Frage von Petronella2, 61

Kann ein Makler von einer mit mir mündlich und schriftl. (kein Vertrag) verhandelten Kaufzusage zurücktreten und die ETW einem höher bietenden verkaufen?

Kann ein Makler von einer mündlich und schriftlich (kein Vertrag) verhandelten Kaufzusage zurücktreten und die ETW einem höher bietenden verkaufen? Es wurden vor Ort auch bereits diverse Umbaumaßnahmen besprochen für die ein Statiker hinzugezogen wurde, dessen Kosten zwischen Verkäufer und Käufer geteilt werden sollten. Nun heisst es, entweder sie zahlen den höheren Preis oder die Wohnung geht an jemand anderen. Kann man auf seine Kaufzusage rechtlich bestehen?

Antwort
von Colombo1999, 12

Der Makler ist in Deutschland kein Interessenvertreter des Käufers, sondern ein Vermittler. Er geht mit beiden Seiten einen Vertrag ein. Er kann nicht nur, sondern im Rahmen eines Alleinauftrags muss er sogar dem Verkäufer jedes Angebot mitteilen.

Dieser entscheidet letztlich. Dass er die Gelegenheit zur Erhöhung des Angebots gibt, ist sehr fair.

Ein seriöser Makler macht allerdings auch nicht jedes Gepokere mit. Denn ein sicherer und sauberer Abschluss steht doch im Interesse aller Beteiligten im Vordergrund.

Antwort
von Gerneso, 42

Der Makler ist ja lediglich "Vermittler". Er nimmt dem Eigentümer gewisse Tätigkeiten ab, wie z. B. Interessenten die Wohnung zu zeigen und so weiter.

Wer am Ende den Zuschlag bekommt entscheidet der Eigentümer selbst.

Der Makler verdient natürlich mehr, wenn die Wohnung teurer verkauft wird und wenn er Interessenten an der Angel hat, die mehr zahlen (wollen), dann sind die interessanter für ihn.

Wenn für Euch der Einsatz eines Statikers wichtig war um zu entscheiden, ob ihr am Kauf der Wohnung interessiert seid oder nicht, dann ist es doch Eure Entscheidung gewesen, diesen kostenpflichtig zu beauftragen.

Antwort
von schelm1, 26

Aber selbstverständlich kann der Makler die Interessen seines Auftaggebers wahren!

Ihnen steht es frei, diese Interessenslage durch ein kräftiges Mehrgebot zu Ihren Gunsten zu verkehren.

Immerhin hängt auch das Provisionswohl des Makler vom letztlich beurkundeten Kaufpreis ab.


Antwort
von TrudiMeier, 39

Der Makler ist nur Vermittler. Wenn der Verkäufer sich für einen anderen Interessenten entscheidet, dann kann auch der beste Makler nichts machen. Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Makler eine schriftliche Kaufzusage abgibt, da er nicht entscheidet, an wen die Wohnung verkauft wird.

Kommentar von Petronella2 ,

Die Zusage des Maklers wurde natürlich in Absprache mit dem Verkäufer erteilt. Der Verkäufer war auch bereit, die Kosten für den Statiker mit uns zu teilen, da wir ihm zugesichert haben, dass dann dem Kauf der Wohnung nichts mehr im Wege steht. Der VK-Preis war auch verhandelt und von beiden Parteien akzeptiert worden.

Kommentar von TrudiMeier ,

Und der Verkäufer hat diese Kaufzusage ebenfalls unterschrieben?

Kommentar von Petronella2 ,

Nein, unterschrieben wurde eben gar nichts. Und das scheint ja dann wohl auch das Problem zu sein.

Kommentar von TrudiMeier ,

Kann ein Makler von einer mündlich und schriftlich (kein Vertrag) verhandelten Kaufzusage zurücktreten und die ETW einem höher bietenden verkaufen?

Was hast du denn dann schriftlich vorliegen? Eine email vom Makler?

Kommentar von Petronella2 ,

Ganz neue Situation: So eben schreibt der Makler, dass er nochmal mit dem Verkäufer gesprochen hätte. Angeblich wäre dieser jetzt bereit zu dem verhandelten Preis zu verkaufen, aber der Makler möchte nun eine höhere Provision haben. Und ich muss mich möglich schnell entscheiden. Das ist doch wohl höchst unseriös, oder ?????

Kommentar von TrudiMeier ,

Ich ahnte soetwas schon.  Daher habe ich so explizit nachgefragt. Der Makler hat Anrecht auf eine Courtage abhängig vom tatsächlichen Kaufpreis. Auch Courtage ist kein Wunschkonzert. Ja das ist unseriös. Ich würde mir nun die Mail ausdrucken und damit mal zum Verkäufer gehen. Ob der weiß, was der Makler da so alles macht? 

Kommentar von schelm1 ,


der Makler möchte nun eine höhere Provision

Auf dieses schriflich formulierte unseriöse ansinnen des makler sollten Sei nciht eingehen, sondern vielmehr den Verkäufer direkt von dieser "Schweinerei" informieren. Das angebot selber zum vorhverhandelten Preis sollen Sdi losgelöst von der dubiosen Mehrprovison des Makler akzeptieren.

Kommt später dessen Rechnung, widersprechen Sei dem Provisionsbegehren und lassen sich die untreue des Maklers ggfs. gerichtlich attestieren!

Der dürfte aufgrund seines Gebahrens seinen Anspruch verwirkt haben!?!

Antwort
von Otilie1, 40

wenn du irgendwas in schriftlicher form hast das dir den kauf zusagt, muss der makler sich daran halten

Kommentar von TrudiMeier ,

Der Makler meinetwegen, aber der Verkäufer? Der enscheidet ja letztendlich an wen er verkauft.  Und warum soll ein Verkäufer etwas für 50 € verkaufen, wenn er 500 € kriegen kann? Nur weil der Makler, der nicht Eigentümer ist, vorschnell eine Kaufzusage trifft?

Kommentar von Otilie1 ,

der makler verhandelt im auftrag und wenn der makler zusagt ist das normalerweise bindend- da kann er nicht nach ein paar tagen kommen und sagen: nöö, zu wenig  geld !

Kommentar von TrudiMeier ,

Natürlich kann er nicht sagen, "Nö, zuwenig Geld", aber er kann auch nicht einfach eine Wohnung zusagen.  Die Nummer hatte ich nämlich auch schon durch - zwar ging es um Vermietung, aber das dürfte hinsichtlich des Maklergebahrens egal sein.

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