Frage von Wunnie,

Kann ein Mensch an Einsamkeit sterben ?

Ich meine nicht, dass er sich denkt: ''Ich bin einsam'' und dann fällt er tot um, nein. Ich meine wenn der Mensch keine Familie hat, alleine ist, sich Liebe wünscht. Er wacht jeden Tag alleine auf, geht zur Arbeit, und wieder heim, wenn er zuhause ist, ist er wieder alleine.

Er sehnt sich bestimmt nach einem Partner, danach nicht mehr alleine zu sein, dass Gefühl zu haben, dass er geliebt wird, das ihn jemand vermisst, dass jemand sich ein Leben ohne ihn nicht vorstellen kann.

Kann das direkt zum Tod führen ? Oder kann das Krankheiten hervorrufen die tödlich sind ?

Und wie könnte ich da helfen ? Ich habe schon versucht, mit ihm darüber zu reden, dass er zum Psychologen soll, das lehnt er aber ab. Ich möchte ihm persönlich helfen, nur wie ?

Ich freue mich über hilfreiche Antworten.

LG Wunn

Hilfreichste Antwort von Entdeckung,
17 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ein lautes und deutliches JA ... von mir auf diese Frage.

Der Mensch kann an Einsamkeit sterben.

Nicht umsonst steht in der Bibel schon geschrieben, es sei nicht gut, dass der Mensch allein sei.

ABER ... wir alle wissen was aus dieser Erkenntnis des Schöpfergottes geworden ist, der hat die Eva geschaffen, damit der Adam nicht allein sein müsse ... und damit fing das Elend des Menschen erst an ...

Zuerst wurden die beiden aus dem Paradies vertrieben, dann hat deren Sohn der Kain den Abel erschlagen ... und dann vergingen Jahre und Jahre und die Menschen wurden nicht besser ... im Gegenteil ... und dann kam die Sündflut ... und ... und ... und

Bis zum heutigen Tage müssen wir mit den Folgen des Versuches der Einsamkeit zu entgehen mehr oder weniger schlecht leben und erkennen, dass der Mensch ... besonders dann wenn er nicht allein ist ...nunmal sündig ist.

Und zurück zu deiner sehr guten und sehr ersten Frage, welcher ich mit meiner Einleitung etwas von ihrer "Schwere" nehmen wollte.

Wir sollten prinzipiell unterscheiden zwischen ALLEINSEIN und EINSAMSEIN.

Einsamsein kann man auch ich dichtesten Menschengetümmel, Einsamsein kann man inmitten einer fröhlichen Runde ... und vor allem kann man auch sehr, sehr Einsam sein, wenn man mit einem (oder mehreren) Menschen zusammenlebt, welche keine Ahnung haben und welche es auch nicht die Bohne interessiert, wie man denkt, wie man fühlt wie man "funktioniert".

Alleinsein hingegen kann Entspannung pur, ja kann sogar Glück bedeuten. Wenn man dieses Wort A L L ... E I N ... S E I N in seine Bestandteile zerlegt und dem Sinn zu ergründen versucht, dann heißt dieses Wort: Alles in Einem sein ... Und das wiederum bedeutet, mit sich selbst zufrieben und im Einklang zu sein.

Und ich denke, in dieser Erkenntnis, dass der Mensch allein sein können muss, um mit sich selbst ins reine zu kommen, die fehlt uns sehr oft.

Und ... wer sich Tag und Nacht sehnt nach einem Partner ... der kann sehr leicht und sehr bitter enttäuscht werden, wenn er dann endlich nach langem Sehnen ... einen Partner gefunden hat ... denn dieser sich sehnende und nach Liebe sich verzehrende Mensch, der ist durch sein Sehnen und Hoffen zugleich sehr verletzlich geworden ... und er kann sehr leicht in die tiefste Hölle der Enttäuschung stürzen, wenn sich herausstellen sollte, das der Partner, den er gefunden zu haben glaubt seinen Erwartungen nicht entspricht und was gar nicht zu selten vorkommt, wenn dieser Mensch dann auch noch feststellen muss, dass dieser "Partner" kein Partner ist, im Sinne von Geben und Nehmen ... sondern nur ein NEHMER.

