Kann ein Autohändler mit dem Anwalt drohen, weil ich mündlich falsche Angabe gemacht hab (Autobesitzer)?

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5 Antworten

Ich denke, hier sollten wir 2 Dinge generell mal voneinander trennen. 

Grundsätzlich sind mündliche Nebenabreden, wenn kein individualvertragliches Schriftformerfordernis vereinbart wurde, voll gültig. Das heisst, rein rechtstechnisch hat der Händler hier absolut Recht. 

Davon zu unterscheiden ist die Beweislast. Will der Händler die mündliche Nebenabrede ins Spiel bringen, müsste er sie im Streitfall beweisen. Das wird er ohne Zeugen kaum können. Geht die Sache vor Gericht, steht der Fragesteller vor der Entscheidung, ob er die Wahrheit sagen und damit den Prozess verlieren oder ob er lügen, damit wahrscheinlich den Prozess gewinnen, aber eine Straftat begehen will. 

Mit Anwalt und Klage drohen kann er selbstverstänlich. Du musst auch im Ernstfall mit einer Klage rechnen. Die Entscheidung, welchen Weg du gehen willst, liegt nun bei dir. 

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Wenn man auf eine konkrete Frage mit "2-3" statt "Das weiß ich nicht" antwortet, ist das einen Zusicherung :-O

Natürlich kann der Käufer einen Kaufvertrag anfechten, wenn man über derart wesentliche verkehrswerte Eigenschaften arglistig irreführende oder falsche Angaben machte :-O

 
Und das man das nicht "gewußt" haben will, obwohl der Voreigentümer, Haltereintragungen, HU- oder Inspektionshefteintragungen etwas ganz anders beweisen, das würde ich mir sehr gut überlegen, solange ich noch ohne Prozesskosten aus der Nummer rauskäme :-O

G imager761

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Drohen kann er, er wird aber als Händler sicher vom Richter darauf hingewiesen, wie einfach das ist am Fahrzeugbrief die Vorbesitzerzahl zu erkennen. Wenn es sogar einen schriftlichen Vertrag gibt in dem die Vorbesitzerzahl nicht steht, was will er da, machen außer sicher lächerlich.

Das sollte er als Händler nämlich schon wissen. Mach dir also keine Sorgen. Händler die drohen beißen nicht.

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Kommentar von PatrickLassan
20.02.2016, 20:03



wie einfach das ist am Fahrzeugbrief die Vorbesitzerzahl zu erkennen. 



Das ist es eben nicht bzw. nicht immer.

Übrigens: Auch mündliche Zusagen können Teil eines Vertrags sein, wenn es auch manchmal schwierig sein kann, sie zu beweisen.

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Natürlich kann er drohen, und wenn es hart auf hart kommt, hättest du wahrscheinlich Probleme zu beweisen, dass du die Anzahl der Vorbesitzer nicht gekannt hast. Am besten wäre es, wenn du dich versuchst, dich mit ihm gütlich zu einigen.

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Natürlich kann der das und in diesem Fall auch zu Recht, da du eine falsche Angabe gemacht hast

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