Frage von TheLostFreak, 101

Kann ein Inkassobüro von einem 16 Jährigen Geld einklagen?

Guten Tag, folgende Situation ; Ich habe Ende Dezember einen Einkauf bei wish (zahlungsmethode Klarna/auf Rechnung) getätigt. (Kosten insgesamt ca 12€) Als das Paket ankam, war ich erstmal irritiert, es lag keine Rechnung bei. Etwa eine Woche später bekam ich Mahnungen von Klarna per Post. Wegen dem Schulstress momentan, habe ich glatt vergessen die Mahnungen zu zahlen. Danach folgte ein Brief von einem Inkassobüro. Dieses verlangt jetzt 73€. Trotzdem habe ich die Mahnungen von Klarna vor kurzem bezahlt (allerdings nach der Frist) hoffe ihr könnt mir helfen. lg

Antwort
von EXInkassoMA, 39

Inkassogebühren (coeo, segoria, ident) sind im Zusammenhang mit einem Onlinebezahldienst wie klarna ohnehin nicht durchsetzungsfaehig und werden mangels Erfolgsaussichten nicht expl eingeklagt

Du kannst als elternteil das Geschäft widerrufen. Es spielt dabei keine Rolle wenn der sohnemann bei der Altersangabe geflunkert hat

Antwort
von Tandem0815, 11

Bedingt geschäftsfähig hin oder her, in allen AGB bei Onlinehändlern ist bei einem Kauf auf Rechnung ein Mindestalter von 18 Jahren festgelegt.Klarna & Co führen eine Bonitätsprüfung durch, wobei zuerst das Alter geprüft wird. Ist dieses < 18, erfolgt ein sofortiger Abbruch und die Bestellung kann nicht fortgesetzt werden.Somit hast du also wissentlich deine Daten dahingehend manipuliert, um eine Bestellung durchführen zu können, im schlimmsten Fall warst du dumm genug und hast auch noch den Namen deiner Eltern angegeben.Hierbei handelt es sich dann bereits um eine Straftat, nämlich um Identitätsdiebstahl, wobei man dir sogar einen Warenkreditbetrug anhängen kann.

Antwort
von franneck1989, 32

Du solltest die Hauptforderung direkt an den Gläubiger zahlen, zzlg. 5€ Mahnpauschale. Das auch so im Verwendungszweck angeben.

Antwort
von Trianguli, 43

Klarna führt eigentlich eine Bonitätsprüfung durch, mich wundert es das sie einem 16 Jährigen sowas gestatten. Sicher das du deinen eigenen Namen und das korrekte Datum angegeben hast ? Du musst den Brief deinen Eltern geben, ansonsten wird es immer teurer, denn da du nicht bezahlt hast hast du nunmal Schulden da. Du hast sicher eine E-Mail bei der Bestellung angegeben, dann schau mal da nach der Rechnung denn auch eine E-Mail verschickte Rechnung ist Rechtsgültig ;)

Antwort
von SasciaJylle, 66

Ich meine die müssten deine Eltern anschreiben, können dich aber genauso gut anschreiben, das Geld aber von deinen Eltern verlangen soweit ich weiß.Deine Eltern wiederrum können das Geld von dir verlangen

Kommentar von leoll ,

Nein! In Deutschland haftet jeder für sich selbst, Eltern haften nicht für ihre Kinder.

Antwort
von Vyled, 60

Du bist nicht Geschäftsfähig da du keine 18 bist. Sag den das und fertig.

Ich habe ich solchen Fällen (wenn eine Mahnung kam) die vorherige schnell bezahlt, so nach dem Motto ist ja schon unterwegs gewesen! Wenn es aber jetzt schon her ist, gehts natürlich nicht.

Außerdem, wenn du keine Rechnung hast und nix bestellt hast, würde ich auch nicht zahlen und das einfach zurück schicken 

Kommentar von ollikanns ,

Und schon wieder jemand, der absolut keine Ahnung hat. Der Fragesteller ist bereits 16 und somit bedingt geschäftsfähig. Dinge, die er im Rahmen seines Taschengelds kauft, hat er auch zu bezahlen. Da der Kaufvertrag wirksam ist, sind es auch die Forderungen des Inkassobüros.