Und unter Nehmer verstehe ich hier nicht Geld und Gut ... (obwohl solche Menschen, die gibt es auch, die nur auf das Geld eines anderen aus sind). Ich denke bei diesen Nehmern an Menschen, welche so sehr auf ihr eigenes Wohl bedacht sind, dass sie einen anderen Menschen nur dazu benutzen um sich selbst über diesen zu erheben und sich selbst zu erhöhen.

Das sind dann diese Paarbeziehungen, wo einer der beiden immer nur das macht, was er selbst möchte und der andere dies geschehen läßt, nur weil er eine unüberwindbare Angst davor hat, allein zu sein ... Dabei wäre es vielfach besser für ihn ... alleine zu sein ... und wahrscheinlich wäre er dann sogar weniger einsam.

Und vermutlich lebte er dann auch länger, denn das ständige Kränken und Verletzwerden, das ist Gift für jede Seele ... und alles was kränkt, das macht krank ... und an diesen Krankheiten kann man sterben.

Ja ... lange ist meine Antwort geworden, zu lange, aber dieses Thema kann ich nicht mit wenigen Worten beantworten.

Kommentar von Entdeckung,

Und enden möchte ich ... um meiner Antwort den Stachel zu nehmen, mit einem Zitat von Wilhelm Busch (dem Schöpfer von Max und Moritz)

"Wer einsam ist, der hat es gut, weil niemand ihm was Böses tut!"

;-)

Kommentar von Momo1965,

Spitzen-Antwort! DH!!!

Kommentar von Wunnie,

Einfach nur TOP !

Danke, e.. ;-)

Kommentar von BELLA92,

Uhlala... wirklich super geschrieben, meiner Meinung nach. Top.

Kommentar von hitman1,

vor dem menschen lebten die dinosaurier! was hat "gott" die ganzen millionen jahre vor dem menschen gemacht, sich am ars*h gekratzt?! tut mir leid, aber solche dummheit regt mich auf!

zur frage: ja es geht, aber aus anderen (biologischen) gründen!

und sorry das ich so spät antworte, habs grade gelesen!

Kommentar von Dfriend,

Danke, für die gute Antwort. Ich kann dem nur zustimmen. Wir auf deine-freunde haben dazu auch einen Artikel verfasst. Du findest ihn hier http://www.deine-freunde.net/alone Vielleicht hilft dieser Artikel dem ein oder anderen.

Antwort von CaptainGalaxy,
8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es gab (ich glaub im letzten Jahrhundert irgendwann) mal ein Experiment mit Säuglingen. Sie wurden in zwei Gruppen eingeteilt: eine wurde nur gewickelt und gefüttert, aber die Schwestern in dem Heim, in dem das Ganze stattfand, durften nicht mit den Kindern reden. Die andere Gruppe wurde "ganz normal", also auch mit Zuwendung und Ansprache, versorgt. Aus der ersten Gruppe starben einige Säuglinge, der Begriff "Hosptialimus" hielt Einzug in die Medizin und Psychologie. Ein sehr grausames Experiment, die mich aber deine o. g. Frage mit "ja" beantworten lässt.

Kommentar von Lenno123,

Ja das war in China glaub ich.. Krass was die da gemacht haben ..

Kommentar von gisi1958,

Das Experiment wurde von Kaiser Friedrich II, Kaiser des römischen Reiches, im 13. Jahrhundert durchgeführt; Er wollte damit die "Ursprache" des Menschen herausfinden; Eine "Kontrollgruppe", die "ganz normal" versorgt wurde, gab es in diesem Zusammenhang nicht.

Kommentar von tomarovic,

Tut mir leid, aber Friedrich II von Preussen war niemals römisch-deutscher Kaiser. ,.

Kommentar von Enki40,

Kleiner geschichtlicher Exkurs. Ich nehme an, dass hier die Rede ist von Friedrich II., Kaiser des hlg. römischen Reiches Deutscher Nation und König von Jerusalem, auch genannt Barbarossa und nicht von Friedrich II. König von Preußen.

Kommentar von MeLii1996,

Ja das hab ich auch gehört, das haben wir in der Schule gelernt. Ich find das einfach nur schrecklich :(

Kommentar von darti,

Ja von könig friedrich oder so hatten wir in W&N klausur aber das ist ja bisschen anders der mensch den er beschreibt hat ja kontakt zu anderen menschen nur nicht beziehung mit ner frau

Kommentar von BELLA92,

Dieses Experiment war glaube ich auch im Buch "Soziale Intelligenz" zu finden, wenn ich mich nicht täusche? Kann das sein? Woher hast du das, Captain?

