Frage von Bube1602, 141

Kann ein Hausarzt den Arbeitgeber auffordern den Mitarbeiter von der Schichtarbeit zu befreien wenn ihn das durch eine Krankheit besonders belastet?

Und muss der Arbeitgeber dem Folge leisten?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Novos, 59

Der Hausarzt kann nur arbeitsunfähig schreiben, alles andere sind Empfehlungen, die der AG nicht befolgen muss.

Antwort
von flylux, 50

Ich glaube nicht. Eine Bescheinigung, dass Schichtarbeit in dem  aktuellen Gesundheistzustand nicht mehr möglich ist schon. Der Arbeitgeber ist auch für deine Gesundheit zuständig. Allerdings glaub ich, dass er nicht verpflichtet ist dir einen anderen Posten zu geben wenn es keinen in der Firma gibt. Da könnte sogar eine Kündigung rechtens sein.

Um sicher zu gehen, frag mal bei deiner Gewerkschaft nach.

Kommentar von Bube1602 ,

Also es ist so das ich zu 80 grad schwerbehindert bin und bei dem schwerbehindertenbeauftragten im Betrieb schon einen Schonarbeitsplatz beantragt habe. Über Kündigung brauch ich mir keine Gedanken machen als Schwerbehinderter Mitarbeiter. Aber Schonarbeitsplätze sind keine frei wird mir immer mitgeteilt und selbst die könnten in der Schicht sein…

Kommentar von flylux ,

Achso, ich glaube hier in Luxemburg dürfen Schwerbehinderte überhaupt keine Schichtarbeit leisten.

Kommentar von Bube1602 ,

Mein Hausarzt will auch das ich nicht mehr arbeiten gehe aber was bleibt mir übrig ich brauch ja auch ein Einkommen

Antwort
von Joergi666, 48

Kompliziert. Vorübergehend sollte so etwas wahrscheinlich funktionieren (durch entsprechende Diagnostik - nicht Aufforderung), längerfristig könnte sich für den AG aber dann die Möglichkeit ergeben, den Arbeitnehmer deswegen zu kündigen, wenn keine entsprechenden Regelungen im Arbeits- oder Tarifvertrag dem entgegenstehen. Am besten ist in diesem Fall sowieso, dass persönliche Gespräch mit dem AG  zu suchen.


Kommentar von Bube1602 ,

Also es ist so das ich zu 80 grad schwerbehindert bin und bei dem schwerbehindertenbeauftragten im Betrieb schon einen Schonarbeitsplatz beantragt habe. Über Kündigung brauch ich mir keine Gedanken machen als Schwerbehinderter Mitarbeiter. Aber Schonarbeitsplätze sind keine frei wird mir immer mitgeteilt und selbst die könnten in der Schicht sein…

Antwort
von Peter501, 53

Der Arzt hat keine Handhabe einem Arbeitgeber vorzuschreiben wie er sein Unternehmen zu führen hat.

Er kann lediglich Vorschläge unterbreiten und Anregungen geben.In wie weit der Arbeitgeber dazu in der Lage und Willens ist bleibt ihm überlassen.

Ist der Arbeitnehmer auf Grund seiner Gesundheit nicht mehr in der Lage seinen Arbeiten laut Arbeitsvertrag nachzukommen steht es ihm frei sich eine andere Arbeit zu suchen.

Kommentar von Bube1602 ,

Mir ist neulich ein Fall in meinem Betrieb bekannt geworden wo das genau so funktioniert hat. Der Mitarbeiter wurde auf Tagschicht gesetzt weil sein Arzt dem Betrieb diese Empfehlung zukommen lassen hat. Ich hatte leider noch nicht die Gelegenheit den Kollegen zu befragen. Das wurde mir bloß von anderen erzählt.

Kommentar von Peter501 ,

Selbstverständlich gibt es Fälle wo der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer entgegen kommt.Sei es,er will ihn mit seinen Kenntnissen nicht verlieren oder aus moralischer Sicht wegen langer Betriebszugehörigkeit oder aus welchen Gründen auch immer.

Es geschieht aber immer nur nach den Möglichkeiten die der Arbeitgeber hat und nie unter Zwang.

Antwort
von lilya1712, 48

er kann nur Attest ausstellen und es mit reinschreiben was besser ist für den Patient aber letztendlich muss der AN selbst dafür kämpfen damit es umgesetzt wird, wenn es der AG zulässt.

Antwort
von Wonnepoppen, 53

Das wäre mir neu, daß das ein Arzt kann?

Er kann dem Patienten einen Befund/Diagnose mitgeben, indem das vorgeschlagen wird!

Antwort
von eulig, 13

der Arzt spricht nur eine Empfehlung aus. es ist Ermessen des Arbeitgebers (oder nennen wir es Kulanz), wie er darüber entscheidet. vorgeschrieben wird ihm mit der Aussage des Arztes nicht.

Antwort
von DrStrosmajer, 48

Ein Betriebsarzt könnte das wahrscheinlich (genau weiß ich das aber auch nicht).

Der Hausarzt kann nur Vorschläge unterbreiten. Der Arbeitgeber kann sich dran halten und den AN innerbetrieblich versetzen oder ihn aus der Schicht nehmen oder ggf. kündigen.


Antwort
von CBA123ABC321, 48

Ich denke schon. 

Begründung: Ich habe mal in einer Einrichtung mit Psychisch Kranken gearbeitet. Manche von denen haben Arbeitszeitverkürzung bekommen. 

Kommt denke ich darauf an, aber möglich wäre es bestimmt. Ich glaube schon, dass der Arbeitgeber sich auch dran halten muss.

Aber weiß es nicht, hatte damals ein FSJ gemacht. Weiß auch nicht, wie es woanders ist, weil ich mich mit der Frage sonst nie auseinandergesetzt habe.

Kommentar von miboki ,

Das hat aber sicher nicht der Hausarzt angeordnet. 

Kommentar von CBA123ABC321 ,

Das habe ich den Leuten nie gefragt, haben uns über andere Dinge unterhalten. Vermutlich aber eher ein Psychiater.

Antwort
von Strolchi2014, 49

Der Hausarzt kann nur eine Empfehlung geben. Um ein "Verbot" für die Schichtarbeit zu bekommen, müsste man zum Amtsarzt.

Antwort
von FragiAntworti, 46

Das müsste in deinem Arbeitsvertrag stehen.

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