Frage von Namnamnamnamnam, 123

Kann ein Kind Asperger-Syndrom bekommen, wenn es von den Eltern ignoriert wird?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von einfachichseinn, 39

Nein.

Autismus ist eine (neurologische) Entwicklungsstörung.

Es kann passieren, dass ein Kind, welches auf Dauer ignorierd wird Autismus ähnliche Symptome entwickelt, aber das ist dann kein Autismus.

Antwort
von putzfee1, 51

Nein. Das Asperger-Syndrom ist angeboren.

Kommentar von putzfee1 ,

Asperger-Syndrom: Ursachen und Risikofaktoren

Wodurch das Asperger-Syndrom verursacht wird, ist bislang nicht bekannt. Experten vermuten, dass das Zusammenspiel mehrerer Faktoren dafür verantwortlich ist, wenn jemand das Asperger-Syndrom entwickelt.

Besonders genetische Faktoren spielen eine große Rolle. Nach derzeitigem Wissensstand sind vier bis zehn Erbanlagen an der Entstehung autistischer Störungen wie dem Asperger-Syndrom beteiligt. Zudem können einige genetisch bedingte Erkrankungen autistische Störungen zur Folge haben, so etwa das Williams-Syndrom und eine unbehandelte Phenylketonurie (eine Stoffwechselstörung).

Infektionen während der Schwangerschaft (wie Röteln) stehen im Verdacht, die Entstehung autistischer Störungen wie das Asperger-Syndrom zu begünstigen. Darüber hinaus scheinen auch neurologische und biochemische Auffälligkeiten eine Rolle zu spielen, so etwa Unregelmäßigkeiten der elektrischen Hirnströme und Abweichungen im Aufbau von Hirnregionen, die für das Sozialverhalten und die Sprache wichtig sind.

Diese neurologischen und biochemischen Störungen könnten für psychologische Fehlfunktionen verantwortlich sein, die letztendlich zu den Verhaltensauffälligkeiten bei Menschen mit Asperger-Syndrom oder anderen Autismus-Formen führen. Diese Fehlfunktionen betreffen drei Bereiche der Wahrnehmung und der Informationsverarbeitung:

    "Theory of Mind": Darunter versteht man die Fähigkeit, sich in andere Menschen gedanklich und emotional hineinzuversetzen. Neuere Untersuchungen bringen diese Eigenschaft mit den sogenannten Spiegelneuronen im Gehirn in Zusammenhang, die womöglich beim Asperger-Syndrom verändert sind. Exekutive Funktionen: Gemeint ist die Fähigkeit, das eigene Verhalten angemessen an die aktuelle Situation anzupassen und für die nähere Zukunft zu planen. Zentrale Kohärenz: Hierunter versteht man die Fähigkeit, wahrgenommene Details zu einem vollständigen Bild zusammenzufügen und die Situation zu interpretieren.

Eltern und Impfstoffe sind nicht schuld

Die alte Hypothese, wonach autistische Störungen wie das Asperger-Syndrom auf eine fehlende Liebe der Eltern zurückzuführen sind, ist falsch. Die Art der Erziehung und die Bindung zu den Eltern erhöhen das Autismus-Risiko ebenfalls nicht. Ebenso fanden sich keine Belege für die These, Autismus werde durch Impfstoffe oder deren Konservierungsstoffe hervorgerufen.

Quelle: http://www.netdoktor.de/krankheiten/asperger-syndrom/

Antwort
von WPOAS, 44

Die Disposition zum Autismus ist angeboren! Wie bei jedem anderen Kind auch, haben natürlich Umwelteinflüsse, sowie die Art der Erziehung und das Verhalten der Angehörigen einen Einfluß auf die Persönlichkeitsbildung.

Nur bedenke, dass Autismus KEINE Persönlichkeitsstörung ist, sondern eine Entwicklungsstörung ist.

Ein Mensch ist das Resultat seiner Persönlichkeit und seiner Entwicklung.

Bei Autisten läuft also die Entwicklung anders ab als bei sogenannten NTs (neurotypischen Menschen), während seine Persönlichkeitsbildung vorrangig von seinem Umfeld geprägt wird (wie bei Nichtaustisten).

Wenn also ein Kind von seinen Eltern ignoriert wird, kann es soziale Schwierigkeiten aufzeigen, die auch bei Autismus vorkommen, aber es ist ursächlich kein Autismus. Es zeigt in einem Teilbereich dann also ein autiusmusähnliches Verhaltensmuster (z. B. Sozialphobie), ohne dass es Autismus ist.

Eine Persönlichkeitsstörung ist auch therapierbar, während Autismus ursächlich nicht therapierbar ist.


Antwort
von Ichsen123, 60

Durch ignorieren der Eltern fängt das Kind halt an zu hosptalisieren. Und zeigt wahrscheinlich irgendwelche verhaltensaufgälligkeiten. Aber das kann man eigentlich nicht mit asperger vergleichen

Antwort
von halbsowichtig, 15

Nein, das Asperger-Syndrom ist angeboren. Unklar ist nur noch, inwiefern äußere Einflüsse wie z.B. Allergene die genaue Ausprägung beeinflussen.

In den 50er Jahren (letztes Jahrundert!) vermutete man, dass Autimus von emotionsloser Erziehung käme. Im gleichen Kontext vermutete man auch, dass es eine Form von Schizophrenie sei. Beides hat sich als absoluter Quatsch erwiesen.

Antwort
von user8787, 62

Hier ist die Wissnschaft noch am forschen. 

Quelle omeda

Man nimmt an, dass mehrere Faktoren ein Asperger-Syndrom begünstigen. Die genauen Ursachen sind jedoch bislang nicht abschließend geklärt.

Eine große Rolle spielt eine genetische Komponente: Das Asperger-Syndrom tritt in einigen Familien gehäuft auf. Wissenschaftler vermuten, dass bis zu 20 Gene an der Entstehung von tiefgreifenden Entwicklungsstörungen wie das Asperger-Syndrom beteiligt sind. Darüber hinaus haben wahrscheinlich noch andere Faktoren Einfluss an der Entstehung des Asperger-Syndroms, so insbesondere hirnorganische und biochemische Auffälligkeiten, die das Verhalten von Asperger-Betroffenen teilweise erklären.

Kommentar von Revic ,

Hier ist die Wissnschaft noch am forschen. 

Falsch. Wissenschaftliche Studien haben schon vor einer ganzen Weile belegt, dass sogenannte "Kühlschrank-Mütter" der Grund für das Auftreten einer Autismus-Spektrums-Störung sein können.

Kommentar von WPOAS ,

und genau dieser Aspekt, nämlich dass das Verhalten der Mutter ursächlich sein könnte, hat sich mittlerweile als falsch erwiesen!

Kommentar von Revic ,

Danke. Ich habe das "nicht" in meinem Beitrag vergessen.

Kommentar von user8787 ,

Das du mir bitte einen Link dazu ( also einer belegten Studie ) posten..... :o)

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