Antwort von Inga1605,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Aber nur, wenn er sich nicht selbst liebt, und zwar so wie er ist - und das muss er akzeptieren. Kein Mensch ist einsam und allein nur dann, wenn er sich selbst zurückzieht.

Wir sind alle Kinder Gottes und tragen sein Licht in uns, deshalb sind wir sowieso niemals alleine auf der Welt. Gruss Inga

Antwort von IceCreamMan1996,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo,

Ich denke Einsamkeit kann auf Dauer auf die Psyche 'drücken' und somit Traurigkeit verursachen, welche dann wieder lebenswichtige Funktionen beeinträchtigt. Auf Dauer, kann Einsamkeit tödlich sein. Niedrige Lebensqualität = kurzes Leben, da traurige Menschen, die alleine sind schneller sterben.

Noch etwas: Verheiratete leben länger, Singles sterben früher, vermutlich weil sie oftmals nicht glücklich sind und sich nach Liebe sehnen.

Also kann Einsamkeit tödlich sein, ist wissenschaftlich erwiesen.

Liebe Grüße,

Der kleine Ice.

Antwort von Christa251248,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Grüss dich Wunnie, ein Mensch kann ohne weiteres an Einsamkeit sterben. Da geht aber ein langer Prozess vorher. Wenn die Sehnsucht nach Zweisamkeit immer grösser wird, aber unerfüllt bleibt, isoliert sich so ein Mensch immer mehr. Reduziert Essen und Trinken, geht evtl. nur noch seiner Arbeit nach. Und das war es schon. Er sehnt sich nach Gesprächen, einem guten Freund oder einem Partner.

Seine Seele leidet sehr, und selten wird in diesem Fall psychologische Hilfe auch beansprucht oder abgelehnt. Man kann auch so gut wie nicht helfen. Denn in so einem Fall ist des Menschen Wille, sein Himmelreich.

Aussenstehende müssen das akzeptieren, so traurig es auch ist, keine Hilfe leisten zu können.

Antwort von Enki40,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ja, davon bin ich überzeugt. Wenn die Lebensfreude herabsinkt sinkt auch die Immunabwehr. Der Körper wird anfälliger gegen Krankheiten und kann sich schlechter dagegen wehren. Der Körper scheidet weniger Gifte aus und vergiftet sich auf diese Weise selbst. Nicht ohne Grund sterben viele Menschen kurze Zeit nachdem ihr geliebter Partner von ihnen gegangen ist. Die Lebensenergie erlischt. Die Folgen habe ich zuvor beschrieben.

Wir Menschen sind zur Freude geboren. Die ganze Natur ist am schönsten, wenn sie sich freut. Können wir uns nicht mehr freuen, funktionieren wir nur noch und sterben irgendwann.

Dann gibt es aber auch noch seelische Erkrankungen, in denen man wie in einen Strudel gerät und der Körper aber genauso reagiert.

Kommentar von BELLA92,

Ciao! Das hast du echt wunderschön geschrieben! Du hast mir persönlich bereits ein Kommentar auf eine Frage hinterlassen, und die hier ist auch echt top!

LG

Kommentar von Enki40,

Danke, das tut gut.

Antwort von Euphorischeente,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hmm Einsamkeit...Das Gefühl kenn ich nur zu gut. Ich bin ohne Familie aufgewachsen und war deshalb eigentlich fast immer alleine.

Ich hatte zwar Leute die für mich gesorgt haben und auch Freunde, allerdings keine richtig guten, das waren alles nur sehr oberflächliche Freundschaften. Niemanden dem ich mich völlig anvertrauen konnte weil mich einfach keiner verstand. Dieses Gefühl ist total schlimm, ich kam mir vor wie der einsamste und traurigste Mensch auf der Welt. Mir war es als würde mich niemand richtig akzeptieren.

Nach aussen hin war ich zwar immer normal und fröhlich (vielleicht auch weil ich dadurch hoffte von anderen eher akzeptiert zu werden) aber in mir drin fühlte ich mich immer mieser und wurde mit der Zeit richtig depressiv.

Ich dachte mir immer wozu ich eigentlich existiere und warum ich noch weiterleben sollte. Da hatte ich richtige Selbstmordgedanken (Insofern kann Einsamkeit natürlich tödlich sein)

Aber...ich habe jemanden getroffen der mich verstand. Einen Menschen der ähnliches durchgemacht hatte wie ich und genau nachvollziehen konnte wie ich mich fühlte. Wir waren einfach seelenverwandt. Mit ihr konnte ich über alles reden und sie mit mir auch. Ich war einfach total glücklich darüber endlich so jemanden getroffen zu haben, das war für mich das schönste Gefühl der Welt.

Ich denke dass dein Freund sich bestimmt auch so jemanden wünscht, eine Person der er sich voll und ganz anvertrauen kann. Genau diese Person könntest du werden wenn du das willst. Ich denke das ist das einzige was ihm wirklich helfen wird (Psychologen kannst du vergessen).

Ruf ihn einfach an und mach öfters was mit ihm. Besonders mit ihm alleine, wenn ihr zu zweit ohne Andere seid lässt sich viel leichter Vertrauen aufbauen. Zeig ihm einfach dass du für ihn da bist. Und sag ihm das auch wörtlich.

Wow der ganze Text ist jetzt eigentlich viel länger geworden als ich ursprünglich wollte :D Aber ich kann mich mit dem ganzen halt ziemlich gut identifizieren und Einsamkeit ist auch eines der schlimmsten Gefühle die es gibt.

Naja zu deiner Frage ob Einsamkeit tödlich sein kann: Jetzt mal abgesehen von (wie oben bereits erwähnt) Suizid, denke ich nicht dass Einsamkeit tödliche Folgen hat. Allerdings kann man dadurch seelische Schäden davontragen weil man sozial einfach permanent von anderen abgeschirmt ist. Das ist vielleicht auch noch schlimmer. Ausserdem ist halt die Lebensqualität ziemlich am Boden wenn man immer alleine ist.

So jetzt bin ich glaube ich fertig (Ja ich weiss wird ja auch Zeit ;D)

LG

Antwort von Taurinator,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hi Wurm,

ich kenne so etwas sehr gut, denn ich habe mich sehr gut wieder erkannt. Dennoch muss ich dazu sagen, das ich mich einfach beschäftige und ablenke. Ich versuche mein Soziales Umfeld aufzubauen und vergrößern. Auf Arbeit hab ich ja Leute, mit denen ich reden kann oder mal einen trinken gehe. Sind zwar keine richtigen Freunde aber wenn das soziale Umfeld komplett weg brechen würde, oder die wenigen Freunde, die ich habe auch nicht mehr sind... Ich glaub dann hätte ich auch zu nix mehr lust.

Sehr oft habe ich den Gedanken, das ich mir denke: Wofür, Warum, Wieso und wesshalb...

Da ich aber einfach noch Hoffnung habe, gebraucht zu werden, gebe ich nicht auf. Irgendwann bin ich auch nicht mehr alleine und hab einen Partner/Partnerin und dann sieht die Welt wieder anders aus.

Aber ein Psyschologe kann da nach meiner Sicht auch nicht wirklich helfen. Habe ich auch schon in Anspruch genommen. Der sagt dir dann, das man sich in Freizeitlokalitäten aufhalten sollte oder sich an Orte begibt, die gut besucht sind. Dort entstehen die meinsten Kontakte/Freundschaften etc...

Kommentar von Wunnie,

WURM ?

Kommentar von Taurinator,

Lach Sorry, da war der Wurm drin...

Wollt Wunnie schreibe, hab aber iwie an Wurm gedacht...

Kommentar von IceCreamMan1996,

Geht mir auch oft so.

Schreib am Besten Wuuuuuuuuuuuuuuuunnie, das sieht lustiger aus ;-)

Kommentar von Wunnie,

Okay, kein Problem.