Kommentar von Vyled ,

Das stimmt natürlich! Sorry, falsch gelesen! 

Wer was kauft muss es natürlich sowieso erstmal zahlen. Ausreden wie vergessen ist da den Leuten ja egal.

Kommentar von mepeisen ,

Da der Kaufvertrag wirksam ist, sind es auch die Forderungen des Inkassobüros.

Der Satz ist in sich einfach nur absoluter Quatsch. Für die Frage nach der Erstattungsfähigkeit der Inkassogebühren kommt es auf deutlich mehr an als nur auf einen wirksamen Vertrag.

Und gerade bei Klarna, die selbst ein eigenes Inkasso im Haus haben, sind die Gebühren schlichtweg nicht durchsetzbar.

Kommentar von franneck1989 ,

@ollikanns Du hast aber schon mal die §§106 ff. BGB gelesen und verstanden?

Kommentar von ollikanns ,

Er hat im Rahmen seines Taschengelds etwas gekauft. Für 12 Euro darf ein 16-Jähriger etwas kaufen.

Kommentar von franneck1989 ,

Wie ich schon im anderen Kommentar schrieb: Es kommt nicht auf die Höhe an, sondern ob die Eltern das Geld zur Verfügung gestellt haben. Das geht aus der Fragestellung nicht hervor und ist im Zweifel zu verneinen

Antwort
von ollikanns, 54

Natürlich kann das Inkassobüro die Kosten von dir einklagen. Deine Eltern haben den Kaufvertrag ja nicht widerrufen. Somit ist er nach einer Frist von 14 Tagen rechtsverbindlich zustande gekommen. Deshalb bist du zahlungspflichtig. Ab 14 ist man bedingt geschäftsfähig und kann im Rahmen des Taschengelds eigene Kaufverträge tätigen.

Kommentar von franneck1989 ,

"Somit ist er nach einer Frist von 14 Tagen rechtsverbindlich zustande gekommen" Falsch. Lies dir doch mal bitte den §108 BGB durch. "Und kann in Rahmen des Taschengelds eigene Kaufverträge tätigen" Ebenfalls falsch. Die Höhe des Kaufpreises spielt keine Rolle, sondern die Frage ob das Geld von den Eltern zur Verfügung gestellt wurde

Kommentar von EXInkassoMA ,

@Ollikanns

Klarna klagt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlicht die Inkassogebühren nicht ein. 

In den großen urteilsdatenbanken ist keinziger Hinweis auf ein durchgezogenes verfahren zu finden

Antwort
von leoll, 43

Bei Klarna musst du dein Geburtsdatum angeben, und das hast du offensichtlich falsch angegeben. Aber das beachte ich jetzt mal nicht.

Du musst für die Kosten der Inkassofirma aufkommen. Der Kaufvertrag war wirksam.

Kommentar von franneck1989 ,

Selbst wenn der Kaufvertrag gültig wäre, wäre das noch lange keine Begründung für diese Gebühren

Antwort
von Violetta1, 57

Nein, können sie nicht,d enn Du bist, zumindest in BRD ist das so, nur bedingt geschäftsfähig. Somit würde es hier an die Erziehungsberechtigten gehen und die freuen sich dann sehr.

Kommentar von ollikanns ,

Da bist du im Irrtum. Der Vertrag ist nur 14 Tage lang schwebend wirksam. Wenn die Eltern in der Frist nicht widersprechen, ist ein rechtsgültiger Kaufvertrag zustande gekommen. Eben weil der Fragesteller bedingt geschäftsfähig ist!

Kommentar von leoll ,

12€ fallen zu 99,9% unter §110

Kommentar von franneck1989 ,

Der Vertrag ist solange schwebend unwirksam, bis er genehmigt wird. Die Frage nach den Inkassogebühren ist aber nicht unbedingt davon abgängig

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