Frage von TrueChaos, 19

Kann ein besserer SD-Wert zu stärkerem PMS führen?

Hallo ihr Lieben!

Ich hatte einen Jodmangel, daher war mein TSH auf 3,8. Mittlerweile liegt er bei 1,3 und an sich geht es mir damit auch gut, ich bin insgesamt fitter, weniger müde, etc. Thyroxin musste ich nicht nehmen, denn meine Tf3 und Tf4 waren alle gut.

Jetzt habe ich diesen Monat aber erhebliche Probleme mit meinem Zyklus. PMS kannte ich bis jetzt nur 2-3 Tage vor der Mens und dann nur mit leichtem Ziehen im Unterleib. Meine Mens ist erst in 9 Tagen dran und ich hampel schon seit einer Woche mit schmerzenden Brüsten rum. Die Brustwarzen brennen, meine Brüste tun weh, wenn man leicht draufdrückt, spannen tun sie nicht. Mein UL zieht und zwickt, ich hab ziemliche Blähungen...ausser das mit den Brüsten wäre das für mich ein Anzeichen für die Mens, das mit den Brüsten hatte ich noch nie.

Schwanger...unwahrscheinlich, wir haben eine Chance von unter 2% auf natürlichem Weg schwanger zu werden...und an Wunder glaube ich nicht. Ausserdem hatte ich ja meine letzte Mens, auch wenn die eine Woche zu früh war und nur helles Blut...für eine Nidation war es zuviel und dauerte zu lang...und für den Zyklus bin ich zu früh.

Daher auch die Frage (s.o.)

Antwort
von Catlyn, 11

Hallo,

es ist sehr selten, dass heutzutage jemand einen Jodmangel hat, da unsere Lebensmittel sogut wie alle jodiert werden. Wie wurde der Jodmangel denn überhaupt festgestellt und wie hast Du ihn behoben?

Eine Fehlfunktion der Schilddrüse kann alle anderen Hormone mit sich reißen. Deshalb wäre anzuraten, dass Du Dir einen guten Endokrinologen suchst und dort sowohl die Schilddrüse komplett durchchecken lässt, als auch einen Hormonstatus machen lässt. PMS hat sehr viel mit einem Progesteronmangel zu tun und Progesteronprobleme kommen bei Schilddrüsenpatienten durchaus häufig vor. Leider gibst Du die Werte für fT3 und fT4 mit Normbereichen nicht an. Das TSH ist alleine leider nicht zuverlässig aussagekräftig.

Deshalb nochmal meine Empfehlung: Mache einen Termin bei einem guten Endokrinologen und lass das durchchecken. Vor der Einnahme von Jod muss übrigens vorher sehr genau untersucht werden, ob eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse ausgeschlossen werden kann. Ansonsten wäre Jod extrem kontraproduktiv.

LG

Catlyn

Kommentar von TrueChaos ,

Das ist allerdings keine Antwort auf meine Frage.

Meine Schilddrüse wurde in den letzten 10 Jahren mehrfach gecheckt, ich war bei mehreren Endokrinologen, ich wurde sogar in einer Spezialklinik untersucht. Ich habe keinen Progesteronmangel, im Gegenteil, meine Werte liegen im oberen Bereich. Ich hatte auch noch nie Schmierblutungen oder ähnliches.

Der einzige Blutwert, der immer schlecht war, war der TSH.

Ich weiß auch nicht, wie du dich ernährst, aber meine Lebensmittel sind, ausser dem Salz, nicht jodiert. Ich nehme aber auch keine Fertigprodukte zu mir. Und das mit kaum jemand einen Jodmangel hat, das ist ein Märchen, das gerne erzählt wird.

Vergrößerte Schilddrüsen zählen zu den 15 häufigsten Diagnosen bei Allgemeinmedizinern, hausärztlichen und fachärztlichen Internisten.
Diagnose und Therapie des Jodmangels und seiner Folgen verursachen in Deutschland jährliche Kosten im Gesundheitswesen von über einer Milliarde Euro. Etwa 60.000 Bundesbürger müssen sich pro Jahr einer Radiojod-Therapie unterziehen. Hinzu kommen knapp 100.000 Bundesbürger, die sich jährlich an der Schilddrüse operieren lassen müssen und dann inder Regel eine lebenslange medikamentöse Therapie benötigen. Die vorbeugende Wirkung der Jodmangelprophylaxe kommt in diesem Fall nicht mehr voll zur Wirkung.

Obwohl Deutschland nach Aussage der WHO inzwischen kein ausgewiesenes Jodmangelgebiet mehr ist, weist ein großer Teil der Bevölkerung weiterhin eine inadäquate Jodversorgung auf. Bei etwa einem Drittel der erwerbstätigen Bevölkerung wurden mittels Ultraschall Schilddrüsenvergrößerungen und/oder Knoten nachgewiesen.

http://jodmangel.de/ausreichende-jodversorgung/jodmangel/

In einer Studie aus dem Jahre 2005 (2009 veröffentlicht) zeigten zwar
64 % der untersuchten Personen eine ausreichende Jodausscheidung, aber 23 % einen milden, 10 % einen moderaten und 3 % einen schweren Jodmangel.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jodmangel#Situation_in_Deutschland

Kommentar von Catlyn ,

Hallo,

ohje, ohje. Wieder einmal veraltete Informationen. Ich ernähre mich absolut normal und doch kann man einem Jodzusatz nicht entgehen. Alleine wenn Du Eier isst oder Fleisch oder Milch. Die Tiere bekommen hochgradig jodiertes Futter, so dass Du das, wenn Du Fleisch essen solltest, mit isst.

Die heutzutage häufigste Ursache einer SD-Unterfunktion ist schon lange kein Jodmangel mehr, sondern es sind die Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, die seit der Einführung der Lebensmitteljodierung  extrem zugenommen haben. Ein schönes Beispiel dafür ist die Schweiz. Lies mal die Studien dazu.

Ich selber habe mir aufgrund von zuviel Jod eine Autoimmunerkrankung der SD eingehandelt und obendrein dann lange Zeit keine und dann eine falsche Therapie bekommen. Bis dahin hatte ich den Ärzten und solchen Aussagen, die Du postest, den Ärzten auch noch "blauäugig" geglaubt. Das war definitiv falsch. Heute weiß ich es besser. Es lohnt sich definitiv, sich mal mit der Materie selber zu beschäftigen, es zu "studieren". Es lohnt sich, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und zu beobachten.

Ich kenne auch die zwei Seiten, die sich bekriegen: Die Jodmangelfraktion und die Jodüberschussfraktion. Wenn man selber betroffen ist, dann merkt man - wenn es schon zu spät ist - sehr wohl, was richtig ist.

Da Du ja alles schon durch hast und eine festgesteckte Meinung hast, kann ich Dir deshalb nun auch nicht weiterhelfen. Das tut mir leid.

Ich wünsche Dir dennoch viel Erfolg bei der Lösungsfindung.

Gruß

Catlyn

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten