Frage von Nanopixel, 55

Kann ein Notar seine Rechnung nach eigenem Ermessen stellen?

Es geht um die Notar-Rechnung für einem Grundstückskauf. Ich dachte bisher, die Notarkosten wären in irgendeiner Weise festgelegt (anhand des Verkaufspreises der Immobilie), es gibt da ja auch Tabellen / Rechner im Internet...

Leider zeigen verschiedene Notarkostenrechner im Internet komplett unterschiedliche Kosten an, also was kann man hier glauben? Ich jedenfalls finde Notarkosten in Höhe von 45% des Grundstückswerts "etwas" überzogen...

Antwort
von Gustavolo, 35

Nano:

Um deine Frage zu beantworten, müsstest du uns den vollständigen Text der Kostenrechnung des Notars mitteilen.  Nur soviel:  Die Notarkosten können niemals nach der gültigen Gebührentabelle 45 % des Geschäftswerts ausmachen.

War ein Anderkonto erforderlich?

War die Tätigkeit als Treuhänder unumgänglich?

Wurde eine persönliche Dienstbarkeit (z.B.Wohnrecht) bestellt?

Wurde eine Grundschuld zur Sicherheit eines Darlehens für die  Immobilien-Kaufpreis-Belegung bestellt)?

U.v.m.

Kommentar von Nanopixel ,

Anderkonto: nein, Treuhänder: nein, Dienstbarkeit (was ist das): also vermutlich nein.

Einfach nur ein Grundstückskauf, nicht mehr und nicht weniger.

Die vollständige Kostenrechnung habe ich gerade nicht hier, kann ich später nachreichen.

Antwort
von Ronox, 42

Die Kosten werden nach dem GNotKG berechnet. Und dieses Kostenrecht ist nicht so simpel, als dass man es komplett Rechnern überlassen könnte. Diese können nur zur Orientierung dienen.

Antwort
von Hufnagl, 34

Die Notarkosten sind gesetzlich im GNotKG festgelegt. Die Notarkosten betragen ganz grob in etwa 1 % vom Kaufpreis. Die Mindestgebühr eines Kaufvertrages beträgt aber mindestens 120,00 € netto!

Wenn du also nur einen geringwertigen Grundbesitz kaufst, z.B. Ackerland zu einem Kaufpreis von 400,00 €, dann fallen ca. 200,00 € an Notargebühren an. Bei diesen geringen Werten passt die Faustformel von "Notarkosten = 1 % vom Kaufpreis" einfach nicht mehr.

Kommentar von Nanopixel ,

Du liegst sehr nah dran, der Kaufpreis liegt bei 500€.

Kommentar von Nanopixel ,

Ich bin jetzt erst dazu gekommen, die Rechnung "live" zu begutachten, der Betrag setzt sich wiefolgt zusammen:

Beurkundung 120€, Betreuungsgebühr 15€, Vollzugsgebühr 15€, Post-/Telek.-/Dokumenten Pausch 27,40€.

Macht 177€ Netto, also 211 Brutto.

Antwort
von Kuestenflieger, 32

sie haben gelesen : das nur 45 % der Fläche zur bewertung herangezogen wird .

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