Frage von kaktusfeld, 93

Kann ein Norddeutscher den bayrischen Dialekt unbewusst übernehmen, wenn er 15 Jahre in Bayern lebt?

Besteht die Chance, dass ein gebürtiger Hamburger, der 15 Jahre in Bayern lebt, diesen lustigen Dialekt übernimmt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von veritas55, 85

Sicher kannst du dir einiges von diesem "lustigen Dialekt" aneignen - je wohler du dich dort fühlst und je mehr nette Urbayern du triffst, desto besser ;).

Aber mir hat mal ein waschechter Bayer erklärt, dass ein Preiss niemals "Oachkotzlnschwoaf" richtig aussprechen könnte :D.

Daran wird bestimmt auch jeder andere Nichtbayer scheitern ;).


Antwort
von AutorMJE, 70

Ja, das geht. Ich habe damals nur 5 Jahre in Bayern gelebt und hab den Dialekt relativ schnell intus gehabt, auch eher ohne mir darüber bewusst gewesen zu sein...

Antwort
von Nordseefan, 93

Unbewusst denke ich mal eher nicht. Ok du wirst dich dann vielleicht in manchen Ausdrücken anpassen, Grüss Gott statt Moin oder halt Guten Tag sagen.

Aber so richtig den bayrischen Dialekt übernehmen nicht. Es sei denn du willst es.

Antwort
von wfwbinder, 74

Meine Tante hat weniger als 15 Jahre von reinrassigem Hochdeutsch (Hannover) um sich im fränkisch gefärbtem einzuleben.

Antwort
von Sanja2, 90

Den Dialekt übernimmt man nicht, aber der eigene Dialekt wird weniger dominant und Redewendungen aus dem anderen werden genutzt. Meine Mutter kommt aus Berlin und lebt seit  inzwischen 30 Jahren in Bayern. Sie sagt ohne nachzudenken zur Begrüssung "Grüß Gott" und wird vor allem in Berlin irritiert angeschaut, wenn sie berlinert ohne Ende, aber bayerische Redewendungen kommen.

Antwort
von Dunacsilla, 86

Ja, sicher, etwas wird hängen bleiben. Ich bin Niederländerin, und habe in den Siebzigern (!) einige Jahren in Freiburg gelebt. Danach habe ich in den USA und in Ost-Europa gearbeitet, und bin erst nach zwanzig Jahren wieder nach Deutschland zurückgekehrt, nach Berlin.  Und was fragten die Leute? "Sie sind Schwäbin, oder?"  Schwäbisch und Badisch hört sich wohl für ein Norddeutscher ähnlich an. Dabei habe ich das Gefühl, ein relativ sauberes Hochdeutsch zu sprechen. Dies nur als Beispiel oder Beleg dafür, dass sehr wohl die Sprache sich angleicht. 

Antwort
von GERGhettoKeks, 66

das man nie wie ein echter Ur-Bayer klingen wird ist klar, aber ich denke eine bestimme Färbung bzw. Redewendungen und Begriffe etc. werden sich schon einschleichen 

Antwort
von Lazarius, 56

Kann sein, muss aber nicht. Es kommt auf die Person an. Manche Menschen übernehmen andere Dialekte sehr schnell. Andere wiederum nicht.

Kommentar von veritas55 ,

Stimmt - es kommt auch darauf an wie sprachbegabt man ist !

Wer schnell Fremdsprachen lernt, wird sich auch Dialekte leichter und schneller aneignen können.

Antwort
von derbas, 67

Ja im Prinzip. Mein Onkel ist vor 20 Jahren nach Franken gezogen. Er selbst spricht noch größtenteils "Ruhrpott". Meine Cousinen aber, die auch ihre Schulzeit dort verbracht haben, sprechen fließend fränkisch.

Antwort
von justanotherliar, 80

natürlich, meine mutter kommt aus Hamburg und lebt seit 10 jahren in Mannheim und spricht jz 'monnemerisch' :)

Antwort
von evaveit, 29

Also nach 15 Jahren könnte das schon gut möglich sein..

Glaube ich.

Antwort
von voruebergehend, 63

Klar kann das passieren. Würde mich aber dagegen wehren :D

Kommentar von veritas55 ,

Die Sympathie zur Sprache wächst dementsprechend wie man Freunde in der Gegend findet. Ich hätte auch nie gedacht, dass ich das Gebabbele von dene Hesse mal gern haben würde ;D !

Antwort
von lupoklick, 9

Nach einer mißlungenen Gehirnoperation vielleicht....

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