesablauf für ihn einstellen konnte. Nun machen sie sich Vorwürfe, ob dieses Hin- und Herschieben die Ursache für das auffällige Verhalten ihres Sohnes ist. Kann da ein Zusammenhang bestehen?
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Ja natürloch. Gerade Kinder brauchen einen festen Halt und Rituale. Aber ich denke, da kann man noch was machen. Einfach anfangen.
Na klar, Kinder brauchen Strukturen! Regelmäßige Schlafens- und Essenszeiten. Aufräumzeiten. Und daß sie täglich bis 90 min. an die Luft gehen - ich muß auch gleich wieder raus mit den Meinen, die nehmen mir sonst die Bude auseinander...
Zu Deinem Fall: Das dauernde Hin und Her ist Gift für ein solch kleines Kind - kann man das nicht anders regeln?
Warum erzieht sie das Kind nicht selbst? Das wäre viel besser!

Natürlich ! Wie würdest Du dich denn fühlen, wenn Du nie richtig deinen festen Ablauf hast - gerade bei Kindern immens wichtig

ja natürlich, kinder brauchen einen tagesablauf und eine geregelte struktur
Tatsächlich gibt ein fester Tagesablauf Sicherheit. Viele Kinder fühlen sich unsicher bei dem beschriebenen Hin- und Hergeschiebe. Die Auswirkungen sind vielfältig. Kinder spüren (und hören sehr gut :-) wenn sie abgeschoben werden und als lästig empfunden werden. Sie suchen Liebe und Anerkennung.
Stimme vollkommen zu. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass der Tages- und Nachtrhytmus soweit wie möglich dem des Kindes angepasst wird und nicht dem der Eltern. Hat sich dann eine Regelmäßigkeit gezeigt, dann sollte diese beibehalten werden. Allerdings können Agressionen auch viele andere Ursachen haben. In diesem Fall halte ich den häufigen Wechsel der Betreuungspersonen für ursächlich, da hierbei die Anerkennung durch die Eltern (wie auch bea schon sagte)viel zu kurz kommt.
alle hier haben bisher vollkommen recht. ein kind ist kein gegenstand und auch wenn deine freunde es nicht vorhatten, so hat dies kind schon eindeutige warnsignale gesetzt. nähe, gespräche, umarmungen, struktur, geborgenheit, vertraute umgebung, förderung, verständnis. all das ist wichtig. ich denke deine freunde sollten grundlegend die situation ändern. allein neben dem kind vor dem fernseher zu sitzen (nur als beispiel gemeint) gibt noch lange nicht das, was ein kind brauch. das kind setzt die signale - reagiert darauf.