Danke, für deine Antwort. :)

Kommentar von Euphorischeente,

XDDDD WURM :DDDDD

Antwort von BELLA92,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Da ist noch mehr dahinter außer "nicht wollen". Du kannst rausfinden wieso er so handelt. Wieso er so negativ ist. "Dass ihn jemand vermisst, dass jemand sich ein Leben ohne ihn nicht vorstellen kann.", du vermutest, also frag ihn doch erstmal. Teste Sachen mit ihm aus und beobachte ihn, wann er zu strahlen beginnt. Bring du ihn in so viele verschiedene Situationen wie möglich die er noch nie erlebt hat. Halt dich bisserl im Hintergrund gedanklich und beobachte ihn. Ich finde, verzweifelt zu suchen, wo irgendwo Liebe sein könnte, gänge nach hinten los. Es sind die kleinen SAchen die das Leben so schön machen. Aber natürlich solltest du auch bedenken, dass er individuell ist, und seine Freundin beim gemeinsamen Hobby, oder beim Lieblingschinesen finden könnte. Wenn du ihm nicht helfen kannst, sollte er, nur meiner Meinung nach - eine Therapeutin aufsuchen.

Antwort von Mucker,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

JA - ein Mensch kann an Einsamkeit zugrunde gehen bzw. leiden und krank werden. Jeder Mensch braucht Zuwendung und Liebe - der Mensch ist ein soziales Wesen - und nicht für die Ensamkeit gemacht.

Manchen Menschen kann man helfen - anderen sehr schwer oder auch gar nicht - insbesondere dann - wenn sie resigniert haben - und keinen Glauben und Hoffnung mehr haben.

Es gibt ja Hilfen wie z.B. Ratgeber oder die Tel.Seelsorge - wo jeder - ob einsam oder nicht - anrufen kann, um Hilfe und Anregungen zu bekommen. Tel 0800 - 1110111 oder hinten 222 - rund um die Uhr - und auch anonym - wenn man seinen Namen nicht nennen möchte.

Hilfe muss man aber in einem solchen Fall suchen und annehmen - sonst kann das nichts werden!

****Dr. Doris Wolf sagt zu ihrem Ratgeber Einsamkeit überwinden:****

Einsamkeit ist ein stummes Leiden, da es die Betroffenen als ein Versagen ansehen, einsam zu sein, sie darüber kaum sprechen und sich zurückziehen. Deshalb wird auch die Zahl der Menschen, die unter Einsamkeit leiden, unterschätzt.

Einsamkeit ist verbunden mit Gefühlen von Isoliertsein, Hilflosigkeit, Nichtgeborgensein, Ausgeschlossensein, dem Eindruck des Fallens in ein tiefes schwarzes Loch.

Aus Untersuchungen wissen wir, dass sich die Hälfte aller erwachsenen alleinlebenden Menschen und mehr als ein Viertel aller Verheirateten einsam fühlen.

Einige fühlen sich schon solange sie sich erinnern können einsam und erwarten auch, ihr restliches Leben einsam zu sein.

Andere leiden unter momentaner Einsamkeit, die sie in einigen Wochen oder Monaten überwinden.

Einsamkeit zieht sich durch alle Altersgruppen - Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, das Mittelalter und alte Menschen.

Die einsamsten Menschen sind diejenigen zwischen 30 und 40 Jahren, also nicht die alten Menschen.

http://www.palverlag.de/Einsamkeit_ueberwinden.html

Antwort von beria,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ja.

Dann stirbt man innerlich.

Antwort von lomita,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

du bist für diesen menschen da. rede und besuch ihn oft. geh du zu einem pschycholgen und rede mit ihm über das problem, evtl. kann er rat geben. alles gute.

Antwort von MUx33,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hm. Derjenige kann Depressionen bekommen, wenn er sich nicht helfen lässt und sie immer schlimmer werden, wäre es möglich, dass er sich umbringt. Vielleicht auch Borderline. Aber ich bin mir da nicht so sicher. Außerdem müssen diese Krankheiten ja nicht zum Tod führen Naja aber wie gesagt ich bin da kein Experte Das mit den Babys hab ich auch mal im Tv gesehen

Kommentar von Wunnie,

Es geht um einen Freund..

Kommentar von MUx33,

sorry, hatte die frage nicht ganz gelesen

Antwort von yoshi19,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wenn man einsam ist lebt man denke ich kürzer oder man nimmt sich vielleicht irgendwann sogar das Leben.

