Frage von Fuxer88, 72

Kann ein Fliekraftantrieb wie folgt funktionieren?

Ich habe mir das volgendermaßen gedacht . Wenn man eine flüssigkeit als masse in einer kreisbahn in die runde pumpt jedoch dabei die eine hälfte der kreisbahn (z.b. Schlauch ) nur den halben queerschnitt hätte dann befände sich augenblicklich immer nur halb so viel laufende masse auf der dünnen seite was die fliekraft ersteinmal gedacht halbiert . Jedoch fließt die flüssigkeit in der dünnen hälfte doppelt so schnell und die fliekraft nimmt in relation zu geschwindigkeit ja quadratisch zu. Kurz: hälfte 1 beinhaltet in jedem augenblick doppelte masse bei einfacher geschwindigkeit (einfache fliehkraft) . Hälfte 2 :halbe masse doppelte geschwindigkeit . Man hätte dann aber 4 mal die halbe fliehkraft ergibt 2 . Die fliehkraft sollte auf der dünnen seite wo die flüssigkeit schnell fließt insgesammt doppelt so groß sein . Wo ist mein Denkfehler oder hab ich jetzt nen leistungsstarken raumantrieb erfunddn? :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Roderic, 48

Nein.

Die Flüssigkeit muss an der Übergangsstelle von dick nach dünn beschleunigen und an der gegenüberliegenden Übergangsstelle von dünn nach dick wieder abbremsen.
Dadurch entstehen zwei zusätzliche Kraftkomponenten, die deine unterschiedlichen beiden Fliehkraftvektoren genau wieder kompensieren.

Und mal von diesen Details abgesehen. Nette Idee. Aber die universelle Gültigkeit des Impulserhaltungssatzes würde einen reaktionslosen Antrieb prinzipiell nicht zulassen.

Kommentar von Fuxer88 ,

Mist :( ja klingt plausibel. Und wenn man das mit gas machen würde das man an übergang von dick zu dünn ganz schnell herunterkühlt und auf der anderen seite aufheitzt ? 

Kommentar von popeletta ,

So ein perfektes geschlossenes System wäre praktisch unmöglich.

Kommentar von WeicheBirne ,

Dadurch entstehen zwei zusätzliche Kraftkomponenten, die deine unterschiedlichen beiden Fliehkraftvektoren genau wieder kompensieren.

Wieso das denn? Die "Beschleunigungs-" und "Abbrems-"kraft zeigen beide in die Richting des stärkeren Fliehkraftvektors. Für eine Kompensation müßten sie in die entgegengesetzte Richtung zeigen.

Kommentar von Roderic ,

Nein. Eben nicht.

Sie zeigen eben beide in die entgegengesetzte Richtung.

Kommentar von WeicheBirne ,

Wenn die Flüssigkeit beim Übergang vom dicken in den dünnen Teil des Schlauchs beschleunigt wird, muß der Kraftvektor vom dicken zum dünnen Teil des Schlauchs zeigen.

Wenn die Flüssigkeit beim Übergang vom dünnen in den dicken Teil des Schlauchs abgebremst wird, muß der Kraftvektor vom dicken zum dünnen Teil des Schlauchs zeigen.

Und der Fliehkraftvektor der Flüssigkeit im dünnen Teil des Schlauchs zeigt auch vom dicken zum dünnen Teil des Schlauchs.

Kommentar von Roderic ,

In welche Richtung beschleunigt ein Düsentriebwerk?

Nach vorn oder nach hinten?

Antwort
von popeletta, 36

Da F(Fliehkraft)=m*(v^2/r) und r=konstant muss bei m=m/2 F=F/2 gelten. Da u=q/A muss sich bei konstantem q und halben A auch u verdoppeln (also die Geschwindigkeit im dünnen schlauch). Somit kommt es im dünnen Schlauch zu einer doppelt so starken fliehkraft F, da 2^2v und m/2 insgesamt 2F bedeuten. Genau wie du es beschrieben hast nur nochmal mit Formeln bestätigt. Aber du hast die negative und positive beschleunigung am Übergang vom dick zu dünn bzw dünn zu dick vergessen ;)

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