Kann ein Gericht einen Menschen verurteilen auch wenn die Schuld nicht 100% bewiesen werden kann?

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7 Antworten

Im Strafverfahren setzt eine Verurteilung die subjektive Überzeugung des Richters aus. Er muss also von der "Schuld" des Angeklagten ausgehen. Eine absolute Gewissheit (also 100 %) ist hierfür nicht erforderlich.

Ausreichend ist, dass nach der allgemeinen Lebenserfahrung ein ausreichendes Maß an Sicherheit besteht, das vernünftige begründete Zweifel nicht mehr zulässig. Bestehen dagegen vernünftige Zweifel, ist der Angeklagte freizusprechen (in dubeo pro reo).

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Wenn das Gericht der Meinung ist, das die von der Staatsanwaltschaft Vorgelegten Indizien durch das von der Verteidigung vorgetragene Alibi nicht entkräftet werden können, und deshalb von der Schuld des Angeklagten überzeugt ist, dann kann es einen Angeklagten auch verurteilen!

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aber natürlich.

stimmige indizienkette kann ein urteil bewirken.

wertung des gerichts ebenso.

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Im wahren Leben gibt es niemals 100 Prozent.

Fingerabdrücke oder DNS-Spuren sind zu 99,99 Prozent genau. Das zusammen mit weiteren Indizien wie Tatmotiv oder Tatzeit, ergibt einen zwingen Beweis.

Ansonsten könnte ja jeder kommen mit der Ausrede es wäre stattdessen sein unbekannter Zwillingsbruder

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Ja das geht und ist auch meistens der Fall. 

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Das Gericht/der Richter sagt wenn es nicht zu 100 Prozent bewiesen ist:"Das Gericht ist zu der Überzeugung gekommen das ..........

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Eindeutig ja. Bei belastenden Indizien bleibt dem Richter selten eine andere Wahl.

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