Antwort von zerocoder,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

nein, aber verrückt werden

Antwort von dmfdmf,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Du schreibst, du weißt nicht, warum es deinem Freund nicht gelingt, aus seiner Einsamkeit heraus zu treten. Genau das ist es, was in einer Psychotherapie aufgearbeitet bzw. ergründet werden würde. Ganz oft sind Kindheitserlebnisse oder auch spätere negative Beziehungserfahrungen der Grund für ein sozial isolierteres Verhalten. Er legt ein bestimmtes Beziehungsmuster an den Tag, das den Zugang zu anderen verhindert und/oder andere eher auf Abstand zu ihm gehen lassen. Da kann er so gut aussehen wie er will, wenn er einfach andere Signale in der Umwelt aussendet, d. h. solche, die ihm nicht gerade zu einem Magnet für andere machen. Zu deiner Grundfrage mit dem Sterben: selbst Tiere sterben, wenn ihnen der bisherige Partner abhanden kommt, habe ich schon von Delphinen gehört. Zudem weiß ich von einem Wellensittich, der eine Kameradin hatte, die ihn aber nicht so wirklich mochte, dennoch war er wohl froh, diese um sich zu haben. Nachdem sie an einer Krankheit gestorben war, lebte er auch nur noch ein 3/4 Jahr und starb ohne erfindlichen Grund von einem auf den nächsten Tag.

Antwort von Rotblaugruen,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wenn er eine Partnerin möchte, muss er etwas unternehmen. Vom zu Hause herumsitzen lernt er keine Frau kennen. Er muss sich verabreden und Hobbies suchen, die ihm etwas bedeuten - am besten solche, die die Teilnahme an einer Gruppe erfordern, an der auch Frauen teilnehmen. Auch das Internet gibt genügend Kontaktmöglichkeiten her. Außerdem gibt es immer noch Kontaktanzeigen in der Zeitung.

Wichtig ist auch ein gutes Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und möglichst gepflegtes Erscheinungsbild.

Wenn du dir Sorgen um ihn machst, sei ihm ein Freund.

Antwort von tomarovic,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hallo Wunn. Wenn ich das richtig verstehe geht es um einen homosexuellen Freund von dir, der keine Beziehung findet. Ersteinmal: Einsamkeit ist nur dann ein Problem, wenn der Betroffene sich einsam fühlt. Jeder Mensch hat ein unterschiedlich ausgeprägtes Bedürfnis nach sozialen Kontakten. Aber hier scheint es nicht um mangelnde soziale Vernetzung zu gehen, also nicht um Einsamkeit im sozialen, sondern im partnerschaftlichen Sinne.

Fein, er hat also keinen Partner. Dann wäre meine erste Frage: Will er einen oder ist das nur deine Interpretation? 2. Welche konkreten Umstände behindern ihn darin eine Partnerschaft zu führen? Wenn meine Ausgangsvermutung richtig ist und er ist homosexuell, dann steht die Frage: Ist er geoutet? Hat er seine Sexualität für sich akzeptiert und wie steht seine Familie etc dazu? Wo wohnt er? In Klein-Kleckersdorf gibt es gewohnheitsmässig weniger Homosexuelle als in Berlin beispielsweise. Ist also ein Umzug nötig um seine Chancen auf eine Partnerschaft zu erhöhen?

Wenn du ihm helfen willst, dann solltest du genau gucken, wo genau der Grund für seine Einsamkeit liegt. Formuliert man ein konkretes Problem, hat man auch bessere Chancen es zu lösen. Leider kann ich das jetzt gerade nirgends herauslesen.

Ob man an Einsamkeit stirbt ist für mich eine sekundäre Frage. Wenn man darunter leidet und in seiner Lemensqualität eingeschränkt wird, dann reicht das schon aus, um an dem Zustand etwas zu ändern. Nebenbei bemerkt besteht allerdings ein Zusammenhang zwischen einem unzufriedenen Leben und diversen Krankheiten, häufig über Hormone oder äussere Umstände-zB Alkohol- vermittelt.

Kommentar von Wunnie,

Hallo tomarovic,

Mein Freund ist nicht homosexuell.

Ja, er möchte eine Partnerin, und das schon sehr lange.

Tja, was hindert ihn daran eine Partnerschaft zu führen, ich weiß es nicht, er sieht gut aus, hat einen tollen Charakter, aber was ihn daran hindert, fällt mir nichts ein.

Antwort von demosthenes,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die Lebenserwartung allein lebender Menschen ist laut offizieller Statistik deutlich kürzer als die derjenigen, die in einer Ehe leben.

Das ist doch schon ein deutlicher Hinweis.

Antwort von Affia,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Das hört sich nach Depressionen an. Depressionen können sich in unterschiedlichsten körperlichen Beschwerden und auch Erkrankungen äußern. So leiden viele Erkrankte z.B. unter Rückenschmerzen.

Das alles führt nicht zum Tod aber Depressionen können vorhandene Erkrankungen verstärken und im schlimmsten Fall ist der Erkrankte suizidgefährdet.

Wer auch bei fortgeschrittenen Depressionen nicht sieht, dass er erkrankt ist, wird sich auch keine Hilfen holen. Manche haben einfach 'vergessen', dass das Leben früher schöner war oder sie sehen es als normalen Lebensverlauf, dass man irgendwann einsam ist. Solange derjenige noch im Beruf ist, wird er dort wahrscheinlich noch etwas aufgefangen. Dramatisch wird es, wenn man aus dem Beruf heraus ist und jegliche Tagesstruktur verliert.

Helfen könnte man nur, indem man denjenigen aus seiner 'Höhle' holt und mit ihm etwas unternimmt. Vielleicht würde er sehen, was ihm alles entgeht. Allerdings kann man damit nur überbrücken, nicht heilen. Etwas hat ja diesen Zustand ausgelöst und das würde wahrscheinlich nur in einer Therapie ergründet werden können.

Antwort von MichaelSelm,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Deine Ausführungen halte ich für vollkommen richtig.

Direkt zum Tode kann das nicht führen. Aber zu sehr vielen Umständen die dazu beitragen das er früher stirbt als andere.

Und ich habe noch eine andere Überlegung dazu.

Witwen / Witwer sind ebenfalls alleinstehend. Nach einer Zeit der Trauer "normalisiert" sich ihr Leben aber oft wieder. Sie bleiben zwar allein. Aber auf Grund vorhandener Umstände (Umfeld, Hobbys, Interessen u.a.m.) geht es ihnen sehr gut und sie überleben den Partner / die Partnerin um viele Jahre. Obwohl sie allein sind.

Und eigentlich müsste es ihnen ja noch schlechter gehen. Als jemand, der in keiner Beziehung war und daher die Gefühle jemand zu vermissen, oder geliebt zu werden nicht so kennt.

Antwort von Tinkerbell7,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

wenn jemand sich auf dauer einsam fühlt und nichts daran ändert kann das schon krankheiten verursachen oder zumindest begünstigen. zumindest wenn man der psychosomatik glauben schenkt. es wird ja oft sehr abgetan, aber wenn man bedenkt, dass körper und geist eine einheit sind ist es nicht verwunderlich, wenn der körper geschwächt wird, wenn die seele leidet. wenn stress einen herzinfarkt verursacht ist das ja genau das.

aber vor du jetzt panik bekommst:

1.) allein sein darf man nicht mit einsamkeit verwechseln. bist du sicher, dass dieser mensch sich einen partner wünscht? oder würdest du es an seiner stelle? wünscht sich diese person um alles in der welt jemanden? oder wäre es einfach schön, jemanden zu haben, aber nicht so grundlegend wie für viele andere, da er ein einzelgänger ist?

2.) du scheinst doch für diese person da zu sein! du kümmerst dich, du interessierst dich, du sorgst dich! kann man sich mehr von einem menschen wünschen? wenn du dieser person gesellschaft leistest (und ich meine damit nicht, dass du ständig für ihn da sein musst, schließlich musst du auch dein leben leben) tust du ja schon das, was in deiner macht steht! vielleicht kannst du ihn auch dazu bringen, etwas mehr rauszugehen. unternehmt was schöne, stell ihm vielleicht ein paar leute vor (nicht erzwungen... eher so beiläufig, weil ihr vllt gemeinsam weg geht)... animiere ihn dazu, sich hobbies zu suchen. vllt könnt ihr, wenn ihr gemeinsame interessen habt, gemeinsam einem verein beitreten oder einen kurs machen. da lernt er auch leute kennen... versuch ihm, das leben schmackhaft zu machen, aber schau dabei auch auf dich! nicht, dass du nur noch sachen machst, die dich nicht interessieren...

3.) vllt fallen dir ja doch noch ein paar argumente für einen besuch beim psychologen oder hausarzt, der ihn weitervermitteln kann, ein... wenn nicht könntest du vllt einfach mal eine nummer bei ihm lassen, die er, wenn er sich doch dazu entschließt, einfach anrufen kann, ohne, dass jemand davon weiß. das kann auch schon helfen. oder schlag ihm alternativen vor, wie yoga, meditation, ... wenn er ruhiger, gelassener und in balance ist, wird es ihm acuh leichter fallen, leute kennenzulernen.

Kommentar von Wunnie,

Hey, Tinkerbell :)

Ja, er wünscht sich jmd.. Nein, nicht einfach so.. Er wünscht sich um alles in der Welt einen Partner !

Danke für deine Antwort..

LG

Kommentar von Tinkerbell7,

wie wär's mal mit ihm so eine speed-dating-sache zu machen? oder online auf partnersuche zu gehen? ich muss zugeben, dass ich das noch nie gemacht habe und daher nicht sagen kann, ob das wirklich was bringt, aber vllt ist es ja doch einen versuch wert...

Kommentar von Affia,

Wenn derjenige schon depressiv ist, dann kann ein potentieller Partner ihn nicht da raus holen. Eine Depression hat Ursachen, eine Vereinsamung passiert nicht einfach so. Es gibt Menschen, die vereinsamen neben einem Partner und werden depressiv. Das ist ein schleichender Prozeß und viele Partner wissen überhaupt nicht, dass der andere sich nicht nur zum Eigenbrödler entwickelt hat sondern wirklich krank ist.

Ob das Verhalten der hier genannten Person als normal aber anders anzusehen ist oder ob derjenige schon depressiv ist, das kann nur ein Arzt feststellen. Jedem gesunden Mensch wäre aber ganz selbstverständlich klar, dass ein Partner nicht an die Tür klopft und man selbst aktiv werden MUSS. Da ist eigentlich schon ganz klar ein Fehler zu erkennen im Verhalten.

Ein Partner kann keinen Therapeuten ersetzen. Das würde ganz schnell in Abhängigkeit enden und wehe, diese Partnerschaft würde in die Brüche gehen.

Kommentar von Tinkerbell7,

das meinte ich ja auch gar nicht. es ging ja nur darum, was man machen könnte, wenn es wirklich rein um die partnersuche geht, er aber niemanden "einfach so" kennenlernen will.

Antwort von melisa1002,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

meine oma ist daran gestorben :((((((((((((((((

Antwort von mnyk06,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Das erinnert mich an einen Versuch, der mal gemacht wurde. Kinder wurden aufgezogen, ohne je Liebe oder ähnliches von den "Müttern" zu erfahren, sie hatten immer ein Pokerface und haben keinerlei Emotionen gezeigt - diese Kinder sind gestorben.

Bei etwas älteren Menschen als Säuglingen ist das aber so direkt nicht möglich. Aus Einsamkeit kann nur eine Menge resultieren, psychische Probleme usw. dadurch Krankheiten, Selbstmordgedanken usw. Das Ganze kann also gefährlich werden.

Antwort von Userrr,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Bei einem erwachsenen kann glaub ich nur die Psyche kaputt gehen. Was hilft? Die Person muss Hobbys haben (in clubs eintreten in denen man Kontakt zu anderen Mänchen hat), mit Freunden (sofern er/sie welche hat) ausgehen, raus gehen...

Antwort von Draufgaenger,

Liebe und gemeinschaft sind bedürfnisse und kein mensch mag einsam sein. Natürlich kann es zu starken depressionen bis zum selbstmord führen, aber du kannst einfach für ihn da sein und ein freund für ihn sein. Ihn zeigen, dass er was wert ist u.s.w aber ich mag gerade garnicht soviel dazu sagen, weil die antwort von Entdeckung schon genial genug war in meinen augen.

Antwort von rusiha980,

Einsame Menschen sterben an Langeweile oder Suizid, was ich nicht empfehle!

Antwort von KagamineLen,

Joa das geht und für mich ist das eine der grausamsten Tode überhaupt.

Antwort von FrankMichael2,

Einsame Menschen sterben früher!!!

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